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Sonntag, Januar 29, 2023

Ukraine aktuell 21.11.22

Expertenmeinungen

21. Nov (Reuters) – Es folgen Entwicklungen rund um den Krieg in der Ukraine. Zum Teil lassen sich Angaben nicht unabhängig überprüfen.

20.06 Uhr – Die UN-Atomenergiebehörde IAEA meldet keine unmittelbaren Bedenken an hinsichtlich der atomaren Sicherheit des von Russland besetzten Kernreaktors Saporischschja. Experten der Behörde hätten bei einer Besichtigung bestätigen können, dass trotz des jüngsten intensiven Beschlusses zentrale Anlagen intakt geblieben sein, heißt es in einer Erklärung der IAEA.

19.40 Uhr – Ukrainische Ermittler haben in der Region Cherson nach dem Abzug der russischen Besatzer vier mutmaßliche Folterstätten entdeckt, teilt das Büro des Generalstaatsanwaltes mit. Es seien dort unter anderem Gummiknüppel, Holzschläger und Handschellen entdeckt worden. In den Wänden hätten Kugeln gesteckt. „Verschiedene Foltermethoden, physische und psychische Gewalt wurden angewendet“, heißt es in der Stellungnahme.

18.00 Uhr – Verteidigungsministerin Christine Lambrecht unterstütz Polen bei der Absicherung seines Luftraums. „Polen ist unser Freund, Verbündeter und als Nachbar der Ukraine besonders exponiert“, teilt die SPD-Politikerin mit. „Zusammen mit meinem polnischen Kollegen Mariusz Blaszczak bin ich übereingekommen, Patriot-Flugabwehrsysteme nach Polen zu schicken und bei der Absicherung des polnischen Luftraums mit Eurofightern zu unterstützen.“ Die Details würden von Fachleuten gemeinsam ausgearbeitet.

15.00 Uhr – Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj ruft die Nato dazu auf, das von Russland kontrollierte ukrainische Kernkraftwerk Saporischschja vor Sabotage zu schützen. Gefährliche Zwischenfälle in ukrainischen Atomanlagen zu verhindern, sei im Interesse aller Nationen, sagt Selenskyj in einer Videobotschaft an die parlamentarische Versammlung der Nato in Madrid. Am Samstagabend und am Sonntagmorgen war es rund um das Atomkraftwerk zu mehr als einem Dutzend Explosionen gekommen. Russland und die Ukraine beschuldigen sich gegenseitig, für die Angriffe verantwortlich zu sein.

14.11 Uhr – „Mit Blick auf die notwendige finanzielle Unterstützung für die Ukraine sind wir uns einig, dass die EU gemeinsam vorangehen muss“, sagt Bundesfinanzminister Christian Lindner (FDP) nach einem Treffen mit seiner schwedischen Amtskollegin Elisabeth Svantesson. Schweden wird im ersten Halbjahr 2023 die EU-Ratspräsidentschaft übernehmen.

13.30 Uhr – Drohende Einnahme-Ausfälle in China schicken US-Kasinobetreiber auf Talfahrt. Die Aktien von Wynn, Las Vegas Sands und MGM fallen an der Wall Street vorbörslich um bis zu vier Prozent. Ihre in Hongkong gelisteten Titel1128.HK1928.HK2282.HK rutschen um bis zu acht Prozent ab. Auslöser der Verkäufe sind erneute Verschärfungen der Pandemie-Beschränkungen durch die Regierung in Peking.

12.27 Uhr – Die russische Aufsichtsbehörde für Atomenergie Rosatom warnt vor dem Risiko eines atomaren Zwischenfalls am ukrainischen AKW Saporischschja. Das berichtet die russische Nachrichtenagentur Tass. Am Wochenende war das Areal von Europas größtem Atomkraftwerk erneut unter Beschuss geraten.

12.27 Uhr – Die russische Aufsichtsbehörde für Atomenergie Rosatom warnt vor dem Risiko eines atomaren Zwischenfalls am ukrainischen AKW Saporischschja. Das berichtet die russische Nachrichtenagentur Tass. Am Wochenende war das Areal von Europas größtem Atomkraftwerk erneut unter Beschuss geraten.

11.59 Uhr – Die Bundesregierung und die polnische Regierung sind nach Angaben des Verteidigungsministeriums in Berlin in Gesprächen sowohl über den Einsatz deutscher Patriot-Systeme als auch eines sogenannten Airpolicings für das osteuropäische Land. „Wir freuen uns über das Interesse“, sagt ein Sprecher zu dem deutschen Angebot, nach dem Einschlag einer Rakete in Polen Patriot-Luftabwehrsysteme zur Verfügung zu stellen. Wie die deutsche Hilfe genau aussehen soll, könne man noch nicht sagen.

11.06 Uhr – Polens Verteidigungsminister will zusätzliche Patriot-Luftabwehrsysteme an die Grenze zur Ukraine in Stellung bringen. Das twittert Mariusz Blaszczak. Deutschland hatte zuvor angeboten, Polen das Raketenabwehrsystem zur Verfügung zu stellen. 

02.00 Uhr – Deutschland will Polen das Raketenabwehrsystem Patriot zur Verfügung stellen. „Wir haben Polen angeboten, bei der Absicherung des Luftraums zu unterstützen – mit unseren Eurofightern und mit Patriot-Luftverteidigungssystemen“, sagt Verteidigungsministerin Christine Lambrecht (SPD) der „Rheinischen Post“. Als Konsequenz aus dem Vorfall in der vorigen Woche in Polen müsse die Luftverteidigung im Nato-Bündnis besser aufgestellt werden. „Das gilt besonders mit Blick auf die Nato-Partner wie Polen, die Slowakei und die baltischen Staaten, die direkt an Russland und die Ukraine angrenzen.“ Vor einigen Tagen war eine verirrte Rakete in Polen abgestürzt, dabei starben zwei Menschen. Das Geschoss wurde nach Angaben von Nato-Chef Jens Stoltenberg offenbar von der ukrainischen Luftabwehr abgefeuert und nicht von Russland. Bodengestützte Luftabwehrsysteme wie das Patriot sind darauf ausgelegt, ankommende Raketen abzufangen.

01.01 Uhr – Der Chef der Internationalen Atomenergie-Organisation (IAEO), Rafael Grossi, bezeichnet die Explosionen bei dem von Russland kontrollierten ukrainischen Kernkraftwerk Saporischschja als äußerst beunruhigend. „Auf dem Gelände dieses großen Kernkraftwerks kam es zu Explosionen, was völlig inakzeptabel ist. Wer auch immer dahinter steckt, es muss sofort aufhören. Wie ich schon oft gesagt habe, spielen sie mit dem Feuer“, erklärt Grossi. IAEO-Mitarbeiter würden die Sicherheit des Kernkraftwerks am Montag untersuchen. Der russische Betreiber Rosenergoatom teilt mit, dass es Beschränkungen für die IAEO-Inspekteure geben werde. „Wenn sie eine Anlage inspizieren wollen, die nichts mit der nuklearen Sicherheit zu tun hat, wird ihnen der Zugang verweigert“, sagt Renat Karchaa, ein Berater des Rosenergoatom-Chefs, der Nachrichtenagentur Tass. Der wiederholte Beschuss der Anlage in der Süd-Ukraine weckt Befürchtungen vor einen erneuten Atomunfall wie im rund 500 Kilometer entfernten Tschernobyl 1986.

Ukraine aktuell 21.11.22

Quelle: Reuters

Titelfoto: Symbolfoto

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