München, 24. Jan (Reuters) – Vitesco-Chef Andreas Wolf hat sich offen für Verkäufe im Verbrenner-Geschäft gezeigt. „Wenn jemand käme, der uns das Geschäft abkaufen wollte und dieser Schritt sowohl für die Firma als auch die Mitarbeiter sinnvoll wäre, würden wir das durchaus tun“, sagte Wolf am Montag der Nachrichtenagentur Reuters.
Der Regensburger Autozulieferer will das Geschäft mit Technologie für Benzin- und Dieselautos schrittweise auslaufen lassen. Dieser Prozess komme gut voran, betonte Wolf. „Die Verluste, die damit verbunden sind, konnten wir bereits 2021 beenden, das hätten wir eigentlich später erwartet.“
Für das laufende Jahr stellt sich das Unternehmen auf Wachstum ein. Es sei noch zu früh für eine genaue Vorhersage, sagte Wolf. „Es gibt keinen Grund zu glauben, dass wir hinter das Jahr 2021 zurückfallen, es sind allerdings auch keine großen Sprünge zu erwarten.
“ Unsicherheit bestehe derzeit noch, welche Auswirkungen der Chipmangel auf die Autobranche habe. „Die Bestellungen sind da, es geht jetzt noch darum, ob die Autobauer produzieren können“, betonte er. Dazu komme die Teuerung bei vielen Rohstoffen. Zuletzt waren etwa die Preise für Stahl und Aluminium stark gestiegen.
Für das abgelaufene Jahr zeigte sich Wolf zuversichtlich, dass der Regensburger Autozulieferer die selbstgesteckten Ziele eines Umsatzes zwischen 8,2 und 8,4 Milliarden Euro, einer operativen Gewinnmarge von 1,5 bis 1,7 Prozent sowie 70 bis 120 Millionen Euro Barmittelzufluss erreicht hat. Vitesco legt seine Geschäftszahlen im März vor. Der Antriebsspezialist Vitesco war im September von Continental abgespalten worden.
Vitesco-Chef – Sind offen für Verkäufe in Verbrennergeschäft
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