Berlin/Bamako, 13. Apr (Reuters) – Außenministerin Annalena Baerbock hat von der malischen Regierung ein Ende der Zusammenarbeit mit russischen Söldnern gefordert. „Wir können keine Zusammenarbeit weiter leisten, wenn es keine Abgrenzung zu russischen Kräften gibt“, sagte die Ministerin am Mittwoch bei einem Besuch in Bamako mit Blick auf die europäische Ausbildungsmission EUTM in dem Sahel-Land.
Massive Kriegverbrechen gegen die Zivilbevölkerung seien „Kernbestandteil“ des russischen Vorgehens in der Ukraine und in Syrien. Sie habe der malischen Regierung deutlich gesagt, dass es keine Zusammenarbeit mit russischen Akteuren geben könne. Söldner der sogenannten Wagner-Truppe waren von der Regierung in Bamako mit bestimmten Sicherheitsaufgaben betraut worden.
Die EU-Außenminister hatten am Montag beschlossen, Teile ihres Ausbildungseinsatzes in Mali stoppen. Dies betrifft die Ausbildung von Einheiten der Streitkräfte und der Nationalgarde des afrikanischen Landes. Ein weiterer Grund ist das Aussetzung der Wahlen durch die Militärregierung. Baerbock forderte eine Rückkehr zu einem demokratischen Reformweg. Es müsse aber nicht nur ein Fahrplan vorgelegt, sondern Reformen auch angegangen werden.
Die Außenministerin betonte, dass sich die EU und Deutschland nicht ganz aus Mali zurückziehen würden. Die Bundeswehr ist dort bisher mit etwa 300 Soldaten an der europäischen Ausbildungsmission EUTM beteiligt. Zudem hat sie aber rund 1000 Soldaten als Teil der UN-Friedenstruppe Minusma in Mali stationiert. Die Bundestags-Mandate laufen im Mai aus.
Baerbock fordert von Mali Ende der Kooperation mit russischen Söldnern
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Wichtige Entwicklungen zur Ukraine.

















