Habeck rechnet wegen Ukraine-Konflikt mit weiter steigenden Gaspreisen

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Düsseldorf/Berlin, 22. Feb (Reuters) – Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck rechnet wegen des Konflikts in der Ukraine mit weiter steigenden Gaspreisen. „Krieg treibt die Preise, die fossilen Preise nach oben“, sagte der Grünen-Politiker am Dienstag in Düsseldorf.

Dafür sei alleine Russlands Präsident Wladimir Putin verantwortlich. Mindestens kurzfristig sei mit steigenden Gaspreisen zu rechnen, nachdem die Ölpreise schon angezogen seien. „Wenn die Zukunft ungewisser ist, ist zu befürchten, dass die Preise nach oben gehen.“

Allerdings hänge dies beim Gas auch immer stark vom Angebot ab und die Menge an Flüssiggas sei zuletzt ausgeweitet worden. 

Habeck ergänzte, Deutschland sei beim Gasverbrauch zu 55 Prozent von russischen Quellen abhängig. Dies sei eine zu starke Abhängigkeit von einem Anbieter. „Die gilt es zu überwinden.“ Ziel müsse es sein, so schnell wie möglich aus fossilen Energien auszusteigen, auch Erdgas.

Die Versorgungssicherheit sei gewährleistet, ergänzte Habeck. Dies müsse auch weiter geleistet werden, das sei seine Aufgabe. „Der Strom muss irgendwo herkommen und die Wärme muss irgendwo herkommen.“ 

Habeck warf Putin nach der Anerkennung der Unabhängigkeit der selbst ernannten Volksrepubliken Donezk und Luhansk in der Ost-Ukraine einen schweren Bruch des Völkerrechts vor. „Das kann nicht ohne Reaktion bleiben. Darauf sind wir eingestellt.“ Weitere Sanktionen würden folgen. Die geopolitische Lage mache eine Neubewertung der Ostsee-Pipeline Nord Stream 2 zwingend nötig.

Habeck rechnet wegen Ukraine-Konflikt mit weiter steigenden Gaspreisen

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Titelfoto: Symbolfoto

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