Samstag, Mai 18, 2024
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Das ist die richtige Zahnputzmethode

Zwei Drittel aller Deutschen stimmten bei einer Umfrage zu, dass schöne Zähne zu einem gepflegten Erscheinungsbild beitragen. Dennoch wird die richtige Zahnpflege von vielen Personen stark vernachlässigt. Lediglich die Hälfte der Befragten putzen sich täglich die Zähne, die meisten von ihnen verwenden keine Zahnseide und wechseln ihre Zahnbürsten nicht regelmäßig. Dabei wird empfohlen, spätestens alle drei Monate einmal die Zahnbürste auszutauschen.

Doch wie führt man die tägliche Zahnreinigung am besten aus? Worauf sollte man achten und wie viel Zeit sollte man sich für das Zähneputzen nehmen? 

Zweimal am Tag sollten Zähne geputzt werden

Grundsätzlich sollte man sich die Zähne zweimal am Tag, morgens und abends, putzen. Selbst wenn man nicht nach jeder Mahlzeit dazu kommt, sollte man keineswegs morgens auf die Reinigung der Zunge und abends auf das Verwenden von Zahnseide verzichten. Idealerweise dauert die Zahnreinigung zwei bis drei Minuten. Doch Vorsicht: Zu langes und druckvolles Putzen kann dazu führen, dass der Zahnschmelz und das Zahnfleisch verletzt werden.

So putzt man sich die Zähne richtig

Es gibt viele Methoden, die Bewegungen mit einer Handzahnbürste auszuführen. Die gängigste und meist empfohlene Methode ist hierbei, vom Zahnfleisch zu den Zähnen zu putzen. Das heißt, die Zahnbeläge werden „weggefegt“, in dem man von Rot nach Weiß auswischt. Die Zahnbürste wird schräg zum Zahnfleisch hin angesetzt und mit leichten Bewegungen ausgefegt. Auch wird empfohlen, elektrische Zahnbürsten zu verwenden. Hier erfolgt die Reinigung bei gleicher Putzzeit. 

Darüber hinaus muss beachtet werden, dass weder die Hand- noch die elektrische Zahnbürste an bestimmte Stellen in den Zahnzwischenräumen gelangen kann. Hier sammeln sich 30 Prozent der Zahnbeläge und Speisereste an. Um die Zähne von den angesammelten Bakterien und Belägen zu befreien, sollte stets Zahnseide verwendet werden. Insbesondere an den Stellen, an denen die benachbarten Zähne sich berühren, ist die Gefahr für Karies groß.

So kommt folglich die Zahnseide zum Einsatz und beugt Komplikationen vor. Aber auch hier wird Vorsicht geboten. Der gespannte Faden sollte vorsichtig zwischen den Zähnen auf und ab bewegt werden, ansonsten besteht die Gefahr, ins Zahnfleisch einzuschneiden. Denn Zahnfleischbluten kann dazu führen, dass sich das Zahnfleisch zurückzieht und sich die Zähne lockern. Trotzdem sollte man sich bei einer vorsichtigen Anwendung von Zahnseide nicht entmutigen lassen, falls es doch blutet. Das anfängliche Bluten am Zahnfleisch wird von Mal zu Mal weniger. Dementsprechend ist es wichtig, die Zwischenräume einmal täglich zu reinigen.

Geheimtipp: Ultraschallzahnbürsten

Möchte man eine noch einfachere Zahnreinigungsroutine, so empfiehlt es sich, Ultraschallzahnbürsten zu verwenden. Mit ihrer Ultraschall-Technik, bei der 96 Millionen Ultraschallschwingungen pro Minute ausgelöst werden, ist eine tiefe Reinigung der Zähne ohne Bewegung möglich. Denn im Gegensatz zu herkömmlichen Zahnbürsten, ist es hier nicht notwendig, Bewegungen mit der Hand auszuführen. Auch rotiert sich der Bürstenkopf bei der Ultraschallzahnbürste nicht.

Der Aufsatz muss lediglich an die einzelnen Zähne für mindestens sechs Sekunden gehalten werden. Dafür ist es notwendig, die dazugehörige Ultraschallzahnpasta vorher aufzutragen. Diese beinhaltet nämlich Mikrobläschen, die in Zusammenarbeit mit den Ultraschallschwingungen einen Sog-Effekt hervorrufen. Der Biofilm wird eingesaugt und Bakterien werden minimiert.

Dadurch, dass bei dieser Methodik keine Bewegungen notwendig sind, wird das Zahnfleisch und der Zahnschmelz geschont. Die abrasionsfreie Methode ist zudem geeignet für jeden Menschen: Senioren, Zahnspangen-Träger und Personen, die auf eine leichte Zahnreinigung vor oder nach einem Eingriff angewiesen sind. Auch gilt die Handhabung der Ultraschallzahnbürste als barrierefrei, sodass Menschen mit Beeinträchtigung problemlos die Zahnbürste verwenden können.

Fazit

Die richtige Zahnreinigung kann ganz einfach sein. Die Grundprinzipien lauten wie folgt: mindestens zweimal täglich, für zwei bis drei Minuten und in Kombination mit Zahnseide. Hierbei ist jedoch die richtige Anwendung wichtig, um Risiken zu vermeiden. Es sollte in keinem Fall mit zu viel Druck geschrubbt werden, da sonst das Zahnfleisch beschädigt wird. Auch ist die Zahnseide mit Vorsicht zu verwenden, um tiefe Verletzungen zu vermeiden. Wem es schwerfällt, die Zähne sanft und gründlich zu putzen, dem bietet sich die Option an, eine Ultraschallzahnbürste zu verwenden. Die Methodik ist kinderleicht und es wird keine Stelle in den Zahnzwischenräumen ausgelassen.

Autor:Can Emekci ist COO der EMAG AG. Das Unternehmen hat sich auf die Entwicklung, Herstellung sowie den Vertrieb von Ultraschallgeräten und Zubehör für Nagelmodellage spezialisiert. Die EMAG AG besitzt eine eigene Forschungs- und Entwicklungsabteilung und hat u. a. ihr Ultraschallgerät zur Mikro-Zahnreinigung patentieren lassen. https://www.emmi-dent.de

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

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