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Wall Street im Minus – Firmenbilanzen im Blick

Frankfurt/New York, 26. Apr (Reuters) – Wenige Stunden vor Veröffentlichung der Geschäftszahlen einiger US-Technologiekonzerne steigt die Nervosität an der Wall Street. Der US-Standardwerteindex Dow Jones und der breit gefasste S&P 500  fielen am Dienstag um jeweils etwa 1,5 Prozent auf 33.558 beziehungsweise 4225 Punkte. Der technologielastige Nasdaq büßte 2,6 Prozent ein. 

Sollten der Software-Konzern Microsoft und die Google-Mutter Alphabet mit ihren Quartalsergebnissen enttäuschen, müsse mit zusätzlichen Verkaufen gerechnet werden, da die Stimmung ohnehin angeschlagen sei, warnte Analyst Julius de Kempenaer vom Anlageberater StockCharts.com. Aber selbst wenn sie positiv überraschten, werde dies wohl kaum ausreichen, um die Laune der Investoren nachhaltig aufzuhellen. Die Aktien der beiden Konzerne gaben jeweils rund zwei Prozent nach. 

KEINE UNTERSTÜTZUNG DURCH FIRMENBILANZEN

Eher enttäuschend fielen die Ergebnisse von Firmen wie General Electric (GE)GE.N, UPS oder 3MMMM.N aus. Die Aktien von GE brachen zeitweise um fast 13 Prozent ein, so stark wie zuletzt während des Börsen-Crashs vom März 2020. Beim Siemens-Rivalen überschatte die Aussicht auf ein Gesamtjahresergebnis am unteren Ende der angepeilten Spanne den überraschend hohen Quartalsgewinn, schrieb Analyst Gautam Khanna vom Vermögensverwalter Cowen.

Aus ähnlichen Gründen gaben die Papiere von UPS 2,7 Prozent nach. Firmenchefin Carol Tome warnte, dass der Online-Handel – der Wachstumstreiber in der Pandemie – künftig langsamer zulegen werde. Im Sog von UPS büßte Rivale FedEx zwei Prozent ein. 

Bei 3M verdarben gesenkte Gewinnziele Investoren die Stimmung. Der Anbieter von „Post-It“-Klebezetteln rechnet wegen einer sinkenden Nachfrage für medizinische Masken nur noch mit einem Gewinn von 9,89 bis 10,39 statt 10,15 bis 10,65 Dollar je Aktie. Die Titel des Mischkonzerns verloren 2,7 Prozent. 

„SICHERE HÄFEN“ GEFRAGT – ELON MUSK GREIFT NACH TWITTER

Vor diesem Hintergrund nahmen weitere Anleger Kurs auf „sichere Häfen“ wie die Weltleitwährung Dollar. Der Dollar-Index, der den Kurs zu wichtigen Währungen widerspiegelt, stieg um bis zu 0,5 Prozent auf ein Zwei-Jahres-Hoch von 102,24 Punkten. Die „Antikrisen-Währung“ Gold verteuerte sich um 0,2 Prozent auf 1902 Dollar je Feinunze (31,1 Gramm). US-Staatsanleihen waren ebenfalls gefragt, wodurch die Rendite der zehnjährigenUS10YT=RR T-Bonds auf 2,763 Prozent fiel. 

Bei den Aktienwerten stand außerdem Twitter im Rampenlicht, nachdem das Management des Kurznachrichtendienstes der 44 Milliarden Dollar schweren Übernahmeofferte des Tesla-Chefs Elon Musk zugestimmt hatte.

„Die schnelle Kapitulation des Twitter-Vorstands spiegelt wahrscheinlich die schwierigen Aussichten für den Social-Media-Sektor und die nur allmählich eintretende Trendwende durch Firmenchef Parag Agrawal wider“, sagte Anlagestratege Ben Laidler vom Online-Broker eToro. Twitter-Titel fielen um 3,4 Prozent auf 49,96 Dollar, lagen damit aber immer noch rund 30 Prozent über dem Niveau vor Bekanntwerden der Übernahmepläne. Musk bietet 54,20 Dollar je Aktie. 

Noch härter traf es die Papiere von Tesla, die sich um fast zehn Prozent verbilligten. Falls Musk keine anderen Geldquellen auftue, werde er wohl einen Teil seiner Tesla-Anteile zur Finanzierung der Twitter-Übernahme verkaufen müssen, sagte Neil Wilson, Chef-Analyst des Online-Brokers Markets.com.

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Wichtige Entwicklungen zur Ukraine.

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