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Freitag, Februar 3, 2023

Bundesweite Arbeitsmarktanalyse: Nachfrage nach Freelancern steigt deutlich

Expertenmeinungen

Seit Juli ist das Stellenangebot für Freelancer:innen in den 30 größten Städten Deutschlands durchschnittlich um 13 Prozent gestiegen. Die Hamburger Freelancer-Plattform WorkGenius (www.workgenius.de) hat die aktuellen Stellenanzeigen analysiert und mit Daten vom Juli 2022 verglichen: In Großstädten wie Berlin und München gibt es weiterhin die meisten offenen Stellen. In Mannheim ist die Nachfrage seit dem Sommer am stärksten gestiegen.

In 22 Städten ist die Nachfrage gestiegen
Der Markt für Freelancer:innen wächst, immer mehr Unternehmen schreiben Stellen für Freiberufler:innen aus. Den größten Anstieg verzeichnet Mannheim mit 52 Prozent. In der baden-württembergischen Universitätsstadt gibt es aktuell 340 Stellen – 116 mehr als im Sommer. Ebenfalls stark gestiegen ist der Bedarf in Bremen (40 Prozent) und Duisburg (39 Prozent). In den beiden Städten werden derzeit 320 bzw. 188 Freelancer:innen gesucht (plus 91 bzw. 53 Stellen).

Mehr als 12.890 Freelancer:innen werden bundesweit gesucht
Die Nachfrage in Deutschlands Metropolen ist weiterhin am größten: Insgesamt gibt es in Berlin 1.784 verfügbare Jobs (plus ein Prozent), gefolgt von München mit 1.281 und Hamburg mit 1.045 Stellen. Die drei Städte führten auch bereits das vorherige Ranking an. In München und Hamburg ist die Zahl der offenen Positionen im Gegensatz zur Hauptstadt aber zurückgegangen (minus vier bzw. sieben Prozent).

Der Bedarf an Freelancer:innen in Gelsenkirchen weiterhin am niedrigsten
Was die Schlusslichter des Rankings angeht, hat sich ebenfalls wenig getan: In Gelsenkirchen sind aktuell nur 66 Angebote für Freelancer:innen ausgeschrieben, in Kiel 97 und in Mönchengladbach 90 Stellen. Während in Gelsenkirchen und Kiel die Nachfrage nach Freiberufler:innen damit gesunken ist (23 bzw. 11 Prozent), verzeichnet Mönchengladbach sogar einen Anstieg von 31 Prozent.

Nach Gelsenkirchen ist das Jobangebot in Wiesbaden besonders stark zurückgegangen
In der Ruhrpott-Stadt werden nicht nur die wenigsten Freelancer:innen gesucht, die Nachfrage ist seit Sommer auch am meisten gesunken. Den zweitgrößten Rückgang an Stellenangeboten verzeichnet die hessische Landeshauptstadt Wiesbaden. Rund 15 Prozent weniger Anzeigen sind aktuell online zu finden (171 statt 202 Stellen). Auf dem dritten Platz des Negativrankings liegt Nürnberg mit einem Rückgang von 12 Prozent (552 statt 629 Stellen). Deutschlands nördlichste Hauptstadt Kiel verfehlt das Verlierertreppchen mit 11 Prozent nur knapp (86 statt 97 Stellen).

„Der Fachkräftemangel ist immer noch ein allgegenwärtiges Thema, das die Unternehmen verschiedener Branchen seit Monaten beschäftigt. Der steigende Bedarf an Freelancer:innen zeigt: Weil Vakanzen nicht mit festangestellten Mitarbeiter:innen besetzt werden können, ziehen immer mehr Firmen den Einsatz von Freiberufler:innen in Betracht. Die Kooperation mit Freelancer:innen muss sich auch gar nicht zwingend auf nur einige Stunden in der Woche oder auf einen Zeitraum von wenigen Wochen beschränken. Bei WorkGenius zielen wir vor allem darauf ab, Unternehmen und Freelancer:innen für langzeitige Projekte zusammenzubringen. Das erspart den Firmen komplizierte Recruitingprozesse, sie verlieren keine Zeit und damit auch kein Geld – denn vakante Stellen kosten den suchenden Unternehmen nicht unerhebliche Summen“, so Daniel Barke, CEO von WorkGenius.

Über die Untersuchung
WorkGenius untersuchte die Ausschreibungen auf dem Jobportal Indeed auf das Keyword „Freelancer“ in den 30 größten deutschen Städten nach Einwohner:innenzahl. Stand der Untersuchung ist der 27. Oktober 2022 um 13:00 Uhr. Die Vergleichsdaten wurden am 14. Juli 2022 erhoben. Chemnitz wurde in der Analyse exkludiert, weil keine Daten vom Sommer vorliegen.

Bundesweite Arbeitsmarktanalyse: Nachfrage nach Freelancern steigt deutlich

Bild WorkGenius Gründer Daniel Barke und Marlon Rosenzweig

Quelle Tonka GmbH

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