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Donnerstag, Dezember 8, 2022

26. Juli 2022 Marktentwicklungen

Expertenmeinungen

Paris, 26. Jul (Reuters) – Das französische Luxus-Konglomerat LVMH hat trotz der jüngsten Lockdowns in wichtigen Absatzmarkt China seinen Wachstumskurs fortgesetzt. Gute Geschäfte in den USA und Europa hätten die Ausfälle in China wettgemacht, erklärte die Muttergesellschaft von Luxusfirmen wie Louis Vuitton, Dior, Tiffany und Moet & Chandon. Der Umsatz wuchs um 19 Prozent auf 18,73 Milliarden Euro und übertraf damit die Analystenschätzungen von durchschnittlich 17,1 Milliarden deutlich.

München, 26. Jul (Reuters) – Der Münchner Chip-Zulieferer Siltronic will seine Dividende in den nächsten Jahren nicht weiter erhöhen. Die Ausschüttung werde auf maximal drei Euro je Aktie gedeckelt, teilte der Hersteller von Siliziumscheiben (Wafern) für die Halbleiter-Produktion am Dienstag mit. Das entspricht maximal 90 Millionen Euro. Dadurch soll mehr Geld für die Erweiterung der Kapazitäten übrig bleiben, die Siltronic nach der gescheiterten Übernahme durch die taiwanische GlobalWafers allein stemmen muss. Grundsätzlich sollen 40 Prozent des Nettogewinns nach Anteilen Dritter ausgeschüttet werden. Das wären aber schon in diesem Jahr angesichts des boomenden Chip-Markts absehbar mehr als drei Euro je Aktie gewesen.

Bangalore/New York, 26. Jul (Reuters) – Bei der Fastfoodkette McDonald’s entwickelt sich der Umsatz dank einer stabilen Nachfrage und höherer Preise besser als gedacht. Die Erlöse stiegen im zweiten Quartal um zehn Prozent – erwartet worden waren nur 6,5 Prozent. Der Nettogewinn sank indes aufgrund höherer Ausgaben um 46 Prozent auf 1,2 Milliarden Dollar, teilte das Unternehmen am Dienstag mit. Dennoch hätten sich die Umsätze bisher gut gehalten, auch wenn die Kunden wegen der Inflation mit höheren Preisen für Benzin und Waren des täglichen Bedarfs zu kämpfen hätten. Das operative Umfeld in der Branche bleibe in der gesamten Branche aber herausfordernd. McDonald’s-Aktien legten vorbörslich gegen den Trend leicht zu.

Frankfurt, 26. Jul (Reuters) – Der US-Technologiekonzern 3M will sein Healthcare-Geschäft ausgliedern. Dabei wolle 3M einen Anteil von 19,9 Prozent an der Sparte behalten, die im Laufe der Zeit veräußert werden solle, teilte das Unternehmen am Dienstag mit. 2021 kam der Geschäftsbereich, der sich auf Produkte zur Wundversorgung, Mundpflege und Gesundheitstechnologie konzentriert, auf einen Umsatz von 8,6 Milliarden Dollar, insgesamt setzte 3M 35,4 Milliarden um. Die Abspaltung soll bis Ende kommenden Jahres unter Dach und Fach gebracht werden.

26. Jul (Reuters) – Der US-Paket-Riese UPS hat im zweiten Quartal von margenstarken Geschäften mit Unternehmen profitiert, während sich der Paket-Boom der Online-Shopper wegen der Inflation abflachte. Bei einem Umsatzplus von 5,7 Prozent auf 24,8 Milliarden Dollar stieg das operative Ergebnis um 8,5 Prozent auf 3,5 Milliarden Dollar, wie UPS am Dienstag mitteilte. Trotz des wirtschaftlich schwierigen Umfeldes habe sich UPS dynamisch entwickelt, sagte Konzernchefin Carol Tome. Wie Rivale FedExFDX.N will sich Tome auf Auslieferungen mit höheren Margen konzentrieren, um die wegen der Inflation schwindende Kauflust auszugleichen.

