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Montag, Februar 6, 2023

Talanx will ein Viertel mehr Gewinn und Dividende

Expertenmeinungen

München, 06. Dez – Ein Viertel mehr Gewinn, ein Viertel mehr Dividende: Der Versicherungskonzern Talanx will in den nächsten drei Jahren deutlich profitabler werden.  Vorstandschef Torsten Leue will den Nettogewinn bis 2025 auf 1,6 Milliarden Euro schrauben, wie er am Dienstag auf einem Kapitalmarkttag in Hannover ankündigte.

Im laufenden Jahr kommt Talanx schon auf 1,10 bis 1,15 (Vorjahr: 1,01) Milliarden Euro, durch Änderungen am Bilanzierungsstandard IFRS ab 2023 kommen dann rund 100 Millionen hinzu. Die Eigenkapitalrendite will Leue konzernweit auf zehn Prozent oder mehr schrauben – darauf dürfte es schon 2022 hinauslaufen.

Davon sollen auch die Aktionäre profitieren: Für das zu Ende gehende Jahr will Talanx 2,00 Euro je Aktie ausschütten, ein Viertel mehr als ein Jahr zuvor, bis 2025 peilt der Konzern 2,50 Euro an – wenn der Gewinn und die Liquidität es zulassen. Bisher hatte Talanx eine Ausschüttungsquote von 35 bis 45 Prozent des Gewinns angepeilt, das Ziel aber zuletzt im Schnitt übertroffen.

Die neuen Ziele kamen an der Börse gut an: Die Talanx-Aktie sprang um drei Prozent auf 44,10 Euro. 

„Von der Stabilisierung zur Beschleunigung“, lautet das Motto des Kapitalmarkttages. Das gilt vor allem für die Industrieversicherung, die vor vier Jahren noch rote Zahlen schrieb und bis 2025 ebenfalls auf eine zweistellige Rendite kommen soll. Die Bruttoprämien in der Sparte sollen auf mehr als zehn (2022: 8,7) Milliarden Euro wachsen. Spartenchef Edgar Puls stellte angesichts der Inflation weitere Ratenerhöhungen in Aussicht.

Mehr zahlen müssen deshalb auch die deutschen Privatkunden, etwa in der Autoversicherung. „Wir sehen keine deutliche Fluktuation, das wird also von den Kunden angenommen“, sagte der designierte Vorstand Jens Warkentin. Das inländische Privatkundengeschäft soll 2025 rund 50 Prozent mehr operativen Gewinn abwerfen als heute.

Mit der Stärkung der Erstversicherung will Leue die Dominanz der börsennotierten Rückversicherungs-Tochter Hannover Rück brechen, an der Talanx gut 50 Prozent hält. Sie liefert zurzeit noch 60 Prozent des Gewinns, 2018 waren es mehr als zwei Drittel. Für Hannover Rück gelte „Weiter so“, sagte der Vorstandschef. Künftig sollen sich die Gewinne aus der Erst- und der Rückversicherung aber die Waage halten – wann, darauf will sich Leue nicht genau festlegen.

Talanx will ein Viertel mehr Gewinn und Dividende

Quelle: Reuters

Symbolfoto: Bild von Patrick Sommer auf Pixabay

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