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Freitag, Februar 3, 2023

De Guindos (EZB) – Hauptbeitrag zur Finanzstabilität ist Preisstabilität

Expertenmeinungen

Frankfurt, 16. Nov (Reuters) – Preisstabilität und Finanzstabilität gehören aus Sicht von EZB-Vizepräsident Luis de Guindos untrennbar zusammen. „Es ist sehr schwierig Finanzstabilität zu haben ohne Preisstabilität“, sagte der Stellvertreter von EZB-Präsidentin Christine Lagarde am Mittwoch bei Vorstellung des jüngsten Finanzstabilitätsberichts der Europäischen Zentralbank (EZB) zu Journalisten. „Unser Hauptbeitrag zur Finanzstabilität ist Preisstabilität.“ Angesichts der raschen Folge von zum Teil ungewöhnlich kräftigen Zinserhöhungen der EZB waren zuletzt Stimmen zu hören, dass dieses Vorgehen womöglich einen Konjunkturabschwung verstärken und auch Risiken für die Finanzstabilität bergen könnte.

Zum geplanten Bilanzabbau über eine Verringerung der billionenschweren Anleihenbestände sagte de Guindos, auf der Dezembersitzung werde über Timung und Ausgestaltung gesprochen. Das sei ein weiterer Schritt in der Normalisierung der Geldpolitik. „Meine persönliche Sicht ist, dass dies mit viel Umsicht umgesetzt werden muss“, führte er aus. Mit diesem in der Fachwelt als ‚quantitative Straffung (QT)‘ bezeichneten Instrument habe die EZB viel weniger Erfahrung als mit der Zinspolitik. Seine Sicht sei, dass die EZB mit einem passiven QT-Vorgehen beginnen sollte – also mit einem Herunterfahren der Reinvestitionen statt mit einem aktiven Verkauf der Anleihen. Bislang werden auslaufende Anleihen im Bestand noch vollständig wieder durch neue Papiere ersetzt.

De Guindos (EZB) – Hauptbeitrag zur Finanzstabilität ist Preisstabilität

Quelle: Reuters

Bild von ProfessionalPhoto auf Pixabay

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