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Donnerstag, Dezember 1, 2022

16. August 2022 Marktentwicklungen

Expertenmeinungen

16. Aug (Reuters) – American Airlines setzt als zweite US-Fluggesellschaft auf eine Renaissance von Überschallflügen. Durch eine nicht rückzahlbare Anzahlung sicherte sich die Airline bis zu 20 Maschinen des Flugzeugbauers Boom, teilten die beiden Unternehmen am Dienstag mit. Die Bestellung könne um 40 Maschinen aufgestockt werden. Die Overture-Jets sollen 65 bis 80 Reisende in knapp fünf Stunden von Miami nach London befördern können. Aktuell dauert der Flug rund neun Stunden. Die ersten Passagierflüge würden 2029 erwartet, sagte ein American-Sprecher. American Airlines ist die zweite große US-Fluggesellschaft, die auf ultraschnelle Passagierflüge setzt. Auch United Airlines kündigte im vergangenen Jahr an, 15 Overture-Flugzeuge zu kaufen. Die Ära der zivilen Überschallflüge endete 2003 mit dem Aus der Concorde. Umweltschützer kritisieren, dass sie deutlich mehr Treibstoff je Passagier verbrauchen als langsamere Flugzeuge.

Zürich, 16. Aug (Reuters) – Die Schweizer Großbank Credit Suisse hat im Zusammenhang mit der Abwicklung von gemeinsam mit der insolventen Finanzgruppe Greensill geführten Fonds weitere Versicherungsansprüche geltend gemacht. Bis Ende Juli wurden insgesamt 18 Forderungen im Gesamtvolumen von 2,2 Milliarden Dollar gestellt, wie das Institut am Dienstag erklärte. Der Bank zufolge entspricht dies allen Versicherungsansprüchen im Zusammenhang mit dem Programm. Die Credit Suisse hatte im März 2021 vier Lieferketten-Finanzierungsfonds, die in von Greensill gekaufte und verbriefte Forderungen investierten, mit einem Gesamtvolumen von zehn Milliarden Dollar eingefroren. Seither versucht die Bank, so viel von dem Geld wie möglich für die Anleger einzuziehen. Ende Juli belief sich diese Summe auf 7,3 Milliarden Dollar.

New York, 16. Aug (Reuters) – Der weltgrößte Einzelhändler Walmart erwartet einen etwas geringeren Rückgang des Jahresgewinns als noch vor knapp einem Monat prognostiziert. Rabatte zur Räumung von Lagern und ein Rückgang der Kraftstoffpreise kurbelten die Nachfrage an, teilte das Unternehmen am Dienstag mit. Der Gesamtumsatz des Konzerns stieg im zweiten Quartal um 8,4 Prozent auf 153 Milliarden Dollar. Das Betriebsergebnis sank indes um 6,8 Prozent auf 6,85 Milliarden Dollar. Dies führte der Einzelhandelsriese auf Preisnachlässe, eine sinkende Nachfrage nach margenstarken Produkten wie Haushaltsgeräten sowie steigende Gehälter zurück. Für das Geschäftsjahr rechnet Walmart nun mit einem Rückgang des bereinigten Gewinns je Aktie um neun bis elf Prozent. Erst im Juli hatte Walmart die Anleger mit seiner Prognose eines Gewinnrückgangs von elf bis dreizehn Prozent schockiert.

Zürich, 16. Aug (Reuters) – Der Schweizer Sportausrüster On hat nach einem rekordhohen Quartalsumsatz die Jahresprognose angehoben. Das vor allem für seine gleichnamigen Laufschuhe bekannte Unternehmen, das seit Herbst an der New Yorker Börse notiert ist, stellte am Dienstag für das laufende Jahr einen Anstieg des Nettoumsatzes um 52 Prozent auf 1,1 Milliarden Franken in Aussicht. Der bereinigte operative Gewinn (Ebitda) dürfte 145 Millionen Franken erreichen, entsprechend der angepeilten Gewinnmarge von 13,2 Prozent. Im zweiten Quartal wuchsen die Verkaufserlöse gegenüber der Vorjahresperiode um zwei Drittel auf 291,7 Millionen Franken und das bereinigte Ebitda um 14,7 Prozent auf 31,4 Millionen.

Zürich, 16. Aug (Reuters) – Der aktivistische Investor Bluebell Capital Partners hat Zweifel an der Unabhängigkeit des von ihm vorgeschlagenen Vertreters für den Verwaltungsrat des Schweizer Luxusgüter-Herstellers RichemontCFR.S zurückgewiesen. „Die Gründe, die der Präsident von Richemont, Herr Johann Rupert, gegen die Ernennung von Herrn Trapani anführt, sind fadenscheinig und unangemessen“, erklärte der Londoner Fondsmanager am Dienstag. Francesco Trapani, den Bluebell in den Verwaltungsrat entsenden will, habe seit 2016 keine Führungsposition oder Beraterrolle mehr beim Konkurrenten LVMH. Das Strategie- und Aufsichtsgremium des Genfer Unternehmens hat sich gegen Trapanis Wahl ausgesprochen.

Berlin, 16. Aug (Reuters) – Der Online-Möbelhändler Home24 hat mit Verweis auf die hohe Inflation, gesunkene Verbraucherstimmung und den Ukraine-Krieg seine Umsatzerwartungen deutlich zurückgeschraubt. Im laufenden Jahr könnten die Erlöse um bis zu sieben Prozent einbrechen und im besten Fall noch um drei Prozent zulegen, gab das in Berlin ansässige Unternehmen am Dienstag bekannt. Bisher hat Home24 ein Plus zwischen 2 und 17 Prozent in Aussicht gestellt. Trotz der schwächeren Umsatzprognose will das Unternehmen, zu dem inzwischen auch die Möbel- und Accessoires-Marke Butlers gehört, die bereinigte Betriebsgewinn- (Ebitda)-Marge im laufenden Jahr weiterhin um ein bis fünf Prozent steigern. Im zweiten Quartal fielen die Erlöse um neun Prozent auf knapp 152 Millionen Euro, während die bereinigte Ebitda-Marge dank Einsparungen um ein Prozent kletterte.

Zürich, 16. Aug (Reuters) – Der Schweizer Hörgerätehersteller Sonova senkt aufgrund einer verhaltenen Marktentwicklung und höherer Beschaffungskosten die Jahresprognose. Der Umsatz dürfte im Geschäftsjahr 2022/23 um 15 bis 19 Prozent wachsen, teilte das Unternehmen am Dienstag mit. Bislang wurde ein Plus von 17 bis 21 Prozent in Aussicht gestellt. Beim um Sonderfaktoren bereinigten operativen Gewinn (Ebita) rechnet Sonova nun mit einem Anstieg um sechs bis zehn Prozent statt mit zwölf bis 18 Prozent Zuwachs. Die Prognose gilt unter Ausschluss von Wechselkursschwankungen. Die Aufwertung des Franken dürfte sich dem Unternehmen zufolge negativ auf den ausgewiesenen Umsatz auswirken. Sonova ersetzt Anfang September den Prüfkonzern SGS im Schweizer Leitindex SMI.

16. August 2022 Marktentwicklungen


Copyright: (c) Copyright Thomson Reuters 2022

Titelfoto:Symbolfoto

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