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Montag, Dezember 5, 2022

Holcim zahlt für Beilegung von Syrien-Vorwürfen 778 Mio Dollar

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New York/Zürich, 18. Okt – Eine Tochtergesellschaft des Schweizer Zementkonzerns Holcim hat sich vor einem US-Gericht der Unterstützung der Extremisten-Organisation Islamischer Staat schuldig bekannt. Lafarge sei bereit, eine Geldstrafe von 777,8 Millionen Dollar zu zahlen, teilte Holcim am Dienstag mit. Mit dem Vergleich schließe das US-Justizministerium das Verfahren gegen Lafarge und die bereits aufgelöste syrische Tochtergesellschaft ab.

Mit dem Geständnis vor dem Bundesgericht in Brooklyn hat sich zum ersten Mal ein Unternehmen in den USA schuldig bekannt, eine terroristische Organisation materiell unterstützt zu haben. Lafarge war vorgeworfen worden, nach Ausbruch des Bürgerkrieges in Syrien 2011 eine Fabrik dort weiterbetrieben zu haben.

Die Aktivitäten ehemaliger Lafarge-Führungskräfte spielten sich im Zeitraum von August 2013 bis Oktober 2014 ab, als Lafarge Cement Syria ihre Geschäftstätigkeit bereits eingestellt habe. Holcim hatte Lafarge erst 2015 übernommen. Die Schweizer hatten nach einer internen Untersuchung zugegeben, dass die syrische Tochter bewaffnete Gruppen für den Schutz der Mitarbeiter des Werks bezahlt hatte.

In Paris ist Lafarge auch wegen Beihilfe zu Verbrechen gegen die Menschlichkeit angeklagt. Diese Anschuldigung hat der Konzern zurückgewiesen. „Lafarge SA kooperiert weiterhin uneingeschränkt mit den französischen Behörden bei der Untersuchung der Vorgänge und wird sich gegen alle gerichtlichen Maßnahmen wehren, die es im Rahmen des französischen Verfahrens als ungerechtfertigt ansieht“, hieß es in der Mitteilung.

Holcim zahlt für Beilegung von Syrien-Vorwürfen 778 Mio Dollar

Quelle: Reuters

Titelfoto: Symbolfoto

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