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30.01.23 Wichtige Marktentwicklungen

Es folgen wichtige Marktentwicklungen für den 30. Januar 2023

München, 30. Jan (Reuters) – Der Personalplanungs-Spezialist Atoss Software schraubt seine Dividende für das abgelaufene Jahr um fast 70 Prozent nach oben. Das Münchner Software-Unternehmen will 2,83 (2021: 1,67) Euro je Aktie an die Aktionäre ausschütten, davon einen Euro als Sonderdividende, wie Atoss am Montagabend mitteilte. Die Firma schüttet in der Regel 75 Prozent des Ergebnisses je Aktie aus. Eine Sonderausschüttung gab es zuletzt für 2019. Atoss hat den Umsatz 2022, wie Mitte Januar mitgeteilt, auf 113 bis 114 (2021: 97,1) Millionen Euro geschraubt und damit ebenso wie mit seiner operativen Umsatzrendite von 26 bis 27 Prozent die selbst gesteckten Erwartungen übertroffen. Genaue Zahlen für 2022 will Atoss am Dienstag mitteilen.

Washington, 30. Jan (Reuters) – Der von Tesla angefachte Preiskampf bei Elektroautos gewinnt an Fahrt. Als Antwort auf den weltgrößten Elektroautobauer senkte der US-Konkurrent Ford am Montag die Preise für sein SUV Mustang Mach-E um bis zu 5900 Dollar. Der zweitgrößte US-Autobauer kündigte zudem an, die Produktion des Mach-E deutlich zu steigern. Ford-Chef Jim Farley erklärte auf Twitter, durch den Schritt werde die Wartezeit der Kunden verkürzt. „Mit der höheren Produktion reduzieren wir die Kosten, wodurch wir die Einsparungen mit den Kunden teilen können.“ Bestehende Kunden, die auf die Auslieferung ihres Mustang Mach-E warten, sollen die Preissenkung ebenfalls erhalten.

Tesla hatte die Preise für seine Modelle kürzlich um bis zu 20 Prozent herabgesetzt, um bei schrumpfender Nachfrage die Fabriken besser auslasten zu können. Dadurch steigt der Druck auf die Konkurrenz, nachzuziehen. Ein Preiskrieg stehe bei Elektrofahrzeugen in den USA kurz bevor, warnte Dan Ives, Analyst bei Wedbush Securities auf Twitter.

Ford senkt die Preise für verschiedene Versionen des Mach-E um bis zu acht Prozent, für das Modell mit verlängerter Reichweite sogar um fast 20 Prozent. Günstigere Modelle erhalten kleinere Preisabschläge zwischen 600 und 900 Dollar.

Frankfurt, 30. Jan (Reuters) – Der Chef der Gewerkschaft Verdi, Frank Werneke, wird zum Ende seines Mandats im Frühjahr den Aufsichtsrat der Deutschen Bank verlassen. Die Gewerkschaft Verdi bestätigte die Entscheidung Wernekes, bei den anstehenden Wahlen nicht zu kandidieren. Zuerst berichtete „Welt“ über die Personalie. Werneke wurde im November 2021 ins Kontrollgremium der größten deutschen Bank bestellt. Zu den Gründen seines Ausscheidens nannte die Gewerkschaft keine Details. Die Deutsche Bank war für eine Stellungnahme zunächst nicht erreichbar.

München, 30. Jan (Reuters) – Der insolvente Online-Babybedarfshändler Windeln wird abgewickelt. Trotz zahlreicher Gespräche mit Interessenten habe Insolvenzverwalter Ivo-Meinert Willrodt keinen Investor gefunden, teilte das Unternehmen am Montag in München mit. „In den kommenden Wochen und Monaten ist noch ein Abverkauf geplant. Anschließend wird der Betrieb stillgelegt werden müssen.“ Windeln.de hatte Ende Oktober nach monatelangem Ringen um eine Kapitalspritze Insolvenz angemeldet. Das Unternehmen schreibt seit Jahren rote Zahlen, der Umsatz brach 2021 auf 52 Millionen Euro ein.

London, 30. Jan (Reuters) – Die Hanauer Firma Vacuumschmelze (VAC) liefert künftig Magnete für Elektroautos von General Motors (GM). Dazu solle gemeinsam mit dem Fahrzeug-Hersteller bis 2025 ein Werk in Nordamerika errichtet werden, teilte der größte westliche Hersteller von Permanent-Magneten am Montag mit. Die für die Produktion benötigten Seltenen Erden würden in der Region gefördert. Die Liefervereinbarung gelte für mindestens zehn Jahre. Finanzielle Details wurden nicht genannt. Magnete sind das Herzstück von Elektromotoren.

