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Montag, Dezember 5, 2022

Bericht über verdächtige Transaktionen setzt Leonteq weiter zu

Expertenmeinungen

Frankfurt, 11. Okt – Ein Medienbericht über auffällige Handelsaktivitäten hat den Aktien des Schweizer Derivateanbieters Leonteq den stärksten Zwei-Tages-Einbruch seit sechs Jahren eingebrockt. Nach einem Minus von rund 19 Prozent am Montag sackten die Titel am Dienstag in der Spitze um weitere rund sieben Prozent ab. Auslöser war ein Bericht der „Financial Times“, wonach Whistleblower dem Wirtschaftsprüfer EY vorwarfen, in einer Untersuchung verdächtige Transaktionen bei Leonteq – einschließlich Geldwäsche und Steuerhinterziehung – beschönigt zu haben.

Ein Leonteq-Sprecher erklärte, die Vorwürfe seien in mehreren Verfahren geprüft worden. „Alle Untersuchungen ergaben, dass keine wesentlichen Mängel vorlagen“, so der Sprecher. EY erklärte: „EY Schweiz kann sich nicht zu spezifischen Kundenangelegenheiten äußern.“

Im Zentrum der Kritik stehen dem Bericht zufolge zwei Geschäfte, die Leonteq Anfang 2021 für die französische Arbeitnehmergenossenschaft ID Formation abschloss. Den Whistleblowern zufolge hätten die Transaktionen, bei denen hohe Provisionen an eine Gesellschaft auf den Britischen Jungferninseln geflossen seien, den französischen Behörden gemeldet werden müssen. „Eine Veröffentlichung des EY-Reports oder ein zusätzliches Gutachten durch einen externen Revisor würde für dringend benötigte Visibilität sorgen“, erklärte ZKB-Analyst Christian Schmidiger. 

Bericht über verdächtige Transaktionen setzt Leonteq weiter zu

Quelle: Reuters

Titelfoto: Symbolfoto

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