München, 26. Jul (Reuters) – Der Münchner Spezialchemie-Konzern Wacker will seinen Standort Charleston im US-Bundesstaat Tennessee um die Produktion von Silikon-Produkten erweitern. Derzeit laufe eine Machbarkeitsstudie, teilte Wacker am Dienstag mit. Geplant sei zunächst der Bau von Anlagen für Festsilikon-Kautschuk und für Silikon-Dichtstoffe, die vor allem am Bau verwendet werden. „In den USA ist der Bedarf an Silikonen in den vergangenen Jahren überproportional gewachsen“, sagte Wacker-US-Chef David Wilhoit. Später sollen weitere Produktionsanlagen hinzukommen. Der Investitionsbedarf liege über mehrere Jahre hinweg bei mehr als 200 Millionen Dollar. Mit der Expansion dürften in Charleston gut 200 Arbeitsplätze entstehen. Wacker produziert dort seit 2015 vor allem hochreines Polysilizium für die Chip- und Solar-Industrie.

München, 26. Jul (Reuters) – Der Hamburger Immobilienkonzern TAG hat bei seinen Aktionären fast 200 Millionen Euro zur Finanzierung des jüngsten Zukaufs in Polen beschafft. Für 97,65 Prozent der zum Preis von je 6,90 Euro angebotenen neuen Aktien seien die Bezugsrechte ausgeübt worden, teilte TAG Immobilien am Dienstag mit. Damit kommen zunächst 195,3 Millionen Euro in die Kasse. Die übrigen Papiere sollen am Markt platziert werden. Vier Investmentbanken hatten die Platzierung garantiert. Mit der Kapitalerhöhung um fast 20 Prozent will TAG einen Teil der Brückenkredite über 650 Millionen Euro ablösen, die man für die Übernahme des polnischen Immobilienentwicklers Robyg Ende 2021 aufgenommen hatte.

Berlin, 26. Jul (Reuters) – Der britische Triebwerkshersteller Rolls-Royce hat den Chef des Downstream-Segments von BP zum neuen Vorstandsvorsitzenden gewählt. Tufan Erginbilgic werde am 1. Januar 2023 die Nachfolge von Warren East antreten, der zum Jahresende zurücktrete, teilte der Konzern am Dienstag mit. East kündigte seinen Rücktritt im Februar an, nachdem er Rolls-Royce durch die schlimmsten Zeiten der Pandemie geführt hatte.

London, 26. Jul (Reuters) – Personalmangel und damit verbundene Störungen an den Flughäfen haben der britischen Billig-Airline EasyJet zugesetzt. Während der Umsatz auf 1,755 (0,213) Milliarden Pfund in die Höhe schnellte, fiel in den Monaten April bis Juni ein Verlust vor Steuern von 114 Millionen Pfund an infolge außerordentlicher Kosten von 133 Millionen, wie der Konzern am Dienstag mitteilte. Gegenüber dem von Corona belasteten Vorjahreszeitraum bedeutet dies eine Verbesserung um 204 Millionen Pfund. „Trotz des Verlusts in diesem Quartal aufgrund der kurzfristigen Störungen hat die Rückkehr zum Fliegen in großem Maßstab gezeigt, dass die während der Pandemie gestarteten strategischen Initiativen jetzt Erfolg haben“, sagte Firmenchef Johan Lundgren. „Im Laufe des Quartals haben wir sieben Mal mehr Kunden befördert als zur gleichen Zeit im Vorjahr.“

Düsseldorf, 26. Jul (Reuters) – Der Konsumgüterkonzern Unilever hat im ersten Halbjahr dank Preiserhöhungen besser abgeschnitten als erwartet und ist für das Gesamtjahr nun zuversichtlicher gestimmt. Die Erlöse stiegen in den ersten sechs Monaten um 8,1 Prozent auf 29,6 Milliarden Euro, wie der Konzern am Dienstag mitteilte. Analysten hatten mit einem Plus von 7,2 Prozent gerechnet. Der Konzern habe mit Preisanhebungen einen Teil des Inflationsdrucks abschwächen können, erklärte Vorstandschef Alan Jope. Daher sei er zuversichtlich, im Gesamtjahr einen Umsatzanstieg über der Prognose von 4,5 bis 6,5 Prozent zu schaffen. Die operative Umsatzrendite soll 16 Prozent erreichen und damit den unteren Rand der Prognosespanne von 16 bis 17 Prozent. Ab 2023 strebt Jope eine Verbesserung der Marge an. 

