Samstag, Juni 22, 2024
StartKommentarSchwellenländer können von den Spannungen zwischen den USA und China profitieren

Schwellenländer können von den Spannungen zwischen den USA und China profitieren

Ein aktueller Marktkommentar von Von Raj Shant, Portfoliospezialist bei Jennison Associates:

Nach Angaben des IWF dürfte das Wachstum in den Schwellenländern in diesem Jahr leicht auf 4 % steigen, unterstützt durch die Wiedereröffnung Chinas. Dagegen wird sich das erwartete Wachstum in den Industrieländern auf 1,2 % mehr als halbieren. 

Dies steht im Einklang mit früheren Jahren, in denen das BIP-Wachstum in den Schwellenländern im Durchschnitt deutlich über dem der Industrieländer lag. Die relativen Marktrenditen zeigen jedoch im Allgemeinen das Gegenteil. Anleger, insbesondere in Schwellenländer-Indexfonds, stellen oft schnell fest, dass der Markt nicht die Wirtschaft ist und die Wirtschaft nicht der Markt.

Dies liegt vor allem daran, dass das Wirtschaftswachstum in den Schwellenländern hauptsächlich von einer begrenzten Anzahl dynamischer und innovativer Unternehmen getragen wird. Umgekehrt schaffen über 60 % der Unternehmen während eines durchschnittlichen Konjunkturzyklus in der Regel nur einen geringen oder gar keinen wirtschaftlichen Wert.

Dies erklärt zwar die enttäuschenden Renditen für EM-Index-Investoren, zeigt aber auch, wie wichtig es ist, die besten Wachstumsaktien mit einem aktiven Ansatz zu identifizieren. So sind etwa die Schwellenländer, in denen traditionelle Bankdienstleistungen und Festnetzanschlüsse nur begrenzt verbreitet sind, weltweit führend bei mobilen Zahlungen.

China ist nach wie vor ein starker Motor für die Schwellenländer, und viele Volkswirtschaften profitieren von der Wiedereröffnung des Landes und möglicherweise auch von den zunehmenden Spannungen zwischen den USA und China. Wir sehen, dass Produzenten eine stärkere regionale Diversifizierung anstreben, um die Abhängigkeiten in der Lieferkette und das Risiko politischer Risiken in China zu verringern. Dies kann zu regionalen Strategien wie einer „China + 1“-Strategie führen, bei der Kapazitäten in anderen Schwellenländern aufgebaut werden.

Dies kann auch zur Schaffung von hochwertigen Arbeitsplätzen führen und die Exporte in Länder wie Indien, Mexiko oder die Türkei steigern. Der größte Nutznießer könnte Indien sein, auch wenn die derzeitigen Marktbewertungen das kurzfristige Gewinnwachstumspotenzial übersteigen könnten. Indien hat starke strukturelle Vorteile – einschließlich eines Bildungssystems, das einige der besten Führungskräfte des Silicon Valley hervorgebracht hat. Außerdem wächst der indische Anteil am weltweiten Patentmarkt kontinuierlich, was eine echte Innovation darstellt.

Schwellenländer können von den Spannungen zwischen den USA und China profitieren

Foto von Raj Shant (Quelle: Jennison / PGIM)

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