Unilever will Milliardenofferte für GSK-Sparte nicht aufstocken

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Frankfurt, 20. Jan (Reuters) – Der Langnese-Eis-Hersteller Unilever will seine auf Ablehnung stoßende 50 Milliarden Pfund (60 Milliarden Euro) schwere Kaufofferte für die Konsumgütersparte des britischen Pharmakonzerns GlaxoSmithKline nicht erhöhen. Unilever habe die von GSK am Wochenende veröffentlichten Geschäftsaussichten für die Sparte zur Kenntnis genommen, diese änderten aber nichts an der Einschätzung des Unternehmens zum fundamentalen Wert des Geschäftes. „Daher werden wir unser Angebot nicht über 50 Milliarden Pfund erhöhen“, teilte Unilever am Mittwochabend mit. Unilever-Aktien stiegen am Donnerstag im frühen Handel an der Londoner Börse um fast zwei Prozent. GSK-Aktien gaben nach.

GSK – bekannt unter anderem für Sensodyne-Zahnpasta und Fenistil-Gel – hat insgesamt drei Angebot von Unilever für sein Geschäft mit rezeptfreien Gesundheitsprodukten als zu niedrig abgelehnt und will an seinem Plan festhalten, es Mitte des Jahres abzuspalten. Der Pharmakonzern ist Insidern zufolge aber bereit für Gespräche, sollte Unilever doch noch etwas drauf packen. Eine Übernahme mit diesem Volumen wäre weltweit eine der größten seit Beginn der Corona-Pandemie und eine der teuersten in Großbritannien überhaupt.

Unilever

Unilever könnte durch einen Deal sein Schönheits- und Körperpflegeportfolio mit Marken wie Rexona oder Dove stärken. GSK würde dem Druck von Investoren nachgeben, die seit längerem auf eine Abspaltung der Konsumgütersparte und eine Fokussierung auf das Pharmageschäft drängen. Am Geschäft mit rezeptfreien Gesundheitsprodukten ist auch der US-Pharmakonzern Pfizer mit 32 Prozent beteiligt, seit beide Firmen ihre Sparten 2019 zusammenlegten. 

Unilever will Milliardenofferte für GSK-Sparte nicht aufstocken

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