22.03.22 Marktentwicklungen

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Update: 22:30 Uhr

22. Mrz (Reuters) – Es folgt der Reuters-Blick zu wichtigen Entwicklungen aus der Unternehmenswelt über die Top-Themen des Tages hinaus: 

BAYER – Berlin: Der Pharma- und Agrarchemiekonzern hat neue Hybridanleihen über 1,3 Milliarden Euro platziert. Die Emission habe aus zwei Tranchen bestanden und sich ausschließlich an institutionelle Investoren gerichtet, teilte das im Dax notierte Unternehmen mit. Bayer beabsichtigt, die Anleihen an der Luxemburger Börse notieren zu lassen. Beide Tranchen hätten eine Laufzeit von 60 Jahren. Die Erlöse würden für allgemeine Unternehmenszwecke verwendet, einschließlich der Finanzierung eines Rückkaufangebotes für die ausstehende Hybridanleihe über 1,3 Milliarden Euro, die zum 2. Oktober 2022 kündbar ist. 

DEUTSCHE EUROSHOP- Frankfurt: Der auf Shoppingcenter spezialisierte Hamburger Immobilieninvestor hat im abgelaufenen Geschäftsjahr weniger Umsatz und operativen Gewinn gemacht, beim Nettoergebnis aber wieder die Gewinnzone erreicht. Bei einem Umsatzrückgang um 5,5 Prozent auf 211,8 Millionen Euro sei der Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) um 5,4 Prozent auf 152,5 Millionen Euro gesunken. Vor allem dank deutlich geringerer Bewertungsverluste fiel unter dem Strich ein Jahresüberschuss von 59,9 Millionen Euro an, nach einem Konzernverlust von 251,7 Millionen Euro im Vorjahr. „Der Vorstand strebt die Rückkehr zu einer nachhaltigen Dividendenpolitik an“, erklärte das Unternehmen. 2022 werde als „Übergangsjahr“ noch von den Nachwirkungen der Corona-Pandemie betroffen sein, die branchenspezifische Kennzahl Funds from Operations (FFO) solle 1,95 bis 2,05 Euro je Aktie betragen, nach 1,98 Euro im vergangenen Jahr.

XIAOMI- Shanghai: Der chinesische Smartphone-Hersteller hat im vierten Quartal Umsatz und Gewinn überraschend kräftig gesteigert. Xiaomi begründete dies mit langsam wieder ansteigenden Handylieferungen nachdem der bisherige Höhepunkt der weltweiten Chipkrise sowie der Corona-Pandemie überwunden sei. Im Schlussquartal 2021 stieg der Umsatz um 21,4 Prozent auf 85,58 Milliarden Yuan (12,22 Milliarden Euro). Analysten hatten laut Refinitiv-Daten mit 81,80 Milliarden Yuan gerechnet. Der Smartphone-Absatz erhöhte sich um 4,4 Prozent auf 44,1 Millionen Geräte. Der Nettogewinn sprang um 39,6 Prozent auf 4,47 Milliarden Yuan in die Höhe und übertraf damit ebenfalls die Analysten-Schätzungen. 

OKTA- Washington: Die Identitätsmanagement-Plattform ist möglicherweise Opfer eines Hackerangriffs geworden. Die Firma untersuche einen Bericht über einen möglichen Übergriff, nachdem Hacker Screenshots veröffentlicht haben, die angeblich Interna des Unternehmens zeigten. Das könnte mit einem Angriff im Januar zusammenhängen, den Okta habe abwehren können, teilte das US-Unternehmen mit. Bisherige Untersuchungen hätten keine Hinweise auf anhaltende böswillige Aktivitäten gegeben, die über die im Januar festgestellten hinausgingen. Die Screenshots wurden am späten Montag von einer Gruppe Lösegeld fordernder Hacker namens LAPSUS$ auf ihrem Telegram-Kanal gepostet. Sicherheitsexperten sagten Reuters, dass die Screenshots authentisch zu sein scheinen.

JUST EAT TAKEAWAY- Amsterdam: Europas größter Online-Bestellservice rückt mit McDonaldsMCD.N enger zusammen. Die Konzerne schlossen eine „langfristige globale strategische Partnerschaft“, teilte Just Eat mit. Die Kooperation werde das Wachstum von Just Eat Takeaway.com vorantreiben. Die Vereinbarungen beträfen einzelne Märkte und werde die Komplexität reduzieren und die Effizienz verbessern. Finanzielle Details wurden nicht genannt. 

CREDIT SUISSE – Zürich: Die Schweizer Großbank bietet Superreichen und Unternehmern in Deutschland künftig eine Vorort-Beratung an. Während die Beratung vom Standort Frankfurt aus erfolge, würden die Vermögen weiterhin in der Schweiz verbucht, teilte Credit Suisse mit. Sven Stephan, der früher das Private-Banking der HSBC Deutschland geleitet hatte, werde den Aufbau verantworten. In dem Bereich wolle Credit Suisse einer mit der Situation vertrauten Person zufolge bis Ende Jahr sechs Kundenberater beschäftigen und zehn bis 2025. Innerhalb von fünf Jahren habe sich die Bank eine Verdoppelung der verwalteten Vermögen und der Erträge in dem Bereich vorgenommen. 

