Dienstag, Juli 16, 2024
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Preisrückgang als Chance: Erfolgreiche Vermarktung von Gewerbeimmobilien

Die Baubranche und die Immobilienbranche erleben gegenwärtig eine Phase der Anpassung, beeinflusst durch steigende Material- und Zinskosten. Diese Entwicklung hat den Markt verändert, wobei Bauaufträge weiterhin existieren, jedoch mit einem verminderten Schwerpunkt auf erschwinglichem Wohnraum. Es bedarf derzeit intensiver Überlegungen, eine Wohnimmobilie zu erwerben.

Ein ähnliches Bild zeigt sich im Bereich der Gewerbeimmobilien. Nach dem Preisindex des Verbands deutscher Pfandbriefbanken (vdp) sind die Preise in verschiedenen Immobilienklassen gesunken, wobei insbesondere bei Wohn- und Büroimmobilien ein deutlicher Rückgang zu verzeichnen ist. Trotz dieser Herausforderungen gibt es Möglichkeiten, Gewerbeimmobilien gewinnbringend zu vermarkten.

Die aktuelle Marksituation für Gewerbeimmobilien

Während die Wohnungspreise 2023 um etwa 6% zurückgegangen sind, lag der Wertverlust bei Gewerbeimmobilien bei rund 12%. Erschwerend kommt hinzu, dass auch 2024 der hohe Leitzins dafür sorgen wird, dass der Immobilienpreis laut Expertenansicht sinken dürfte

Problematisch ist beispielsweise die geringere Nachfrage, die seit dem Beginn der Corona-Pandemie vorherrscht. Zusammen mit den derzeit hohen Sanierungs-, Bau- und Energiekosten sowie den hohen Leitzinsen der Zentralbanken hat sich die Situation auf dem Gewerbeimmobilienmarkt zugespitzt.

Um beim Verkauf Ihrer Gewerbeimmobilien den optimalen Preis zu erzielen, ist es entscheidend, eine durchdachte Verkaufsstrategie zu entwickeln und die Expertise eines erfahrenen Sachverständigen hinzuzuziehen. Ein fundiertes und seriöses Wertgutachten kann dabei helfen, das maximale Potenzial Ihrer Immobilie auszuschöpfen und einen angemessenen Verkaufspreis zu sichern.

Leichte Entspannung bei Büro- und Einzelhandelsimmobilien

Nicht nur die Lage, sondern auch die Art der Immobilie spielt eine Rolle. Grundsätzlich sind alle Räumlichkeiten, die für gewerbliche Tätigkeiten genutzt werden, als Gewerbeimmobilie zu betrachten. Es zählen hierzu neben den gängigen Büro- und Handelsimmobilien auch Produktions-, Logistik- oder Freizeitimmobilien sowie Hotels oder Gastronomie dazu. Nach einem deutlichen Nachfragerückgang erfreuen sich Büro- und Einzelhandelsimmobilien, die zu den beliebtesten gewerblichen Immobilienarten zählen, wieder steigender Marktpräsenz.

Wichtigstes Kriterium für einen erfolgreichen Verkauf ist die Lage

Neben der Immobilienart spielen auch die Lage des Objekts sowie dessen baulicher Zustand oder eine sichere, dauerhafte Mieteinnahme eine entscheidende Rolle beim Verkauf. Gerade in den deutschen Metropolen ist der Preisverfall beispielsweise weniger zu spüren. Hier sind Objekte mit guter Verkehrsanbindung einfacher zu verkaufen als in kleinen Städten. 

Der professionelle Verkauf kann in wenigen Schritten erfolgen

Beim Verkauf von Gewerbeimmobilien ist eine fundierte Beratung entscheidend, meint Immobilienexperte André Heid und gibt im Folgenden 5 wertvolle Tipps, welche Schritte notwendig sind, um eine Gewerbeimmobilie bestmöglich zu verkaufen.

1. Analyse: Der Baufachmann nimmt vor dem Verkauf stets eine Teilmarktanalyse oder auf Wunsch auch eine Markt- und Standortanalyse vor: „In einer Teilmarktanalyse nehmen Sie den für Sie relevanten Teil des Marktes unter die Lupe. Sie untersuchen Angebot und Nachfrage sowie im Fall von Gewerbeimmobilien zum Beispiel bauliche Voraussetzungen zur Erfüllung des notwendigen Bedarfs.“

2. Exposé: Aus den gesammelten Daten lässt sich ein ansprechendes Exposé für die Immobilie erstellen. Dieses wird nicht nur mit Fakten rund um die Immobilie (Baujahr, Ausstattung etc.), sondern auch mit Umgebungsfaktoren wie Lage und Verkehrsanbindung sowie Daten zum Energieverbrauch und der möglichen Nutzung verfasst. 

Immobilien
© André Heid, Heid Immobilienbewertung GmbH

Doch das ist noch nicht alles, wie André Heid erklärt: „Ein Exposé soll optisch attraktiv wirken. Neben aussagekräftigen Tageslicht-Fotos erwarten potenzielle Käufer einen Grundriss. Denken Sie daran, den Status der Gewerbeimmobilie in der Anzeige anzugeben: Ist sie vermietet oder steht sie leer? Mit welchen Mieteinnahmen darf der Käufer kalkulieren?“

3. Preisfindung: Es ist wichtig, einen marktwertgerechten Angebotspreis festzulegen, der sich aus Lage, Zustand, Vermietungsstatus oder den erwarteten Mieteinnahmen zusammensetzt. Dabei ist unbedingt eine seriöse Bewertung mittels eines Gutachtens durchzuführen. 

Der Immobilienprofi kann darüber hinaus auch den optimalen Zeitpunkt für den Verkauf festlegen helfen. „Der Zeitpunkt des Verkaufs sollte gut durchdacht sein“, empfiehlt André Heid. „Ist die Marktlage gerade ungünstig und die Immobilienpreise fallen daher eher niedrig aus, sollte der Verkauf eventuell noch aufgeschoben werden“.

4. Das Zusammenstellen der Vertragsunterlagen erfordert zahlreiche Dokumente, die für Laien oft unübersichtlich wirken. Professionelle Unterstützung kann hierbei für Klarheit und Übersichtlichkeit sorgen.

5. Vertragsabschluss erzielen: Ein seriöser Gewerbemakler mit regionaler Marktkompetenz kann dank seiner Kontakte oder Datenbanken sehr schnell auf den richtigen Interessentenkreis für die zu verkaufende Immobilie zugreifen. Daher kann er von der Käufersuche bis über den Notartermin hin zur Schlüsselübergabe alle Schritte für seine Klienten begleiten oder selbst durchführen. 

Abschließend lässt sich festhalten, dass trotz der aktuellen Herausforderungen am Immobilienmarkt mit einer durchdachten Strategie, der richtigen Expertise und der Berücksichtigung aller relevanten Faktoren der Verkauf Ihrer Gewerbeimmobilie erfolgreich und gewinnbringend gestaltet werden kann.

Preisrückgang als Chance: Erfolgreiche Vermarktung von Gewerbeimmobilien

Bild: Freepik, wirestock


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