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Donnerstag, Februar 2, 2023

Großbritannien beendet Beteiligung an UN-Einsatz in Mali

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London, 14. Nov (Reuters) – Großbritannien beendet seine Teilnahme am UN-Friedenseinsatz Minusma in Mali. Der Staatssekretär im Verteidigungsministerium, James Heappey, begründete am Montag den Abzug der 300 britischen Soldaten im Parlament in London mit dem Verhalten der Militärregierung in dem afrikanischen Land. Diese sei nicht zur Zusammenarbeit bereit. Heappey verwies zudem auf den von der Militärregierung gewünschten Einsatz der russischen Söldnertruppe Wagner. Dies sei kontraproduktiv für die Sicherheit in der Region. 

Der Abzug der Briten dürfte auch in Deutschland die Debatte über die Beteiligung an dem UN-Einsatz befeuern. Im Sommer hatten die in Mali eingesetzten Bundeswehr-Soldaten ihren operativen Einsatz wegen Einschränkungen der malischen Regierung zeitweise ausgesetzt. Die Bundesregierung lehnt den Einsatz russischer Söldner in Mali entschieden ab. 

Bereits im Februar hatte Frankreich den Einsatz seiner Soldaten in Mali für beendet erklärt und mit dem Abzug begonnen. Die europäischen Staaten und auch Deutschland hatten sich in den vergangenen Jahren in der Sahel-Zone verstärkt engagiert, weil diese als wichtig für die Stabilität und Sicherheit der EU-Südgrenze angesehen wird. In der Region sind extremistische Milizen wie der IS aktiv. Außerdem verlaufen durch die Länder wichtige Routen der Migration und des Schmuggels Richtung EU.

Die malischen Militärs haben sich 2020 an die Regierung geputscht. Sie weigern sich, baldmöglichst Wahlen anzusetzen und weisen entsprechende Aufforderungen der EU zurück. Die Westafrikanische Wirtschaftsgemeinschaft Ecowas fordert, dass Mali im kommenden Jahr zur Demokratie zurückkehren muss.

Großbritannien beendet Beteiligung an UN-Einsatz in Mali

Quelle: Reuters

Titelfoto: Bild von falco auf Pixabay

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