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Mittwoch, Februar 1, 2023

Russland zieht Truppen in Region Cherson weiter zurück

Expertenmeinungen

Cherson, 15. Nov (Reuters) – Nach dem Abzug aus der südukrainischen Stadt Cherson gibt es Anzeichen dafür, dass die russischen Streitkräfte weiteres Gebiet räumen. Auf Video-Material vom Dienstag war zu sehen, wie Ortschaften am Ostufer des Dnipro und weiter östlich geräumt sind. In Oleschky, das gegenüber von Cherson liegt, wurden Bilder von verlassenen russischen Bunkern gezeigt. Die von Russland installierten Behörden erklärten, sie würden sich auch aus Nova Kachowka weiter östlich am Ufer des Flusses zurückziehen. Das Gebiet liegt in der Nähe eines strategisch wichtigen Staudamms. 

Natalja Humenjuk, eine Sprecherin des ukrainischen Militärs, sagte, es sehe ganz danach aus, dass die russischen Truppen etwa 15 bis 20 Kilometer östlich des Dnipros Stellung bezögen, um sich besser gegen Angriffe verteidigen zu können. Die russischen Streitkräfte seien aber immer noch in der Lage, von ihren Positionen aus die Stadt Cherson mit Raketen zu erreichen. „Aber wir haben auch etwas, um darauf zu antworten“, sagte Humenjuk. Präsident Wolodymyr Selenskyj sagte zugeschaltet zum G20-Gipfel in Indonesien, die Ukraine werde in ihren Bemühungen nicht nachlassen, um die russischen Truppen aus dem Land zu jagen. „Ich bin überzeugt, jetzt ist die Zeit gekommen, in der der destruktive russische Krieg gestoppt werden muss und kann.“

„KRAFTVOLLE REDE“ 

Cherson ist eines der vier Gebiete, die Russland völkerrechtswidrig annektiert hat. Dessen ungeachtet zogen sich die Truppen aus der gleichnamigen Stadt vergangene Woche zurück. Die einziehenden ukrainischen Soldaten wurden von der Bevölkerung mit viel Jubel empfangen. Russland hatte zunächst erklärt, seine Truppen am Ostufer des Dnipro stabilisieren zu wollen. Aber in einem im Gebiet von Oleschky gefilmten Video war keine russische Präsenz festzustellen. Reuters konnte den Ort, an dem das Video gedreht wurde, anhand mehrerer bekannter Gebäude verifizieren. Das Gebiet liegt nur zwei Autostunden entfernt von der ukrainischen Halbinsel Krim, die Russland bereits 2014 völkerrechtswidrig annektiert hatte. 

In der ukrainischen Hauptstadt Kiew waren einem Reuters-Korrespondenten zufolge am Dienstagnachmittag mindestens zwei Explosionen zu hören. Rauch sei über der Stadt zu sehen, berichtete der Reporter der Nachrichtenagentur vor Ort. Nur wenige Stunden vorher hatte sich der ukrainische Präsident Selenskyj an die Staats- und Regierungschefs der 20 führenden Industrie- und Schwellenländer gewandt. „Russland reagiert auf Selenskyjs kraftvolle Rede beim G20 mit einem neuen Raketenangriff“, schrieb Andrij Jermak, Stabschef von Selenskyj, auf Twitter. Bei dem Gipfel auf Bali zeichnete sich ab, dass die überwiegende Mehrheit den russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine verurteilen würden.

Russland zieht Truppen in Region Cherson weiter zurück

Quelle: Reuters

Titelfoto: Bild von Jørgen Deleuran auf Pixabay

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