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07.03.23 Wichtige Marktentwicklungen

Es folgen wichtige Marktentwicklungen für den 07. März 2023

Brüssel, 07. Mrz – Die EU-Kartellbehörde hat am Dienstag in mehreren Mitgliedsländern Unternehmen und einen Verband der Duftstoffbranche durchsucht. Die Behörde befürchtet eigenen Angaben vom Dienstag zufolge, dass es bei der Lieferung von Duftstoffen und Duftinhaltsstoffen zu Absprachen gekommen ist, die gegen die Kartellvorschriften verstoßen. Die Razzien seien in Absprache mit dem US-Justizministerium und den Wettbewerbsbehörden in Großbritannien und der Schweiz durchgeführt worden. Die Kommission nannte weder die Namen der Unternehmen noch des Verbandes oder der Länder. Die Duftstoffe würden in Konsumgütern wie Haushalts- und Körperpflegeprodukten verwendet. Zu den weltweit größten Duftstoffherstellern gehören die Schweizer Firmen GivaudanGIVN.Sund Firmenich sowie die deutsche Symrise.

Palo Alto, 07. Mrz – Salesforce erweitet seinen Messaging- und Videokonferenz-Dienst Slack um Künstliche Intelligenz (KI]. Hierzu bedient sich der SAP-Rivale Angaben vom Dienstag zufolge der Software ChatGPT, die von der Microsoft-Beteiligung OpenAI entwickelt wurde. Diese werde aber um eigene Komponenten zu EinsteinGPT erweitert. Mit Hilfe der neuen Technologie sollen unter anderem Zusammenfassungen von Meetings erstellt werden. Damit zielt Salesforce auf den Slack-Konkurrenten Teams von Microsoft, in den bereits KI-Funktionen integriert wurden. So genannte Generative KI kann menschliche Interaktion simulieren und anhand einiger Stichworte komplette Texte erstellen. Gelegentlich fabriziert sie aber auch faktisch Falsches.

München, 07. Mrz – Der Verkauf des Spezial-Logistik-Unternehmens Trans-o-flex an den französischen Staatskonzern Geodis ist unter Dach und Fach. Die Aufsichtsbehörden hätten die Übernahme genehmigt, teilte Geodis, eine Tochter des staatlichen Eisenbahnkonzerns SNCF, am Dienstag mit. „Wir wollen trans-o-flex in die Lage versetzen, seine Marktposition in Deutschland zu festigen und sie in den größten europäischen Ländern auszubauen“, sagte Geodis-Chefin Marie-Christine Lombard. Mit dem auf Arzneimittel- und High-Tech-Transporte spezialisierten Unternehmen mit 2000 Mitarbeitern komme Geodis in Deutschland künftig auf 1,5 Milliarden Euro Umsatz und 3400 Beschäftigte. Die Weinheimer Trans-o-flex gehörte seit 2016 den Logistik-Unternehmern Christoph Schoeller und Peter Amberger. Börsenpläne waren 2021 im Sande verlaufen.

München, 07. Mrz – Der Münchner Software-Entwickler Nagarro will seine Bilanzen künftig von einem der großen Wirtschaftsprüfer unter die Lupe nehmen lassen. Die Bilanzen eines großen Teils des Konzerns sollen bereits für das laufende Jahr von „weltweit anerkannten Wirtschaftsprüfungsgesellschaften“ geprüft werden, teilte das Unternehmen am Dienstag mit. Für 2024 habe der Aufsichtsrat ohnehin – wie vorgeschrieben – einen Wechsel des Prüfers eingeleitet. Börsennotierte Unternehmen müssen den Bilanzprüfer alle zehn Jahre wechseln. Nagarro reagiert damit auf einen Bericht der „WirtschaftsWoche“, in dem es auch darum ging, dass das Unternehmen seine Bilanz von der Düsseldorfer Lohr+Company prüfen lasse, die nicht zu den international vernetzten großen Prüfern gehört.

Nagarro ist zuletzt verstärkt ins Visier von Leerverkäufern geraten, die auf einen Kursverfall der Aktie wetten. Für den 20. April will das Unternehmen seine Strategie auf einem Kapitalmarkttag erläutern.

