Dienstag, April 23, 2024
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Chemiegewerkschaft will Tarifabschluss „oberhalb der Teuerungsrate“

Frankfurt, 22. Feb (Reuters) – Die Chemiegewerkschaft IG BCE geht ohne genau bezifferte Lohnforderung in die anstehenden Tarifverhandlungen für die 580.000 Beschäftigten der Branche. Angestrebt wird eine nachhaltige Steigerung der Kaufkraft, wie die IG BCE am Dienstag mitteilte und damit die Forderungsempfehlung der Gewerkschaft vom November bekräftigte.

„Wir wollen für unsere Mitglieder ein Bollwerk gegen die Inflation errichten“, erklärte Verhandlungsführer Ralf Sikorski. „Deshalb steht außer Frage, dass am Ende dieser Tarifrunde bei Entgelten und Ausbildungsvergütungen ein Plus oberhalb der Teuerungsrate stehen muss.“

Die Forderung sieht auch eine Erhöhung der Schichtzuschläge für die Beschäftigten in Nachtschichten auf einheitlich 25 Prozent vor.

Die IGBCE will zudem neue Fördermöglichkeiten für die Ausbildung schaffen. Der Arbeitgeberverband BAVC erklärte, die Forderung sei „ein Fass ohne Boden“. Die derzeit überzeichnete Inflation könne nicht der Maßstab für die Verhandlungen sein. Die IG BCE lasse völlig außer Acht, dass die höheren Kosten etwa für Energie nicht allein die Beschäftigten, sondern auch die Unternehmen träfen. 

Der Tarifvertrag soll eine Laufzeit von zwölf Monaten haben, die bestehenden Tarifverträge laufen am 31. März aus.

Am 2. März beginnen die Tarifverhandlungen auf regionaler Ebene, bevor sie am 21. März auf die Bundesebene wechseln. In der letzten Tarifrunde Ende 2019 hatten Arbeitgeber und IG BCE Einkommenserhöhungen im Gesamtvolumen von bis zu sechs Prozent vereinbart. Die Chemiebranche mit 1900 Betrieben ist Deutschlands drittgrößter Industriezweig nach der Automobilindustrie und dem Maschinenbau.

Chemiegewerkschaft will Tarifabschluss „oberhalb der Teuerungsrate“

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Titelfoto: Symbolfoto

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