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Samstag, Januar 28, 2023

Videos zeigen Feuer in Haus des iranischen Revolutionsführers Chomeini

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Dubai, 18. Nov (Reuters) – Im Iran reißen auch am Freitag die Proteste gegen die Staatsspitze nicht ab. In sozialen Medien wurden Video-Aufnahmen verbreitet, die Feuer im Haus des Gründers der Islamischen Republik, Ajatollah Ruhollah Chomeini, zeigen. In kurdisch geprägten Nordwesten des Landes gingen am Abend in mehreren Städten Regierungsgegner auf die Straßen. In Piranschar besetzten die Protestierer nach einem Video der Menschenrechtsgruppe Hengaw eine Polizeidienststelle. Reuters konnte das Video zunächst nicht verifizieren.

Bereits am Vorabend soll nach Videoaufnahmen das Haus des verstorbenen Revolutionsführers Chomeini von Demonstranten in Brand gesteckt worden sein. Reuters konnte den in zwei Aufnahmen gezeigten Standort anhand markanter Gebäude und Bögen verifizieren. In Meldungen der halbamtlichen Nachrichtenagentur Tasnim hieß es jedoch, das Haus des verstorbenen Revolutionsführers brenne nicht. Eine kleine Zahl von Menschen habe sich vor dem Gebäude versammelt. „Der Bericht ist eine Lüge“, hieß es bei Tasnim. „Die Türen des Hauses des verstorbenen Gründers der großen Revolution stehen der Öffentlichkeit offen.“

Die Video-Aufnahmen zeigten Dutzende Menschen vor dem Gebäude, die jubelten, als dort ein Feuer aufblitzte. Wann die Filme aufgenommen wurden, ließ sich nicht unabhängig überprüfen. Das regierungskritische Netzwerk 1500Tasvir teilte mit, der Vorfall habe sich am Donnerstagabend in Chomeinis Geburtsstadt Chomein ereignet. Der Ort liegt südlich der Hauptstadt Teheran. Das Haus war in ein Museum umgestaltet worden. Chomeini starb 1989.

Sein Nachfolger Ajatollah Ali Chamenei sieht sich mit anhaltenden Protesten konfrontiert. Im Iran demonstrieren seit Wochen zahlreiche Menschen gegen die Führung. Die Sicherheitskräfte gehen zum Teil mit großer Gewalt gegen sie vor und versuchen, die Proteste zu unterdrücken. 

Weitere von Tasvir gepostete Videos zeigen nach Angaben des Netzwerkes Demonstrantinnen und Demonstranten in mehreren Städten in der Provinz Sistan-Belutschistan. In deren Hauptstadt Sahedan skandierten Menschen „Tod Chamenei“. In Chabahar entfernten Demonstranten das Straßenschild einer nach Chomeini benannten Allee und traten es mit Füßen. Reuters konnte die Echtheit dieser Aufnahmen nicht unabhängig prüfen.

Der Agentur Tasnim zufolge gab es in Maschhad im Nordosten Kundgebungen für die Regierung. In der Stadt waren am Donnerstag zwei Mitglieder der Basidsch-Miliz getötet worden. Am Donnerstagabend wurden der Website der Revolutionsgarden zufolge zwei Geheimdienstagenten bei Zusammenstößen mit Protestierenden getötet. Auch in Teheran und der Provinz Kurdistan seien Sicherheitskräfte ums Leben gekommen. Wie viele Männer und Frauen durch die Sicherheitskräfte getötet beziehungsweise festgenommen wurden, ist nicht bekannt.

Entzündet hatten sich die Proteste am Tod der 22-jährigen Mahsa Amini. Die Kurdin war am 16. September in Polizeigewahrsam gestorben. Die sogenannte Sittenpolizei hatte sie festgenommen, weil sie unangemessen gekleidet gewesen sein soll. Inzwischen haben sich die Proteste zur größten Herausforderungen für die geistliche Führung seit 1979 ausgewachsen. Damals wurde im Zuge der Islamischen Revolution der Schah gestürzt, und die Islamischen Republik wurde ausgerufen – mit Chomeini als geistlichem und politischen Oberhaupt.

Videos zeigen Feuer in Haus des iranischen Revolutionsführers Chomeini

Quelle: Reuters

Titelfoto: Bild von mostafa meraji auf Pixabay

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