Kreml räumt neue „wirtschaftliche Realität“ ein – Putin lädt zu Krisentreffen

Date:

Moskau, 28. Feb (Reuters) – Das russische Präsidialamt hat eingeräumt, dass die verschärften westlichen Sanktionen wegen der Ukraine-Invasion ihre Spuren hinterlassen. „Die wirtschaftliche Realität hat sich erheblich verändert“, sagte Sprecher Dmitri Peskow am Montag in Moskau vor Reportern.

„Das sind schwere Sanktionen, sie sind problematisch. Aber Russland hat das Potenzial, den Schaden zu kompensieren.“ Russland habe schon lange Pläne in der Schublade, um auf alle möglichen Sanktionen antworten zu können. „Es gibt Reaktionspläne, sie wurden entwickelt und werden umgesetzt, sobald Probleme auftauchen“, sagte Peskow.

Präsident Wladimir Putin hat ein Krisentreffen anberaumt, bei dem es um die wirtschaftliche Lage gehen soll. Daran sollen Zentralbankchefin Elvira Nabiullina, Finanzminister Anton Siluanow und der Vorstandsvorsitzende der Großbank Sberbank, German Gref, teilnehmen.

Die Zentralbank hat bereits ihren Leitzins von 9,5 auf 20,0 Prozent angehoben, um den drastischen Verfall der Landeswährung Rubel zu bremsen. „Wir hatten keinen Grund, an der Effektivität und Zuverlässigkeit unserer Zentralbank zu zweifeln“, sagte Peskow. „Es gibt auch jetzt keinen Grund, daran zu zweifeln.“ 

Besonders das Einfrieren der Devisenreserven der russischen Zentralbank durch westliche Länder zeigte Wirkung. Peskow sagte, die gegen Präsident Putin selbst erhobenen Sanktionen seien sinnlos. Putin sei das „ziemlich gleichgültig“, sagte sein Sprecher. „Die Sanktionen enthalten absurde Behauptungen über einige Vermögenswerte.“

Kreml räumt neue „wirtschaftliche Realität“ ein – Putin lädt zu Krisentreffen

Copyright: (c) Copyright Thomson Reuters 2022

Titelfoto: Symbolfoto 

Wichtige Entwicklungen zur Ukraine.

FUNDSCENE DAILY NEWS

FUNDSCENE DAILY NEWS - erhalte ab sofort alle wichtigen Nachrichten des Tages um 19 Uhr kostenlos per eMail in dein Postfach!

Wir senden keinen Spam! Erfahre mehr in unserer Datenschutzerklärung.

Das könnte dir auch gefallen

Berlin denkt an Maßnahmen nach Uiguren-Bericht – Kritik aus China

Berlin/Peking, 25. Mai (Reuters) - Die Bundesregierung denkt noch über Konsequenzen nach den neuesten Enthüllungen über Menschenrechtsverletzungen gegen die muslimische Minderheit der Uiguren in China nach. Dazu gebe es noch...

Spanien und Großbritannien warnen vor russischen Aktivitäten in Afrika

Madrid, 25. Mai (Reuters) - Spanien und Großbritannien fordern Maßnahmen der Nato gegen russische Aktivitäten in Afrika. Die Ausweitung der Einsätze von Soldaten oder Söldnern in...
spot_img
spot_img

The latest

Share post:

Popular

Breaking