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Montag, November 28, 2022

US-Dienstleister im Aufwind – „Fed kann aggressiv gegen Inflation vorgehen“

Expertenmeinungen

Washington, 06. Sep – Die US-Dienstleister haben ihr Wachstumstempo überraschend weiter gesteigert. Der Einkaufsmanagerindex legte im August den zweiten Monat in Folge zu – und zwar auf 56,9 Zähler von 56,7 Punkten im Juli, wie aus der am Dienstag veröffentlichten Firmen-Umfrage des Institute for Supply Management (ISM) hervorgeht. Ein stärkeres Auftragswachstum sorgte für Auftrieb, wobei zugleich Lieferkettenprobleme und Preisdruck nachließen. Von Reuters befragte Experten hatten mit einem Rückgang auf 55,1 Punkte gerechnet. Die Wachstumsschwelle liegt bei 50 Zählern.

„Die Stimmungslage ist unerwartet solide ausgefallen und deutet darauf hin, dass die US-Wirtschaft trotz der hohen Preissteigerungen im Wachstumsmodus bleibt“, so die Einschätzung von Helaba-Ökonom Ralf Umlauf. Das inflationäre Potenzial, das auch durch eine niedrige Arbeitslosenquote signalisiert werde, bleibe hoch: „Mithin dürfte die Fed aggressiv gegen die Inflation vorgehen und die Leitzinsen in diesem Monat um 75 Basispunkte erhöhen.“

Die Inflationsrate im Land lag im Juli bei 8,5 Prozent und damit nicht mehr ganz so hoch wie noch im Juni mit 9,1 Prozent. Doch das Ziel der Notenbank Fed von 2,0 Prozent ist noch immer sehr weit entfernt. Die Federal Reserve hat seit der Zinswende im März das geldpolitische Niveau immer weiter erhöht – auf aktuell 2,25 bis 2,50 Prozent. An den Märkten wird für die Sitzung am 21. September mit einem großen Zinsschritt gerechnet.

US-Dienstleister im Aufwind – „Fed kann aggressiv gegen Inflation vorgehen“

Quelle: Reuters

Titelfoto: Symbolfoto

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