Freitag, Februar 23, 2024
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Neuer britischer Finanzminister kündigt schwierige Entscheidungen an

London, 15. Okt (Reuters) – Einen Tag nach der Entlassung seines Vorgängers hat der neue britische Finanzminister Jeremy Hunt die Bürger auf die Erhöhung einiger Steuern eingestimmt. „Wir werden einige sehr schwierige Entscheidungen treffen müssen“, sagte er am Samstag, als er britischen Sendern wie Sky News und der BBC Interviews gab. „Einige Steuern werden nicht so schnell gesenkt werden, wie die Menschen es sich wünschen, und einige Steuern werden steigen.“ Was die Bürger und die Finanzmärkte wollten und das Land brauche, sei Stabilität. Er könne die Märkte nicht kontrollieren. „Aber ich kann zeigen, dass wir unsere Steuer- und Ausgabenpläne bezahlen können.“ Die Ausgaben der Regierung würden allerdings nicht so stark steigen wie die Bürger es wollten. 

Hunt will einem Bericht der Zeitung „Sunday Times“ zufolge eine geplante Senkung der Einkommensteuer verschieben. Demnach geht das unabhängige Haushaltsbüro OBE davon aus, dass bis 2027/2028 in den Staatsfinanzen eine Lücke von 72 Milliarden Pfund klaffen dürfte. „In den vergangenen Wochen wurden Fehler gemacht. Deswegen sitze ich hier. Es war ein Fehler, den Spitzensteuersatz zu senken in einer Zeit, in der von jedem Opfer verlangt werden“, sagte Hunt. Er stimme mit Premierministerin Truss überein, dass die britische Wirtschaft angekurbelt werden müsse. Aber ihr Ansatz habe nicht funktioniert. Hunt soll am 31. Oktober die mittelfristigen Haushaltspläne der Regierung vorlegen. Er ist der vierte britische Finanzminister in vier Monaten. Seit weniger als 40 Tagen im Amt muss inzwischen auch Truss um ihren Posten kämpfen. 

Am Freitag hatte Premierministerin Liz Truss Finanzminister Kwasi Kwarteng entlassen und Hunt zu seinem Nachfolger ernannt. Seit Kwarteng Ende September Details zu Steuerplänen bekanntgegeben hatte, die über Schulden finanziert werden sollten, war es zu Turbulenzen an den Finanzmärkten gekommen, da es Zweifel an der Finanzierbarkeit gab. Die britische Notenbank musste mit Anleihenkäufen eingreifen. Kwarteng wollte die Unternehmenssteuer eigentlich bei 19 Prozent einfrieren. Truss machte am Freitag die Kehrtwende und will die Steuer im kommenden April auf 25 Prozent anheben. Das soll 18 Milliarden Pfund (20,7 Milliarden Euro) zusätzlich im Jahr für die Staatskasse bringen.

Neuer britischer Finanzminister kündigt schwierige Entscheidungen an

Quelle: Reuters

Titelfoto: Symbolfoto

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