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Freitag, Februar 3, 2023

Schnellladen im Fokus: neue Tarifstruktur und Preise im EnBW HyperNetz

Expertenmeinungen

Drei neue Ladetarife für jeden Bedarf / Ein Preis für Normal- und Schnellladen und Preisvorteil an EnBW-eigenen Ladepunkten / Anhaltend hohe Strombeschaffungskosten führen zu insgesamt höheren Ladestrompreisen

Die EnBW ist nicht nur die Betreiberin der größten Schnellladenetze Deutschlands und Österreichs. Mit ihren EnBW mobility+ Tarifen können Autofahrer*innen auch im EnBW HyperNetz an mehr als 300.000 Ladepunkten in Europa zu überall einheitlichen Preisen laden. Dieses in der Form einzigartige Angebot gestaltet die EnBW für ihre Kund*innen nun noch übersichtlicher: Ab 17. Januar 2023 gelten die drei neuen EnBW mobility+ Ladetarife S, M und L. In allen drei Tarifen gelten einheitliche Kilowattstundenpreise für Normal- und Schnellladen.

Zudem bieten sie einen Preisvorteil an EnBW-eigenen Ladepunkten. Insgesamt steigen die Kilowattstundenpreise im Schnitt um 27 Prozent aufgrund der anhaltend hohen Beschaffungskosten im Strommarkt. Beim Schnellladen fallen die Änderungen geringer aus (siehe Übersicht unten).

Timo Sillober, Chief Sales & Operations Officer der EnBW, sagt dazu: „Wir machen das Laden für alle Autofahrer*innen noch einmal einfacher. Es gibt nur noch einen Kilowattstundenpreis an EnBW-eigenen sowie einen an fremden Ladepunkten – egal ob für normales oder schnelles Laden, ob im In- oder Ausland, ob morgens oder abends, ob wochentags oder feiertags. Mehr Einfachheit, Kostentransparenz und Planungssicherheit bietet kein anderer Anbieter.“

Die neuen EnBW mobility+ Ladetarife S und M lösen den bisherigen Standard- und Viellader-Tarif ab. Kund*innen werden automatisch in den jeweiligen neuen Tarif überführt und individuell darüber informiert. Neu hinzu kommt der EnBW mobility+ Ladetarif L. Dieser berücksichtigt, dass Autofahrer*innen zunehmend lange Strecken elektrisch fahren und entsprechend häufiger öffentlich laden. Die Tarife im Einzelnen:[1]

  • EnBW mobility+ Ladetarif S für weniger als dreimal monatlich laden: 61 ct/kWh an EnBW-Ladepunkten und 65 ct/kWh bei anderen Betreibern; ohne Grundgebühr
  • EnBW mobility+ Ladetarif M ab dreimal monatlich laden: 49 ct/kWh an EnBW-Ladepunkten und 57 ct/kWh bei anderen Betreibern; Grundgebühr 5,99 Euro/Monat
  • EnBW mobility+ Ladetarif L ab sechsmal monatlich laden: 39 ct/kWh an EnBW-Ladepunkten und 50 ct/kWh bei anderen Betreibern; Grundgebühr 17,99 Euro/Monat

Die neuen Preise bedeuten insgesamt eine Erhöhung im Vergleich zu den aktuell gültigen Preisen. Die EnBW ist eine der letzten Elektromobilitäts-Anbieterinnen, die die gestiegenen Energiekosten an ihre Kund*innen weitergibt. Denn die Beschaffungskosten für Strom haben sich in den vergangenen Monaten massiv erhöht. Sie halten sich trotz sinkender Tendenz auf einem etwa doppelt so hohen Niveau im Vergleich zum Vorjahr. Dennoch konnte die EnBW ihre Ladestrompreise auch in der aktuellen Energiekrise lange Zeit stabil halten. In den rund vier Jahren vor der Einführung der neuen Ladetarife hatte sie die Preise für das öffentliche Laden lediglich einmal angepasst.[2] Mit den neuen Preisen liegt das von unabhängigen Tests regelmäßig ausgezeichnete EnBW mobility+ Ladeangebot[3] beim Schnellladen weiterhin unter dem Marktdurchschnitt. Insgesamt betrachtet bewegen sich die neuen Preise im Marktmittelfeld, beim Normalladen darüber.