AMADEUS FIRE – Düsseldorf: Der Personaldienstleister hat die Corona-Krise hinter sich gelassen und ist 2021 kräftig gewachsen. Der Umsatz schnellte um rund 33 Prozent auf 372,4 Millionen Euro, wie Amadeus Fire mitteilte. Das operative Ergebnis (Ebita) stieg noch stärker um knapp 62 Prozent auf 66,5 Millionen Euro. Die Aktionäre sollen an den Zuwächsen mit einer auf 3,04 (Vorjahr: 1,55) Euro angehobenen Dividende beteiligt werden. Aufgrund der hohen Nachfrage nach Fachkräften erwartet der Vorstand auch 2022 kräftiges Wachstum. Der Umsatz soll um elf bis 14 Prozent zulegen und das Ebita um sieben bis neun Prozent. 

KINGFISHER – London: Die britische Baumarktkette hat im abgelaufenen Geschäftsjahr 2021/2022 dank des Heimwerkertrends in der Corona-Pandemie Rekordwerte erzielt. Der Vorsteuergewinn schnellte in dem im Januar endenden Bilanzjahr um rund 21 Prozent auf 949 Millionen Pfund nach oben, wie Kingfisher mitteilte. Der Umsatz legte um 6,8 Prozent auf 13,2 Milliarden Pfund zu. Im ersten Quartal bis 19. März schrumpften die Erlöse flächenbereinigt indes um 8,1 Prozent. Im Gesamtjahr peilt der Vorstand ein Plus von 1,5 Prozent an.

DERMAPHARM – Frankfurt: Der Arzneimittelhersteller hat sein im Dezember zum zweiten Mal binnen kurzer Zeit nach oben geschraubtes Gewinnziel erreicht. Der bereinigte operative Gewinn (Ebitda) erhöhte sich im Geschäftsjahr 2021 um 75 Prozent auf 351 Millionen Euro, wie Dermapharm mitteilte. Der Umsatz stieg um 19 Prozent auf 943 Millionen Euro. Der Konzern aus Grünwald bei München, einer der Produktionspartner des Corona-Impfstoff-Herstellers Biontech22UAy.DE, profitierte im vergangenen Jahr auch von einer hohen Nachfrage nach Produkten zur Stärkung des Immunsystems. Eine Prognose für 2022 will das Unternehmen am 29. März vorlegen. Dermapharm erklärte, mit der Tochterfirma mibe Ukraine von dem Krieg in dem Land betroffen zu sein. Man sei mit den Mitarbeitern in Kontakt und biete Hilfe und Unterstützung an.

TENCENT MUSIC – Bangalore: Der chinesische Musikstreaming-Anbieter hat im vierten Quartal weniger umgesetzt. Die Erlöse sanken insgesamt um 8,7 Prozent auf 7,61 Milliarden Yuan (1,1 Milliarden Euro). Während die Einnahmen aus Online-Musikdiensten um 4,3 Prozent zulegten, schrumpften sie aus sozialen Unterhaltungsdiensten um 15,2 Prozent auf 4,73 Milliarden Yuan. Als Gründe für den Rückgang nannte Firmenchef Cussion Pang den wachsenden Wettbewerb und ein verändertes Marktumfeld. Die chinesische Regierung hat seit Monaten Technologiefirmen im Visier und beschränkt ihre Geschäfte. Tencent erklärte zudem, eine Zweitnotierung an der Hongkonger Börse anzustreben. 

PARTNERS GROUP- Zürich: Der Gewinn des Finanzinvestors ist 2021 um 82 Prozent auf 1,46 Milliarden Franken geklettert. Allerdings warnte Partners Group davor, dass die Krise in Osteuropa, die Inflation und Störungen der Lieferketten eine Abschwächung des Wirtschaftswachstums auslösen könnten. Dies könnte in den kommenden Monaten zu einer vorübergehenden Verlangsamung der Investitionstätigkeit von Partners Group führen. Das Unternehmen erwartet im Gesamtjahr aber weiterhin Kapitalzusagen von 22 bis 26 Milliarden Dollar. Die Dividende solle um 20 Prozent auf 33 Franken pro Aktie hochgeschraubt werden.

CHINA EVERGRANDE – Hongkong: Der hochverschuldete Immobilienkonzern ist nicht in der Lage, den Jahresabschluss 2021 bis zum 31. März zu veröffentlichen und wird damit gegen Börsenvorschriften verstoßen. Grund sei, dass interne Überprüfungen noch nicht abgeschlossen seien. Demnach müssen Wirtschaftsprüfer wegen „drastischer Veränderungen“ in der Geschäftstätigkeit seit der zweiten Hälfte des vergangenen Jahres zusätzliche Kontrollen durchführen. Das Ergebnis 2021 werde so schnell wie möglich nachgereicht, teilte Evergrande mit. Bis dahin bleibe der Handel mit seinen Aktien ausgesetzt. Der Konzern hat Schulden von über 300 Milliarden Dollar.

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