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Sonntag, Dezember 4, 2022

Preise im deutschen Großhandel steigen nicht mehr ganz so stark

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Berlin, 14. Jul (Reuters) – Der Preisanstieg der deutschen Großhändler ebbt weiter ab. Die Preise stiegen im Juni zwar durchschnittlich um 21,2 Prozent zum Vorjahresmonat und damit weiter deutlich, wie das Statistische Bundesamt am Donnerstag mitteilte. Der Zuwachs schwächte sich damit aber den zweiten Monat in Folge leicht ab. Im April hatte es mit 23,8 Prozent noch das größte Plus seit Beginn der Berechnungen 1962 gegeben. Von Mai auf Juni legten die Großhandelspreise nur noch minimal um 0,1 Prozent zu. „Die Auswirkungen des Kriegs in der Ukraine auf die Großhandelspreise sind wie bereits in den beiden Vormonaten besonders im Großhandel mit Rohstoffen und Energieträgern, aber auch mit Lebensmitteln zu beobachten“, erklärten die Statistiker. 

Grund für die anziehenden Preise der Großhändler ist, dass viele Rohstoffe und Vorprodukte teurer geworden sind. Mit 62 Prozent war der Preisanstieg im Geschäft mit Mineralölerzeugnissen besonders groß. Die Entwicklung der Großhandelspreise gilt als Indikator für zukünftige Inflationstendenzen, da der Großhandel das Scharnier zwischen Herstellern und Endkunden darstellt und höhere Kosten am Ende zumindest teilweise bei den Konsumenten landen dürften. 

Angetrieben von teurer Energie waren die deutschen Verbraucherpreise im Mai so stark gestiegen wie seit annähernd 50 Jahren nicht mehr. Waren und Dienstleistungen kosteten durchschnittlich 7,9 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Im Juni sank die Inflationsrate wegen des Tankrabatts und des Neun-Euro-Tickets dann leicht auf 7,6 Prozent.

Preise im deutschen Großhandel steigen nicht mehr ganz so stark

Copyright: (c) Copyright Thomson Reuters 2022

Titelfoto: Symbolfoto

Wichtige Entwicklungen zur Ukraine.

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