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Studie: Falscher Kauf-Zeitpunkt kostet Haushalte viel Geld

Berlin, 16. Mrz – Schwankende Preise von Konsumgütern kosten die deutschen Verbraucher einer Studie zufolge viel Geld. Der Unterschied zwischen dem günstigsten und teuersten Monat der 300 untersuchten Waren lag 2022 bei durchschnittlich 8,5 Prozent, wie aus der Reuters am Donnerstag vorliegenden Untersuchung im Auftrag der Bank Barclays hervorgeht. Gemessen an den jeweiligen Konsumausgaben entspreche dies einer Summe von 43 Milliarden Euro oder etwas mehr als 1000 Euro pro Haushalt.

Werden sämtliche Produkte und Dienstleistungen betrachtet, die auch für die Inflationsberechnung herangezogen werden – also etwa auch Mieten, Strom und Gas oder Lebensmittel – lag die maximale Preisschwankung sogar bei mehr als zehn Prozent. Dies entspricht einem Effekt von etwa 200 Milliarden Euro oder rund 5000 Euro pro Haushalt. 

„Preisschwankungen können zum Problem werden, insbesondere dann, wenn sich Anschaffungen nicht verschieben lassen“, sagte der Chef des europäischen Privatkundengeschäfts von Barclays, Tobias Grieß. Durch smartes Timing beim Einkauf lasse sich häufig Geld sparen, wie ein Vergleich der Konsum- und Preisentwicklung zwischen 2015 und 2022 zeige. Der Analyse zufolge war der Januar für Haushalts- und Garten-Artikel, Mode sowie Pkw und Autozubehör am häufigsten der günstigste Monat. Bei Elektronikartikeln ist das Bild dagegen sehr divers: So waren E-Book-Reader und PC-Zubehör statistisch gesehen in den Frühlingsmonaten März bis Mai am günstigsten. Heimkino-Anlagen und Audiogeräte wie Kopfhörer hatten ihre billigsten Angebote zwischen Juni und September. Monitore, Drucker und Laptops wiederum waren im Herbst am häufigsten günstig. Bei TV-Geräten, Spielekonsolen und Digitalkameras waren die Chancen auf einen guten Preis vor allem im Dezember hoch.

Besonders stark schwankten die Preise von Modeartikeln im Jahresverlauf 2022 mit 11,1 Prozent, gefolgt von Produkten für Haushalt und Garten mit 9,1 Prozent sowie Pkw und Autozubehör mit 7,8 Prozent. Auch bei Elektronikartikeln wie Digitalkameras, E-Book-Readern oder Fernsehgeräten lohnt es sich demnach, bei günstigen Preisen zuzugreifen: Hier gingen die Durchschnittspreise um 7,1 Prozent auseinander.

„Wir beobachten, dass unsere Kunden bei der Nutzung der Kreditkarte immer häufiger von der Option Gebrauch machen, einzelne Käufe in Ratenzahlungen umzuwandeln“, sagte Barclays-Manager Grieß. „Dies kann gerade bei großen Preisschwankungen sinnvoll sein, zum Beispiel dann, wenn die Ersparnis den zu leistenden Zins übersteigt.“

Da sich die ermittelten Preisschwankungen auf Durchschnittspreise beziehen, fällt das mögliche Einsparpotenzial für Verbraucherinnen und Verbraucher häufig sogar noch höher aus. So dürfte die Differenz zwischen dem günstigsten und dem höchstmöglichen Preis eines Produktes im Jahresverlauf den ermittelten Durchschnittswert deutlich übersteigen. 

Studie: Falscher Kauf-Zeitpunkt kostet Haushalte viel Geld

Quelle: Reuters

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