Freitag, Juli 12, 2024
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Europas Börsen steigen nach US-Jobdaten

Frankfurt, 02. Sep – Europas Börsen haben ihre Kursgewinne nach robusten US-Arbeitsmarktdaten am Freitagnachmittag ausgebaut. Der Dax kletterte um zwei Prozent auf 12.877 Punkte, der EuroStoxx50 zog 1,3 Prozent auf 3500 Zähler an. An den US-Börsen deutete sich eine freundliche Eröffnung an. In den USA sind im August mit 315.000 etwas mehr neue Stellen geschaffen worden als erwartet. Allerdings schwächte sich der Zuwachs im Vergleich zum Vormonat wie erwartet merklich ab. Die Arbeitslosenquote stieg auf 3,7 von zuvor 3,5 Prozent.

Das sei das ideale Szenario für Anleger, die nun wüssten, dass die Notenbank Fed die Zinsen wohl kaum längerfristig aggressiv anheben werde, sagte Naeem Aslam, Chef-Marktanalyst des Brokerhauses AvaTrade. Für September halten Ökonomen eine erneute Anhebung der Zinsen durch die Notenbank Fed im September um 75 Basispunkte für wahrscheinlich. Um der ausufernden Inflation Herr zu werden, hat die US-Notenbank den Leitzins zuletzt zwei Mal in Folge kräftig angehoben – auf die Spanne von 2,25 bis 2,50 Prozent. Die US-Währung, die seit Wochen wegen der Aussicht auf kräftig steigende Zinsen im Aufwind ist, gab nach den Daten nach. Der Dollar-Index verlor 0,2 Prozent auf 109,4660 Punkte. Der Euro handelte knapp über der Parität zum Dollar.

GAS- UND STROMPREISE IM RÜCKWÄRTSGANG

Am Energiemarkt fielen die Preise spürbar. Bei der Ostsee-Pipeline Nord Stream 1 weckten Buchungsdaten Hoffnungen auf eine Wiederaufnahme der von Russland unterbrochenen Gaslieferungen am Samstag. Der europäische Erdgas-Future verlor bis zu elf Prozent und stand am Nachmittag rund fünf Prozent tiefer bei 222 Euro je Megawattstunde. Vor einer Woche war er noch auf den Rekordwert von 343 Euro gestiegen. Nach Einschätzung von LBBW-Analyst Michael Köhler bleiben die Herausforderungen allerdings immens: „Zu der alles dominierenden Frage, wie der hohe Gasbedarf in Europa bei reduzierten oder gar ausbleibenden Lieferungen aus Russland gedeckt werden soll, gesellt sich zunehmend die Frage, wie die zahlreichen Ausfälle französischer Atomkraftwerke kompensiert werden sollen.“ Der Strompreis fiel um knapp sieben Prozent auf 512 Euro je Megawattstunde.

Spekulationen auf einen Beschluss der Opec-Länder und ihrer Verbündeten (Opec+) zu einer weiteren Förderdrosselung in der kommenden Woche trieben die Ölpreise. Die Nordsee-Sorte Brent-Rohöl verteuerte sich um 1,7 Prozent auf 93,87 Dollar je Fass, nachdem es tags zuvor um mehr als drei Prozent abgerutscht war. Ein wichtiger Faktor seien auch die Atomgespräche zwischen dem Iran und den USA, die offenbar ins Stocken geraten seien, sagte Oanda-Analyst Craig Erlam. „Ein Abkommen war in letzter Zeit ein großes Abwärtsrisiko für die Ölpreise; etwas, dem Saudi-Arabien mit Warnungen vor Produktionskürzungen der Allianz entgegenzuwirken versuchte.“

E.ON NACH STRESSTEST-BERICHT ZU AKW IM AUFWIND

Am Aktienmarkt zählten Finanzwerte zu den größten Gewinnern. Der europäische Sektorindex kletterte um 1,7 Prozent. Im Energiesektor gewannen die Aktien von E.ON mehr als drei Prozent. Händler verwiesen auf einen „Handelsblatt“-Bericht, demzufolge der sogenannte Stresstest für die Stromversorgung in Deutschland den Weiterbetrieb von zwei AKW nahe lege. Einer Sprecherin des Wirtschaftsministeriums zufolge liegen allerdings noch keine finalen Stresstest-Ergebnisse vor.

Bei SLM Solutions sorgte das Übernahmeangebot von Nikon für den größten Kurssprung der Firmengeschichte. Die Aktien des Anbieters von 3D-Druckern stiegen um 74 Prozent auf 19,82 Euro. Der japanische Kamera-Hersteller bietet den Eignern des Lübecker Unternehmens 20 Euro je Aktie. 

Europas Börsen steigen nach US-Jobdaten

Quelle: Reuters

Titelfoto: Symbolfoto

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