Zürich, 07. Mrz – Der Schweizer Rückversicherer Swiss Re sichert sich zur Deckung von möglichen großen Schäden erneut Geld von JP Morgan und Profianlegern. Die US-Großbank und von ihr betreute institutionelle Anleger stellen über eine Kreditlinie eine Finanzierung in Höhe von 700 Millionen Dollar zur Verfügung, wie Swiss Re am Dienstag mitteilte. Die Transaktion, die auf eine Milliarde Dollar aufgestockt werden könne, dient der Absicherung von schweren versicherungstechnischen Verlusten in den Jahren 2023 bis 2027. Sie soll das Wachstum des Konzerns unterstützen und sich positiv auf die Ratings und regulatorischen Kapitalanforderungen auswirken. Swiss Re hatte eine ähnliche Transaktion mit JP Morgan bereits vor knapp einem Jahr abgeschlossen.

Kopenhagen, 07. Mrz – Der dänische Brauereikonzern Carlsberg begibt sich auf die Suche nach einem neuen Chef. Der bisherige Konzernchef Cees ‚t Hart werde nach acht Jahren im Amt zum Ende des dritten Quartals in den Ruhestand treten, teilte die weltweit drittgrößte Brauerei mit Marken wie Astra und Tuborg am Dienstag mit. „Ein weiteres halbes Jahr an Bord zu bleiben, wird es mir und dem Team ermöglichen, unsere ehrgeizigen Pläne für 2023 zu verwirklichen und den Verkauf des russischen Geschäfts vor dem Sommer abzuschließen“, sagte t‘ Hart. Carlsberg hat nach eigenen Angaben die Suche nach einem Nachfolger eingeleitet.

Zürich, 07. Mrz – Der von der Corona-Krise schwer getroffene Schweizer Duty-free-Shop-Betreiber Dufry ist im vergangenen Jahr mit einem Netto-Gewinn von 58,2 Millionen Franken in die schwarzen Zahlen zurückgekehrt. Wie das Unternehmen am Dienstag mitteilte, wuchs der Umsatz dank der stark anziehenden Reisetätigkeit um drei Viertel auf 6,72 Milliarden Franken. Auf eine Dividende will Dufry verzichten. Ab Februar 2023 wird das im Juli übernommene italienische Raststätten-Unternehmen AutogrillAGL.MI konsolidiert. Der Abschluss der Transaktion wird weiterhin gegen Ende des zweiten Quartals erwartet. Die für den Zeitraum 2023 bis 2027 ausgerufenen Ziele bekräftigte Dufry.

Zürich, 07. Mrz – Lindt & Sprüngli hat den Nettogewinn im vergangenen Jahr um 16,1 Prozent auf 569,7 Millionen Franken gesteigert. Die Ausschüttung soll auf 130 (Vorjahr: 120) Franken je Partizipationsschein und 1300 (Vorjahr: 1200) Franken je Namenaktie angehoben werden, wie der Schweizer Schokoladen-Hersteller am Dienstag mitteilte. Dank steigender Kundenfrequenz in den eigenen Geschäften und Duty-free-Läden wuchs der Umsatz trotz des Rückzugs aus Russland um 8,4 Prozent auf 4,97 Milliarden Franken. An den Zielen eines organisches Wachstum von sechs bis acht Prozent und einer Verbesserung der operativen Marge um 20 bis 40 Basispunkten pro Jahr hält der Goldhasen-Hersteller fest.

Düsseldorf, 07. Mrz – Der Online-Pharmahändler Shop Apotheke peilt nach einem Rekordumsatz im vergangenen Jahr 2023 weitere Zuwächse und Gewinne an. Im Geschäft mit nicht verschreibungspflichtigen Medikamenten werde ein Plus von zehn bis 20 Prozent erwartet, teilte die Firma am Dienstag mit. Die bereinigte operative Umsatzrendite (Ebitda-Marge) solle 0,5 bis 2,5 Prozent erreichen. 2022 hatte der Online-Händler einen Anstieg der Erlöse um 13,6 Prozent auf 1,2 Milliarden Euro erzielt, wobei der Umsatz mit nicht verschreibungspflichtigen Medikamenten um 17,2 Prozent auf 1,07 Milliarden Euro zulegte. Die Ebitda-Marge lag mit 0,3 Prozent noch im Minus. 

07.03.23 Wichtige Marktentwicklungen

Quelle: Reuters

Symbolfoto: Bild von Gerd Altmann auf Pixabay

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