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Dienstag, Januar 31, 2023

35 Prozent der Industriebetriebe haben Lieferketten neu ausgerichtet

Expertenmeinungen

Berlin, 21. Dez – Die deutsche Industrie arbeitet mit Hochdruck an der Lösung von Lieferkettenproblemen, die seit Beginn der Corona-Krise weltweit zu Engpässen geführt haben. „Von Schockstarre der Wirtschaft keine Spur“, sagte der Außenwirtschaftschef des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK), Volker Treier, am Mittwoch. 35 Prozent der international aktiven deutschen Unternehmen hätten bereits neue oder zusätzliche Lieferanten für Rohstoffe, Vorprodukte oder benötigte Waren gefunden. Weitere 30 Prozent seien derzeit noch auf der Suche. Dies gelte unabhängig von der jeweiligen Weltregion.

Treier bezog sich auf Daten aus dem Herbst, als die Auslandshandelskammern 3100 Firmen befragt hatten. Für knapp zwei Drittel der Unternehmen standen dabei Kostenoptimierungen sowie die Risikominimierung im Vordergrund. „Insgesamt haben sich die Lieferkettenstörungen zwar verbessert, sie sind aber noch längst nicht überwunden“, so der DIHK. Für 42 Prozent der Unternehmen seien Störungen in den Lieferketten das Top-Geschäftsrisiko in den kommenden Monaten. Gesucht werden neue oder zusätzliche Lieferanten vor allem in der Nähe ihrer bisherigen Standorte im Ausland. Möglichst kurze Lieferwege spielten hier eine Rolle, ebenso wie höhere Transportkosten zu vermeiden. 

Standortverlagerungen sind laut DIHK für überraschend viele Unternehmen eine Option. Zehn Prozent hätten bereits die Produktion, Teile davon oder ganze Niederlassungen an neue Standorte verlegt beziehungsweise dort neu aufgebaut. 16 Prozent gaben an, dazu Planungen zu haben. Dies sei ein hoher Anteil, weil die damit verbundenen Investitionen und Planungen in der Regel sehr umfangreich seien, sagte Treier. Hauptmotive dieser Firmen sei es, neue Märkte zu erschließen, die Kosten zu optimieren und sich breiter aufzustellen.

35 Prozent der Industriebetriebe haben Lieferketten neu ausgerichtet

Quelle: Reuters

Titelfoto: Symbolfoto

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