Zinssorgen und Ukraine-Krise belasten US-Börsen weiter

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New York/Frankfurt, 14. Feb (Reuters) – Die Furcht vor einer Eskalation in der Ukraine-Krise und Zins-Ängste hat die US-Börsen auch zum Wochenauftakt belastet. Der Dow-Jones-Index notierte im Verlauf knapp ein Prozent tiefer bei 34.413 Punkten. Der breiter gefasste S&P 500 gab 0,4 Prozent nach auf 4402 Stellen, der Index der Technologiebörse Nasdaq rund 0,5 Prozent auf 13.708 Stellen.

Zunächst hatten Äußerungen des russischen Außenministers Sergej Lawrow, der eine Fortsetzung der diplomatischen Bemühungen vorschlug, um vom Westen Sicherheitsgarantien zu erhalten, noch für einen freundlicheren Markt gesorgt. Später dann drehten die Kurse aber deutlich ins Minus. Die USA hatten erklärt, die würden ihr verbliebenes Personal der Botschaft in der Ukraine von der Hauptstadt Kiew nach Lwiw verlegen.

BULLARD SCHÜRT ERNEUT ZINSÄNGSTE

Der US-Volatilitätsindex, der auch als Angstindikator der Wall Street bekannt ist, legte um bis zu 17 Prozent zu. Dazu trug auch die erneute Forderung von US-Notenbanker James Bullard nach einer kräftigen Zinserhöhung bei. Die Fed sollte aus seiner Sicht in den drei Sitzungen bis zum 1. Juli die Zinsen um insgesamt einen vollen Prozentpunkt anheben. Vier Monate in Folge mit hohen Inflationszahlen rechtfertigten Schritte.

Die Äußerungen sowie die Spannungen in der Ukraine ließen Anleger zur Weltleitwährung greifen. Der Dollar-Index, der den Kurs zu wichtigen Währungen widerspiegelt, zog 0,4 Prozent an. Gefragt waren auch die als sicherer Hafen geltende Staatsanleihen. Dagegen gaben die großen US-Kreditinstitute nach. Aktien von Wells Fargo sowie von J.P. Morgan büßten jeweils rund ein halbes Prozent ein.

ÖLPREIS IM FOKUS

Im Blick hatten Anleger auch den Ölpreis. Spekulationen auf Lieferausfälle verteuerten die Sorte Brent aus der Nordsee um fast zwei Prozent bis auf 96,42 Dollar pro Barrel und damit auf den höchsten Stand seit Oktober 2014. „Jede Unterbrechung der Ölströme aus der Region würde die Preise für Brent und WTI weit über die 100-Dollar-Marke steigen lassen“, warnte Nishant Bhushan, Ölmarktanalyst bei Rystad Energy.

Am Aktienmarkt waren Chipwerte gefragt. Papiere von AMD zogen in der Spitze um 4,6 Prozent an, nachdem der Konzern mitteilte, die Übernahme des bisherigen Rivalen Xilinx im Volumen von etwa 50 Milliarden Dollar abgeschlossen zu haben.

Aktien des US-Reifenherstellers Goodyear legten rund drei Prozent zu. Die Analysten von J.P. Morgan stuften die Titel auf „übergewichten“ von „neutral“ hoch. Goodyear werde von einer Erholung des Ersatzteilgeschäfts profitieren, hieß es.

Zinssorgen und Ukraine-Krise belasten US-Börsen weiter

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