Berlin, 26. Jul (Reuters) – Die sinkende Nachfrage nach Home-Office-Produkten macht dem Computerzubehör-Hersteller Logitech zu schaffen. Der bereinigte Gewinn sei im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2022/23 um 38 Prozent auf 146 Millionen Dollar eingebrochen, teilte das Schweizer Unternehmen am Dienstag mit. Der Umsatz schrumpfte um neun Prozent auf 1,16 Milliarden Dollar. Als Grund führte das Management die hohen Vergleichswerte aus dem Vorjahr an, als Berufstätige, die wegen der Pandemie von zu Hause aus arbeiteten, ihre Tastaturen, Mäuse und Videokonferenzgeräte aufrüsteten. Zudem reduzierte Logitech seine Jahresprognose. Für das Geschäftsjahr 2022/23 werde nun mit einem Umsatzrückgang von acht bis vier Prozent und einem operativen Gewinn zwischen 650 und 750 Millionen Dollar gerechnet. Zuvor war ein Umsatzwachstum von zwei bis vier Prozent und ein Gewinn von 875 bis 925 Millionen Dollar in Aussicht gestellt worden.

Zürich, 26. Jul (Reuters) – Nach einen Gewinnsprung im Halbjahr hat der Schweizer Süßwarenkonzern Lindt & Sprüngli seine Jahresziele angehoben. Der Vorstand erwarte 2022 nun ein Umsatzplus von acht bis zehn Prozent statt sechs bis acht Prozent, wie der Konzern am Dienstag mitteilte. Die operative Umsatzrendite soll unverändert rund 15 Prozent erreichen. In den ersten sechs Monaten stieg der Umsatz um 12,3 Prozent au 1,99 Milliarden Franken, während der Nettogewinn um 36 Prozent auf 138,4 Millionen Franken in die Höhe schnellte. Das Wachstum auf dem globalen Schokoladenmarkt war in letzter Zeit schleppend. Doch Lindt & Sprüngli schaffte es, mit Neuheiten Kunden anzulocken.

Paris, 26. Jul (Reuters) – Der französische Spirituosenkonzern hat im ersten Quartal seines Bilanzjahres 2022/23 dank der hohen Nachfrage in den USA und Europa einen Umsatzsprung geschafft. Die Erlöse schnellten um 27 Prozent auf knapp 410 Millionen Euro, wie der Anbieter von Marken wie Cointreau, Metaxa, Mount Gay und Remy Martin am Dienstag mitteilte. Analysten hatten lediglich einen Anstieg um 19,1 Prozent erwartet. Der Vorstand ist zuversichtlich, dass Remy Cointreau auch 2022/23 erneut stark wachsen werde. Auch die Marge solle sich verbessern. Dabei würden Preiserhöhungen und eine strikte Kostenkontrolle helfen, den Inflationsdruck abzuschwächen.

Düsseldorf, 26. Jul (Reuters) – Die hohe Nachfrage nach Fachkräften hat die Geschäfte des Personaldienstleisters Amadeus Fire angekurbelt. Im ersten Halbjahr legten die Erlöse um 12,7 Prozent auf 201,1 Millionen Euro zu, während das operative Ergebnis (Ebita) um ein Prozent auf 29,8 Millionen Euro kletterte, wie das Unternehmen am Dienstag mitteilte. Der Vorstand geht davon aus, dass sich die Personalvermittlung erwartungsgemäß weiter entwickeln werde und bestätigte seine Jahresziele. Diese sehen ein Plus des Ebita um sieben bis neun Prozent vor. 

26. Juli 2022 Marktentwicklungen

Titelfoto: Symbolfoto

Copyright: (c) Copyright Thomson Reuters 2022

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