Alle Tarife sind wie gewohnt überall im europaweiten EnBW HyperNetz ohne Aufpreis gültig und monatlich wechselbar oder kündbar. Je nach Fahrzeug können EnBW mobility+ Kund*innen in allen Tarifen kostenlos die Funktion AutoCharge nutzen. Neben den EnBW mobility+ Ladetarifen S, M und L bietet die EnBW weiterhin auch den Vorteils-Tarif für ihre Haushaltsstrom- und Gaskund*innen sowie das EnBW E-Mobilitäts-Komfort-Paket, das neben der Möglichkeit im EnBW HyperNetz zu laden auch das Laden zuhause und auf Wunsch eine Wallbox enthält.

Schnellladen relevanter als Normalladen im öffentlichen Raum

Mit der neuen Tarifstruktur wird die EnBW den Entwicklungen der vergangenen Jahre gerecht, in denen das Schnellladen (DC) gegenüber dem langsameren Normalladen (AC)[4] im öffentlichen Raum erheblich an Bedeutung gewonnen hat. Denn die meisten E-Autos am Markt können heute hohe Ladeleistungen nutzen, um in kurzer Zeit große Strommengen aufzunehmen. Vor allem fügt sich schnelles Laden optimal in den Alltag der Menschen ein, wenn sie beispielsweise ihr Auto während des Einkaufens nebenher vollladen, oder auf langen Strecken kurze Pausen zum Nachladen nutzen. Das zeigt sich darin, dass die Mehrzahl der EnBW mobility+ Kund*innen heute vor allem schnelle DC-Ladepunkte nutzt. Auch den überwiegenden Teil der Strommengen laden sie an Schnellladepunkten – mit zunehmender Tendenz.

Diesen steigenden Bedarf an Schnelllademöglichkeiten unterstützt die EnBW seit Jahren. Sie fokussiert sich dabei auf den Ausbau der bundesweiten, öffentlichen Schnellladeinfrastruktur, wofür sie deutlich mehr als 100 Millionen Euro pro Jahr investiert. Bereits heute betreibt sie das größte Schnellladenetz Deutschlands. Bis 2030 wird sie rund 30.000 Schnellladepunkte bereitstellen, was einen relevanten Anteil der bis dahin benötigten insgesamt 130.000 bis 150.000 Schnellladepunkte ausmacht. Diese Zahl deckt den gesamten Ladebedarf im öffentlichen Raum für die bis dahin geplanten 15 Millionen E-Autos auf Deutschlands Straßen.[5] Den Bedarf für das langsamere Wechselstromladen sieht die EnBW vor allem im privaten Raum sowie im halböffentlichen Raum, etwa in Parkhäusern oder am Arbeitsplatz, wo die Fahrzeuge deutlich länger stehen.

Die neuen EnBW mobility+ Ladetarife bilden gleichzeitig eine weitere Entwicklung der vergangenen Monate ab: In dieser Zeit haben sich die Roamingpreise für das Laden bei anderen Betreibern beim langsameren AC-Laden mehr und mehr denen für das Schnellladen mit Gleichstrom angeglichen. Roamingpreise sind die Kosten, die ein E-Mobilitätsanbieter einem Ladeinfrastrukturbetreiber bezahlt, wenn die Kund*innen des Anbieters die Ladepunkte des Betreibers nutzen. Diese Entwicklung muss die EnBW bei ihrer Tarifgestaltung berücksichtigen, weshalb die Kilowattstundenpreise für das Normalladen stärker steigen.

Bild Die neuen EnBW mobility+ Ladetarife S, M und L auf einen Blick (Quelle: EnBW)

Quelle EnBW Energie Baden-Württemberg AG

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