Dienstag, Februar 27, 2024
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„US-Preise immer noch zu hoch“ – Biden schlägt vor Kongresswahlen Alarm

Washington, 13. Okt – Die Inflationswelle in den USA ebbt kaum ab und ruft Präsident Joe Biden vor den Kongresswahlen im November auf den Plan. Die Teuerungsrate für Waren und Dienstleistungen (CPI) fiel im September nur auf 8,2 von 8,3 Prozent im August, wie das Arbeitsministerium am Donnerstag in Washington mitteilte. Immerhin ließ der Preisdruck nunmehr zum dritten Mal in Folge nach. Die Preise sind aber laut Biden immer noch zu hoch: „Die Bekämpfung der globalen Inflation, die Länder auf der ganzen Welt und arbeitende Familien hier zu Hause betrifft, hat für mich oberste Priorität“, erklärte der US-Präsident.

Das Thema Inflation, das mit hohen Sprit- und Nahrungsmittelpreisen praktisch jeden Haushalt in den USA angeht, ist vor den Zwischenwahlen zum US-Kongress am 8. November in aller Munde. Gewählt wird das ganze Repräsentantenhaus und gut ein Drittel des Senats. Biden selbst steht nicht auf dem Wahlzettel. Sollten seine Demokraten jedoch die Mehrheit in nur einer der beiden Kongresskammern verlieren, könnten die Republikaner ihm das Regieren bis zur Präsidentschaftswahl 2024 erheblich erschweren.

Aus den Reihen der Republikaner wird Biden vorgeworfen, er habe mit seinen billionenschweren Krisenpaketen zur Stabilisierung der Wirtschaft in der Corona-Pandemie der Inflationswelle Vorschub geleistet. Seine Demokraten verweisen darauf, dass Biden eine lange und tiefe Rezession in den USA auch dank der massiven staatlichen Krisenpakete abgewendet habe.

Laut Biden zeigt der am Donnerstag veröffentlichte Verbraucherpreisindexbericht einige Fortschritte im Kampf gegen höhere Preise, aber es gebe noch mehr zu tun, erklärte das Weiße Haus.

Die Inflationsrate liegt trotz des jüngsten Rückgangs immer noch vier Mal so hoch wie von der US-Notenbank Fed angestrebt.

Bei den Währungshütern dürfte zudem Alarm auslösen, dass die sogenannte Kerninflationsrate – bei der Lebensmittel- und Energiepreise wegfallen – von 6,3 auf 6,6 Prozent anstieg. NordLB-Ökonom Bernd Krampen verweist darauf, dass dies einem neuerlichen 40-Jahreshoch entspricht: „Die erneute CPI-Horrorshow macht eine Zinsanhebung um 75 Basispunkte zur beschlossenen Sache“, so seine Prognose für die Fed-Sitzung am 2. November. 

Die Federal Reserve treibt den Leitzins seit Monaten in Riesenschritten nach oben, um die Inflation zu drücken. Im September erhöhte sie ihn bereits zum dritten Mal in Folge ungewöhnlich kräftig um einen Dreiviertel-Prozentpunkt. Er liegt damit aktuell in einer Spanne von 3,00 bis 3,25 Prozent. 

„US-Preise immer noch zu hoch“ – Biden schlägt vor Kongresswahlen Alarm

Quelle: Reuters

Titelfoto: Copyright [palinchak] /Depositphotos.com

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