30. Jan (Reuters) – Der chinesische Autobauer BYD rechnet wegen steigender Verkaufszahlen mit einem starken Gewinnanstieg. Für das Geschäftsjahr 2022 stellt das Unternehmen eine Verfünffachung des Nettogewinns auf 16 bis 17 Milliarden Yuan (2,18 bis 2,31 Milliarden Euro) in Aussicht, hieß es in einer Mitteilung an die Börse am Montag. Die Verkäufe belaufen sich auf 1,86 Millionen Autos. Der E-Autobauer habe dank des starken Umsatzwachstums und einer verbesserten Rentabilität den Kostendruck mildern können, den die steigenden Rohstoffpreise verursacht hatten. Das in Shenzhen ansässige Unternehmen hatte die Produktion von Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor im vergangenen April eingestellt, liegt bei den weltweiten Verkäufen von E-Autos noch fast 400.000 Einheiten hinter Konkurrent Tesla.

Beim Börsengang 2015 war das junge Unternehmen noch mit einer halben Milliarde Euro bewertet worden, zuletzt waren es knapp fünf Millionen. Am Montag lag die Aktie noch bei 16 Cent.

Bangalore, 30. Jan – Wegen möglichen Missbrauchs von Nutzerdaten muss TikTok-Chef Shou Zi Chew US-Kongressabgeordneten Rede und Antwort stehen. Der Energie- und Handelsausschuss habe ihn für den 23. März vorgeladen, teilte dessen Vorsitzende Cathy McMorris Rodgers am Montag mit. „TikTok, das sich im Besitz von ByteDance befindet, hat der Kommunistischen Partei Chinas wissentlich die Möglichkeit gegeben, auf amerikanische Nutzerdaten zuzugreifen.“ TikTok war für einen Kommentar zunächst nicht zu erreichen. Im Dezember hatte das Repräsentantenhaus die Videoclip-App auf amtlichen Geräten der Kongress-Kammer verbannt. Außerdem ist für Februar eine Abstimmung über ein Verbot von TikTok in den USA geplant.

30. Jan – Der britische Sport- und Modehändler JD Sports ist am Montag Opfer eines Cyber-Angriffs geworden. Betroffen seien Kundendaten zu Online-Bestellungen, teilte das Unternehmen mit. Kontokennwörter seien wohl nicht gehackt worden. Der Angriff habe Online-Bestellungen zwischen November 2018 und Oktober 2020 für die Marken JD, Size?, Millets, Blacks, Scotts und MilletSport gegolten. Cyberangriffe auf britische Unternehmen werden immer häufiger. Anfang dieses Monats wurden die Exportdienste der Royal Mail ernsthaft gestört.

London, 30. Jan – Der Autobauer Audi steigt mit einer Minderheitsbeteiligung beim Rennstall Sauber ein. Die Volkswagen-Tochter habe die Beteiligung wie geplant in diesem Monat übernommen, teilte der Schweizer Motorentechniker am Montag mit. Über den Kaufpreis wurden keine Angaben gemacht. „Dies ist ein wichtiger Meilenstein auf dem Weg zum Einstieg von Audi in die Formel 1.“Audi plant ab 2026 mit einer eigens entwickelten Antriebseinheit in den Rennzirkus Formel 1 einzutreten. 

Barcelona, 30. Jan – Wegen einer schwächelnden Nachfrage tritt der Essenslieferant Glovo auf die Kostenbremse. Die spanische Tochter von Delivey Hero kündigte am Montag den Abbau von 250 Stellen an. Dies entspricht 6,5 Prozent der Belegschaft. Betroffen sei vor allem die Hauptverwaltung in Barcelona, sagte Glovo-Chef Oscar Pierre. Delivery Hero hatte das spanische Unternehmen im vergangenen Jahr übernommen.

Frankfurt, 30. Jan – Wenige Stunden nach Beginn der Zeichnungsfrist hat Börsenkandidat Ionos einer der begleitenden Banken zufolge bereits Interessenten für sämtliche angebotenen Aktien gefunden. Die Bücher seien gefüllt, teilte JPMorgan am Montag mit. Der Webhoster und Cloud-Anbieter bietet bis zum 7. Februar insgesamt rund 24 Millionen Papiere in einer Preisspanne von 18,50 bis 22,50 Euro je Titel an. Die Erstnotiz von Ionos ist für den 8. Februar geplant.

Jakarta/Peking, 30. Jan – Wegen eines schwächelnden Geschäfts schließt JD.com seine Online-Handelsplattformen in Indonesien und Thailand. Bestellungen würden ab dem 15. Februar nicht mehr angenommen und die jeweiligen Dienste im März komplett eingestellt, teilte der chinesische Konzern am Montag mit. Die beiden Webseiten hatten seit ihrer Gründung einen schweren Stand im Vergleich zur lokalen Konkurrenz wie Lazada des chinesischen Amazon-Rivalen Alibaba, Shopee von Sea oder Tokopedia von GoTo. Das Auslandsgeschäft von JD.com macht Unternehmensangaben zufolge nur zwei Prozent des Gesamt-Umsatzes aus.

