21. Februar: Der Börsen Vormittag

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Update: 14:55 Uhr

Frankfurt, 21. Feb (Reuters) – Es folgt der Börsen-Ticker zu wichtigen Kursbewegungen an den internationalen Finanzmärkten und ihren Ursachen:

14.35 Uhr – Die Angst vor einem russischen Einmarsch in die Ukraine lässt den Dax weiter abrutschen. Der Deutsche Leitindex büßt in der Spitze bis zu 2,8 Prozent auf 14.618 Punkte ein und fällt damit kurzzeitig auf den niedrigsten Stand seit rund elf Monaten. Aktuell notiert der Dax rund zwei Prozent im Minus.

13.29 Uhr – Die Ukraine-Krise zehrt an den Nerven der Anleger. Dies treibt den Volatilitätsindex VDax, der die Nervosität der deutschen Anleger misst, sechs Prozent in die Höhe. Mit 32,59 Punkten notiert er so hoch wie zuletzt vor etwas mehr als einem Jahr.

13.24 Uhr – Faurecia kann angehobene Umsatzziele nicht in Kursgewinne ummünzen. Die Aktien des Autozulieferers fallen in Paris um 4,6 Prozent. Die angepeilten Erlöse von 17,5 bis 18 Milliarden Euro lägen leicht unter Markterwartungen, schreiben die Analysten der Investmentbank RBC Capital Markets. Gleiches gelte für das Ziel beim Barmittel-Zufluss.

13.05 Uhr – Aus Furcht vor einem russischen Einmarsch in die benachbarte Ukraine werfen Anleger russische Aktien aus ihren Depots. Der Moskauer Index für in Dollar notierte Werte steuert mit einem Minus von zehn Prozent auf den größten Tagesverlust seit dem Börsen-Crash vom März 2020 zu. Seinem Pendant für in Rubel notierte Werte droht das größte Tagesminus seit acht Jahren. Er gibt 8,5 Prozent nach.

12.25 Uhr – Eine Gewinnwarnung und der überraschende Abgang des Firmenchefs drücken Morses Club auf ein Rekordtief. Die Aktien des auf Gläubiger mit einer geringen Bonität spezialisierten Hypothekenfinanzierers steuern in London mit einem Minus von fast 67 Prozent auf 14 Pence auf den größten Tagesverlust der Firmengeschichte zu. Wegen zunehmender Beschwerden gegen den Haustür-Vertrieb wird der Gewinn des Unternehmens den Angaben zufolge bis zu 30 Prozent hinter den Markterwartungen zurückbleiben. Gleichzeitig tritt Firmenchef Paul Smith mit sofortiger Wirkung ab, nachdem er vergangene Woche Morses-Anteile im Volumen von umgerechnet 240.000 Euro verkauft hatte.

12.10 Uhr – Aus Furcht vor Angebotsengpässen decken sich Investoren wieder mit Palmöl ein. Der Terminkontrakt auf dieses als Lebensmittel und Treibstoff genutzte Pflanzenfett steigt in Kuala Lumpur um 2,5 Prozent und steht mit 5677 Ringgit (1195 Dollar) je Tonne vor dem Sprung auf ein Rekordhoch. Ein Grund für die Rally sei das widrige Wetter in Südamerika, dass die dortige Soja-Ernte und damit den Sojaöl-Nachschub gefährde, sagen Börsianer. Gleichzeitig schüre die Ukraine-Krise Ängste vor Lieferausfällen für Sonnenblumenöl aus der Schwarzmeer-Region.

11.45 Uhr – Den Bemühungen um eine friedliche Lösung des Konflikts zwischen Russland und der Ukraine zum Trotz ziehen sich weitere Anleger aus den Anleihen der Nachbarstaaten zurück. Dies treibt die Renditen der bis 2025 laufenden ukrainischen Dollar-Bonds auf 1,654 Prozent, den höchsten Stand seit dem Börsen-Crash vom März 2020. Gleiches gilt für die russischen Titel mit einer Laufzeit bis 2047, die bei 5,218 Prozent rentieren. Gleichzeitig verteuert sich die Absicherung eines zehn Millionen Dollar schweren Pakets russischer Anleihen gegen Zahlungsausfall um 5000 auf 286.000 Dollar, den höchsten Stand seit knapp zwei Jahren, teilt der Datenanbieter Markit mit.

11.20 Uhr – Die 1,3 Milliarden Dollar schwere Übernahme-Offerte des US-Rivalen GXO beschert Clipper den größten Kurssprung seit eineinhalb Jahren. Die Aktien der Logistikfirma steigen in London um 16 Prozent auf 901 Pence. GXO bietet den Angaben zufolge 920 Pence je Aktie in eigenen Anteilsscheinen. Kartellrechtliche Hürden seien nicht zu erwarten, schreiben die Analysten des Brokerhauses Peel Hunt. Das fusionierte Unternehmen steige zwar zum Branchenprimus in Großbritannien auf, komme aber nur auf einen Marktanteil von weniger als fünf Prozent.

