CPI Property vor Immofinanz-Übernahme – EU-Behörden geben grünes Licht

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Wien, 23. Feb (Reuters) – Die CPI Property Group ist bei ihrer geplanten Übernahme des Wiener Immobilienkonzerns Immofinanz einen Schritt vorangekommen. Mit dem grünen Licht der ungarischen Wettbewerbsbehörde hätten nun alle zuständigen Kartellwächter ihre Zustimmung erteilt, gab die Firma mit Sitz in Luxemburg am Mittwoch auf ihrer Internetseite bekannt.

Die dem tschechischen Milliardär Radovan Vitek gehörende CPI steht damit kurz davor, die auf Gewerbeimmobilien in Österreich, Deutschland und Osteuropa fokussierte Immofinanz mehrheitlich zu übernehmen. CPI würde damit auf ein Immobilienvermögen von rund 20 Milliarden Euro kommen, was sie zu einem wesentlichen Akteur am europäischen Immobilienmarkt macht. 

CPI hat sich bereits gut 48 Prozent der Anteile gesichert und bietet den übrigen Aktionären 23 Euro je Immofinanz-Aktie. Die Annahmefrist läuft heute (Mittwoch) um 17 Uhr ab. An der Wiener Börse notierten die Immofinanz-Papiere zuletzt mit 22,96 Euro. Das Ergebnis will CPI in den nächsten Tagen bekannt geben. Die Immofinanz bezeichnet den Angebotspreis als zu niedrig. Dass CPI die kontrollierende Mehrheit erlangt, hält sie jedoch für „sehr wahrscheinlich“. 

Möglich ist, dass die CPI neben der Übernahme der Immofinanz auch Appetit auf den Wiener Rivalen S Immo hat. Eine Verschmelzung von Immofinanz und S Immo wird seit Jahren diskutiert, scheitere aber stets an der Umsetzung. Nun könnte eine Fusion unter dem Dach der CPI doch noch umsetzt werden. Die Immofinanz hält nämlich rund 26,5 Prozent an der S Immo, während die CPI selbst gut 16 Prozent besitzt. In ihrem Übernahmeangebot nennt die CPI zwei Optionen: Entweder ein Verkauf der S-Immo-Aktien oder eine Fusion von Immofinanz und S Immo. 

Knackpunkt für eine Verschmelzung der beiden Firmen war bisher das in der Satzung der S Immo verankerte Höchststimmrecht. Diese Bestimmung sieht vor, dass kein Aktionär mehr als 15 Prozent der Stimmrechte an der S Immo halten darf, auch wenn er einen höheren Aktienanteil besitzt. Selbst ein Mehrheitsaktionär würde damit kein Durchgriffsrecht haben. Um diese Regelung abzuschaffen müssten 75 Prozent der Aktionäre bei einer Hauptversammlung zustimmen.

CPI Property vor Immofinanz-Übernahme – EU-Behörden geben grünes Licht

Copyright: (c) Copyright Thomson Reuters 2022

Titelfoto: Symbolfoto

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