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27. Mai 2022 Marktentwicklungen

Expertenmeinungen

27. Mai (Reuters) – Es folgt der Reuters-Blick zu wichtigen Entwicklungen aus der Unternehmenswelt über die Top-Themen des Tages hinaus:

INFINEON – Frankfurt: Der Halbleiterhersteller will seine Fertigungskapazitäten in Zukunft schneller ausbauen als bisher. „Künftig werden wir alle zwei, drei Jahre über eine große Investition entscheiden“, sagte Produktionsvorstand Rutger Wijburg dem „Handelsblatt“. In der Vergangenheit habe der Dax-Konzern lediglich alle vier, fünf Jahre eine neue Fabrik errichtet. Angesichts des rasanten Wachstums sei es nötig, das Investitionstempo zu erhöhen. „Es ist nicht auszuschließen, dass wir auch einmal große Vorhaben parallel vorantreiben“, erklärte der Manager. Ein weiterer Grund, frühzeitig über neue Fabriken zu entscheiden, seien die langen Bestellfristen bei Chipmaschinen.

GENERALI – Mailand: Der zweitgrößte Anteilseigener des Versicherers, Francesco Gaetano Caltagirone, ist aus dem Verwaltungsrat ausgetreten. In den kommenden Tagen werde eine Sitzung des Gremiums einberufen, um über die Nachfolge zu entscheiden, teilte der Versicherer mit. Die Gründe für den Schritt von Caltagirone seien nicht bekannt. Der Bau- und Zeitungsmagnat hält einen Anteil von 9,95 Prozent an Italiens größtem Versicherungskonzern und ist eine Schlüsselfigur im jüngsten Aktionärsstreit bei Generali.

Der Milliardär hatte sich gegen den Nominierungsvorschlag des Verwaltungsrats gestemmt, Vorstandschef Philippe Donnet eine dritte Amtszeit zu ermöglichen. Donnet leitet Generali seit 2016. Aber sein rivalisierender Vorschlag für einen Alternativkandidaten war im vergangenen Monat auf der Hauptversammlung gescheitert. Die Generali-Aktie büßte am Freitag zeitweise mehr als zwei Prozent ein.

FAW – Bangalore: Der chinesische Autobauer FAW erwägt einem Medienbericht zufolge eine Anteilsübernahme des Fahrdienst-Vermittlers Didi Global. Der Staatskonzern habe sich an die Top-Führungskräfte von Didi gewandt und sein Interesse bekundet, ein Hauptaktionär des chinesichen Unternehmens zu werden, berichtete die Agentur „Bloomberg“ unter Berufung auf Insider.

FAW habe zugesagt, Didi bei der Lösung von Problemen im Zusammenhang mit der Datensicherheit zu helfen und den Weg für eine Notierung an der Börse in Hongong zu ebnen.
Die Unternehmen waren für eine Stellungnahme nicht erreichbar. Erst am Montag hatten die Didi-Eigner dem geplanten Rückzug von der Wall Street zugestimmt. Der UberUBER.N-Konkurrent hatte seinen Gang auf das Parkett in New York im vergangenen Juni gegen den Willen der chinesischen Behörden durchgezogen und war verstärkt ins Visier der Aufsichtsbehörden geraten.

TOYOTA – Tokio: Wegen der Lieferengpässe infolge des Lockdowns in Shanghai hat der weltgrößte Autobauer seine weltweite Produktion zum zweiten Mal in dieser Woche reduziert. Im Juni sollen mit 800.000 Fahrzeugen 50.000 weniger als zuletzt geplant vom Band laufen, teilte der japanische Konzern mit. Am Dienstag hatte Toyota wegen des Chipmangels seine Fertigung für die Monate Juni bis August um 100.000 Fahrzeuge pro Monat zurückgeschraubt. Der anhaltende Chipmangel, Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie und andere Faktoren würden einen Ausblick erschweren, hieß es. Toyota hält dennoch an seinem Ziel fest, bis März 2023 weltweit etwa 9,7 Millionen Fahrzeuge zu produzieren.

27. Mai Marktentwicklungen

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