11.10 Uhr – Ein 746 Millionen Euro schwerer Vergleich mit den italienischen Steuerbehörden im Streit um die Verlagerung des Firmensitzes in die Niederlande setzt Exor zu. Die Aktien der Holding-Gesellschaft der Fiat-Gründerfamilie Agnielli fallen in Mailand um 4,4 Prozent. Die Höhe der Zahlen sei ein Belastungsfaktor, kommentieren die Analysten der Bank Intesa Sanpaolo. Allerdings verfüge das Unternehmen über Barmittel im Volumen von zehn Milliarden Dollar. Daher hielten sie an ihrer Kaufempfehlung fest.

10.55 Uhr – Ein Kursrutsch der Beteiligung Tencent drückt Prosus auf ein Zwei-Jahres-Tief. Die Aktien des Technologie-Investors fallen in Amsterdam um 4,2 Prozent auf 61,82 Euro. In Hongkong rutschen die Titel des Internet-Konzerns Tencent um gut fünf Prozent ab. Auslöser des Ausverkaufs sind neue Auflagen für chinesische Firmen, um die dortige Konjunktur anzukurbeln. So verdonnerten die Behörden unter anderem Essenslieferanten zur Reduzierung ihrer Gebühren. Der chinesische Technologiesektor steht seit Monaten unter erhöhtem Regulierungsdruck.

10.18 Uhr – Anleger schwanken weiter zwischen der Hoffnung auf eine friedliche Lösung der Ukraine-Krise und der Furcht vor einem russischen Einmarsch in das Nachbarland. Dax und EuroStoxx50 geben ihre Anfangsgewinne ab und notieren kaum verändert bei 15.051 beziehungsweise 4061 Punkten.

09.58 Uhr – Enttäuschende Testergebnisse für ein Inhalat zur Behandlung von Coronavirus-Patienten löst einen Kurs-Kollaps bei Synairgen aus. Die Aktien der Pharmafirma brechen in London um fast 95 Prozent auf ein Zwei-Jahres-Tief von 11,12 Pence ein.

09.40 Uhr – Der geplante milliardenschwere Verkauf der Bezahlterminal-Sparte TSS hievt Worldline an die Spitze des Pariser CAC40. Die Aktien steigen um 4,3 Prozent. Investoren warteten seit längerem darauf, dass sich das Unternehmen auf die Zahlungsabwicklung konzentriere und das Terminal-Geschäft abstoße, kommentieren die Analysten von JPMorgan.

09.29 Uhr – Ein Gewinnzuwachs ermuntert Anleger zum Einstieg bei SAF-Holland. Die Aktien des Lkw-Zulieferers steigen um 3,2 Prozent. Die überraschend starke Gewinnmarge gebe SAF Auftrieb, sagt ein Börsianer. Ein Wermutstropfen sei allerdings die Warnung vor hohen Kosten vor allem im ersten Quartal.

09.10 Uhr – In Erwartung einer wieder anziehenden Nachfrage nach dem Ende der Olympischen Winterspiele in Peking decken sich Anleger mit Kokskohle ein. Der chinesische Future steigt um fünf Prozent auf 2646,50 Yuan (418 Dollar) je Tonne. Viele Stahlhütten hatten vor den Spielen auf staatliche Anordnung die Produktion gedrosselt, um die Luftverschmutzung zu reduzieren. Die Terminkontrakte auf Eisenerz gewinnen 5,2 Prozent auf 707 Yuan (112 Dollar) je Tonne.

08.50 Uhr – Der geplante Gipfel von US-Präsident Joe Biden und seinem russischen Kollegen Wladimir Putin zur Ukraine-Krise lockt einige Anleger in die russische Währung zurück. Im Gegenzug verbilligt sich der Dollar um 0,9 Prozent auf 76,63 Rubel und der Euro um 0,4 Prozent auf 87,16 Rubel. Zu alter Stärke werde die russische Währung aber kaum zurückfinden, warnt Commerzbank-Analyst Ulrich Leuchtmann. Russland habe als Investitionsstandort für Jahre oder Jahrzehnte an Attraktivität eingebüßt.

07.39 Uhr – Ein positiver Analystenkommentar hievt Wacker Neuson an die Spitze des SDax. Die Aktien des Baumaschinen-Herstellers steigen am Montag vorbörslich um 2,1 Prozent auf etwa 22,38 Euro. Die Analysten der Investmentbank Jefferies stufen die Titel auf „Buy“ von „Hold“ hoch und bekräftigen das Kursziel von 31 Euro. 

21. Februar: Der Börsen Vormittag

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