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Montag, Februar 6, 2023

Ukraine aktuell 05.12.22

Expertenmeinungen

05. Dez – Es folgen Entwicklungen rund um den Krieg in der Ukraine. Zum Teil lassen sich Angaben nicht unabhängig überprüfen.

17.30 Uhr – In der Republik Moldau ist nahe der Grenze zur Ukraine einem Medienbericht zufolge eine Rakete niedergegangen. Die Polizei habe Reste des Geschosses im Norden des Landes gefunden, wie das staatliche Nachrichtenportal Prima Sursa die Polizei zitiert. Die Behörden der Ex-Sowjetrepublik äußerten sich zunächst nicht zu dem Vorfall, der während einer neuen Welle russischer Raketenangriffe auf die Ukraine gemeldet wurde. Das ukrainische Außenministerium fordert als Reaktion erneut mehr Raketenabwehrsysteme von westlichen Verbündeten. „Dies beweist einmal mehr, dass der russische Raketenterror eine große Bedrohung nicht nur für die Sicherheit der Ukraine, sondern auch für die Sicherheit der Nachbarländer darstellt“, sagt ein Sprecher. Ende Oktober waren Trümmer einer russischen Rakete in einem nordmoldawischen Dorf niedergegangen, die von der ukrainischen Luftabwehr abgeschossen worden war.

16.53 Uhr – Die Ukraine hat nach Angaben ihres Oberkommandos der Luftwaffe am Montag einen Großteil der russischen Raketen abgeschossen, die das Land treffen sollten. Mehr als 60 der über 70 Geschosse seien abgefangen worden. Der Beschuss habe die kritische Infrastruktur der Ukraine zum Ziel gehabt. 

16.50 Uhr – Russlands Präsident Wladimir Putin fährt mit einem Mercedes über die zuletzt schwer beschädigte Krim-Brücke, die Südrussland mit der annektierten ukrainischen Halbinsel Krim verbindet. Putin, der vom stellvertretenden Ministerpräsidenten Marat Chusnullin begleitet wird, ist im staatlichen Fernsehen hinter dem Steuer des Autos zu sehen, während er Fragen zum jüngsten Anschlag stellt. Die 19 Kilometer lange Brücke, die als Vorzeige-Infrastrukturprojekt 2018 persönlich von Putin eingeweiht worden war, wurde am 8. Oktober bei einem Anschlag bombardiert, für den Russland die Ukraine verantwortlich macht. „Wir fahren auf der rechten Seite“, sagt Putin, als er über die Brücke fährt. „Die linke Seite der Brücke ist, soweit ich weiß, funktionstüchtig, aber sie muss noch fertiggestellt werden“, sagt der Präsident. „Sie hat noch ein wenig gelitten, wir müssen sie in einen idealen Zustand bringen.“ Putin geht auch über Teile der Brücke, um Abschnitte zu besichtigen, die noch sichtbar verbrannt sind.

16.41 Uhr – Nach Angaben der Regierung in Kiew sind bei den neuen russischen Raketenangriffen auch drei ukrainische Kraftwerke beschossen worden. Das landesweite Stromnetz sei aber weiter intakt, schreibt Ministerpräsident Denys Schmyhal auf Telegram. Bei den beschossenen Kraftwerken handele es sich um jene in den Regionen Kiew, Winnyzja und Odessa. Aufgrund der Angriffe gebe es in einigen Regionen Stromausfälle.

16.05 Uhr – Nach russischen Angriffen auf die Energieinfrastruktur sind 40 Prozent der Region Kiew ohne Strom, wie die Verwaltung mitteilt. Es gebe keine „kritischen Konsequenzen“ der Angriffe. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj erklärt, die Luftabwehr habe die meisten russischen Raketen am Montag abgeschossen. Es liefen bereits Arbeiten, um die Stromversorgung wiederherzustellen. 

12.34 Uhr – In vielen Teilen der Ukraine gibt es Luftalarm. Sirenen heulten, teilen örtliche Behörden mit. Die Menschen seien dringend aufgerufen, Schutz zu suchen.

10.12 Uhr – Die Ukraine und die Vereinigten Arabischen Emirate kündigen an, dass sie Gespräche über ein bilaterales Handelsabkommen aufnehmen wollen. Das umfassende Wirtschaftspartnerschaftsabkommen CEPA solle Mitte kommenden Jahres abgeschlossen werden, teilt das Wirtschaftsministerium der Emirate mit. Es wäre ihr erstes Abkommen dieser Art mit einem europäischen Land. Der arabische Golf-Staat hat sich um Neutralität im Krieg zwischen Russland und der Ukraine bemüht, obwohl westliche Staaten die Ölproduzenten am Golf drängen, Russland, das der Opec+ angehört, zu isolieren. Die Vereinigten Arabischen Emirate haben wiederholt zu einer diplomatischen Lösung des Konfliktes aufgerufen.

09.30 Uhr – Von Russland unterstützte Militärvertreter in der ostukrainischen Region Luhansk melden laut der staatlichen Nachrichtenagentur Tass den Tod von neun Menschen in der Stadt Altschewsk. Sie seien ums Leben gekommen, nachdem die Ukraine den russisch-kontrollierten Ort beschossen habe. 

08.15 Uhr – Bei einer Explosion auf einem russischen Flugplatz in der Nähe der Stadt Rjasan etwa 200 Kilometer südöstlich von Moskau sind laut einem Bericht der Nachrichtenagentur Ria Novosti drei Menschen ums Leben gekommen. Sechs weiter seien verletzt worden. Zur Ursache der Detonation lagen zunächst keine Angaben vor. 

01.00 Uhr – Der ukrainische Generalstaatsanwalt Andrej Kostin sieht verstärkt sexuelle Gewalt durch russische Soldaten im Ukraine-Krieg. „Vor vier Monaten wurden 40 Fälle von sexueller Gewalt registriert. Mittlerweile liegt die Zahl bei mehr als 110 Fällen – Tendenz stark steigend. Aber die Dunkelziffer ist viel höher. Alle Geschlechter und alle Altersklassen sind betroffen, Kinder ebenso wie Alte“, sagt Kostin den Zeitungen der Funke Mediengruppe und dem französischen Blatt „Ouest-France“. Der Wille der Bürger, insbesondere in den besetzten Gebieten, solle gebrochen werden. „Sie wollen andere einschüchtern und abschrecken.“ Es sei zwar nicht leicht, die gesamte militärische Befehlskette nachzuverfolgen. „Wir haben aber viele Fälle entdeckt, bei denen der russische Kommandeur Vergewaltigungen angeordnet oder zumindest unterstützt hat.“

Ukraine aktuell 05.12.22

Quelle: Reuters

Titelfoto: Symbolfoto

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