Versorger EDF mit Rekord-Kurssturz

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Frankfurt, 14. Jan (Reuters) – Der von der französischen Regierung angeordnete Verkauf günstigen Atomstroms an die Konkurrenz brockt dem Energieriesen EdF den größten Kurssturz der Firmengeschichte ein. Die Aktien des staatlichen Versorgers fallen um bis zu 25 Prozent auf ein Eineinhalb-Jahres-Tief von 7,76 Euro.

Dabei wechselten innerhalb der ersten 45 Handelsminuten bereits etwa drei Mal so viele EdF-Papiere den Besitzer wie an einem gesamten Durchschnittstag.

Versorger

Um den Anstieg der Energiepreise zu stoppen, deckelt die Regierung in Paris den Anstieg bei vier Prozent. Parallel dazu soll EdF die Atomstrom-Produktion um 20 Prozent auf 120 Terawatt-Stunden ausbauen und die zusätzliche Elektrizität für maximal 46,20 Euro je Megawattstunde an die Rivalen verkaufen. An der Börse kostet Strom derzeit aber fast das Dreifache.

Dies könnte den operativen Gewinn von EdF 2022 um fünf bis zehn Milliarden Euro schmälern, rechneten die Analysten der Bank JPMorgan vor.

Vor diesem Hintergrund sei eine Kapitalerhöhung nicht ausgeschlossen. „Das Schicksal meint es nicht gut mit EdF.“ Anleger sollten die Papiere vorerst meiden.

Versorger EDF mit Rekord-Kurssturz

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