Zum Weltklimabericht: Kering setzt auf nachhaltige Landnutzung durch Biodiversität

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Ein Kommentar von Zehrid Osmani, Leiter für globale, langfristige und indexunabhängige Strategien bei Martin Currie, einem Teil von Franklin Templeton:

Für zahlreiche Unternehmen hat die Erfassung der Auswirkungen ihrer Geschäftstätigkeit auf die biologische Vielfalt keine Priorität. Unserer Ansicht nach müssen Unternehmen ihre Auswirkungen in einem weiter gefassten Sinne bewerten, indem sie das Gesamtsystem ihrer Geschäftigkeit erfassen: von den Rohmaterialien über die Endfertigung bis hin zur Nutzung und zum Ende des Lebenszyklus der von ihnen hergestellten Produkte.

Die Tätigkeit und Lieferketten von Konsumunternehmen können die Artenvielfalt erheblich beeinflussen, aber ihnen kommen auch robustere Lieferketten, zuverlässigere Beschaffungsquellen und ein besserer Ruf bei verantwortungsbewussten Verbrauchern zugute. Im Vergleich zu anderen Sektoren sehen wir durch unsere direkten Engagements starke Zusagen für Verbesserungen im Konsumgüterbereich.

Ein gutes Beispiel hierfür ist das in Frankreich ansässige Unternehmen Kering, ein Anbieter von Luxusartikeln. Im Zuge unserer Gespräche konnten wir feststellen, dass der Konzern 2020 eine neue Strategie für biologische Vielfalt ausgearbeitet hat.

Kering arbeitet bereits intensiv mit externen Partnern zusammen, um die durchgängigen Auswirkungen der Wertschöpfungskette und die Wesentlichkeit dieser Auswirkungen auf das Klima anhand einer ökologischen Gewinn- und Verlustrechnung sinnvoll zu messen. Die Unternehmensführung hat erkannt, dass die bedeutende Auswirkung seiner Lieferkette, d. h. insbesondere bei der Rohstoffproduktion, auftreten und in der Kategorie „Landnutzung“ weiteraus größer sind.

So suchen sie nach Lösungen und Ausgleichsmechanismen. Ihre Produkte haben ihren Ursprung in landwirtschaftlichen Betrieben, auf Feldern, in Wäldern und anderen Ökosystemen auf der ganzen Welt. Das Unternehmen erkennt an, dass die Natur innerhalb der Lieferkette geschützt werden muss und setzt sich darüber hinaus für transformative Maßnahmen ein.

Konkret verpflichtet die neue Bioversitätsstrategie von Kering den Konzern zu einer positiven Nettoauswirkung auf die biologische Vielfalt bis zum Jahr 2025. Das will das Unternehmen durch Regenerierung und Schutz eines Gebietes erreichen, das rund das Sechsfache seiner gesamten Landfläche misst, einschließlich einer Million Hektar kritischer „unersetzlicher“ Lebensräume außerhalb der Lieferkette. Angesichts seiner starken Stellung in der Lieferkette ist eine nachhaltige Beschaffung für das Vorhaben um biologische Vielfalt besonders wichtig.

Zum Weltklimabericht: Kering setzt auf nachhaltige Landnutzung durch Biodiversität

Foto von Zehrid Osmani (Quelle: Martin Currie / Franklin Templeton)

Wichtige Entwicklungen zur Ukraine.

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