London, 30. Jan – Der Discounter Lidl nimmt für seine weitere Expansion am britischen Markt Milliarden von Pfund in die Hand. Lidl wolle im laufenden Jahr rund vier Milliarden Pfund investieren, teilte das Unternehmen am Montag mit. Noch 2019 hatte die Kette angekündigt, von 2020 bis 2025 rund 15 Milliarden Pfund auf der Insel investieren zu wollen. Nun könnte sich diese Summe auf insgesamt rund 17 Milliarden Pfund belaufen. Lidl und der Rivale Aldi steuern in Großbritannien auf Wachstumskurs. Die beiden Discounter profitieren davon, dass die Verbraucher angesichts einer hohen Inflation in Großbritannien bei Lebensmitteln verstärkt auf den Preis achten. 

Düsseldorf, 30. Jan – Finnland hat beim Rüstungskonzern Rheinmetall und dessen Partnern Diehl Defence und Rafael Lenkflugkörper zur Panzerabwehr bestellt. Für Rheinmetall bedeute die Bestellung bei dem deutsch-israelischen Gemeinschaftsunternehmen EuroSpike ein Auftragsvolumen im mittleren zweistelligen Millionen Euro-Bereich, teilte der Düsseldorfer Konzern am Montag mit. Die deutschen Streitkräfte zählten Firmenangaben zufolge zu den ersten Spike-Nutzern. 

Dublin, 30. Jan – Der irische Billigflieger Ryanair hat im dritten Quartal seines Bilanzjahres 2022/23 einen Rekordgewinn erzielt und trotz Inflation bei den Buchungen bislang eine „sehr robuste“ Entwicklung verzeichnet. „Wir hatten Rekordbuchungen in der zweiten und dritten Januarwoche, eine sehr robuste Nachfrage bis Ostern und den Sommer“, erklärte Finanzvorstand Neil Sorahan am Montag. „Angesichts der Rückkehr asiatischer Touristen und eines starken US-Dollars, der Amerikaner ermutigt, Europa zu erkunden, sehen wir eine robuste Nachfrage“, sagte Ryanair-Chef Michael O’Leary. Im Zeitraum Oktober bis Dezember verdiente die Airline 211 Millionen Euro und übertraf den bis dahin geltenden Rekord in Höhe von 106 Millionen Euro des Weihnachtsquartals 2017. Analysten hatten mit 200 Millionen Euro gerechnet. Der Vorstand bekräftigte seine Prognose eines Nettogewinns von 1,325 bis 1,425 Milliarden Euro für das im März endende Bilanzjahr. 

Amsterdam, 30. Jan – Zur Stärkung der Ertragskraft verschärft Philips seinen Sparkurs. Der Medizintechnik-Konzern kündigte am Montag den Abbau von 6000 Stellen an. Im Oktober hatte er wegen der milliardenschweren Kosten im Zusammenhang mit dem Rückruf von Beatmungsgeräten bereits 4000 Jobs abgebaut, fünf Prozent der damaligen Belegschaft. Durch die Einsparungen verspricht sich Philips bis 2025 eine operative Marge zwischen zehn und etwa 15 Prozent. In den darauffolgenden Jahren solle sie bis auf etwa 20 Prozent steigen. Beim Umsatz werde ein Wachstum von jährlich rund 15 Prozent anvisiert. Im abgelaufenen Quartal blieb der befürchtete Einbruch des Betriebsgewinns aus. Dieser lag den Angaben zufolge mit 651 Millionen Euro sogar leicht über dem Vorjahreswert.

Düsseldorf, 30. Jan – Der Industrie- und Autozulieferer Stabilus hat im ersten Quartal seines Bilanzjahres 2022/23 Druck auf die Margen zu spüren bekommen. Während der Umsatz um 19,3 Prozent auf 290,7 Millionen Euro stieg, schrumpfte die bereinigte operative Umsatzrendite (Ebit-Marge) auf 11,2 (Vorjahr: 12,0) Prozent, wie das Koblenzer Unternehmen am Montag mitteilte. Der Überschuss sank auf 15,5 (18,0) Millionen Euro. Der Vorstand bekräfigte seine Jahresziele, die einen Umsatz zwischen 1,1 und 1,2 Milliaden Euro vorsehen und eine bereinigte Ebit-Marge zwischen 13 und 14 Prozent.

30.01.23 Wichtige Marktentwicklungen

Quelle: Reuters

Symbolfoto: Bild von Gerd Altmann auf Pixabay

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