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Mittwoch, November 30, 2022

Preisdruck bremst Erholung an der Wall Street

Expertenmeinungen

Frankfurt/Berlin, 12. Okt – Nach der jüngsten Talfahrt tasten sich Anleger an die Wall Street zurück. Die Aussicht auf ein anhaltend strammes Zinserhöhungstempo der US-Notenbank Fed dämpfte ihre Kauflaune am Mittwoch allerdings. Der Dow Jones verlor 0,1 Prozent auf 29.211 Punkte. Der technologielastige Nasdaq gab 0,1 Prozent auf 10.417 Stellen nach und der breit gefasste S&P 500 büßte 0,3 Prozent auf 3577 Punkte ein. 

Die US-Erzeugerpreise stiegen im September zum Vormonat um 0,4 Prozent, doppelt so stark wie erwartet. Außerdem verringerte sich die Teuerung im Vergleich zum Vorjahreszeitraum weniger stark als erhofft. Die Inflation sei hartnäckig und die Spekulationen auf eine Entspannung verfrüht, sagte Joe Saluzzi, Manager beim Brokerhaus Themis. Daher erhöhe die Fed die Zinsen in großen Schritten. 

Die US-Notenbank zeigte sich in den noch während der Handelszeit veröffentlichten Protokollen ihrer Septembersitzung entschlossen, die Zinsen weiter anzuheben, dabei aber die Konjunkturaussichten im Blick zu behalten. Bei Investoren gilt als sicher, dass die Fed den Leitzins Anfang November das vierte Mal in Folge um 0,75 Prozentpunkte anhebt. 

Diese Aussicht schürte die Furcht vor einer Rezession und einer sinkenden Rohöl-Nachfrage. Daher verbilligte sich die US-Sorte WTI um 2,6 Prozent auf 87,04 Dollar je Barrel (159 Liter). Ein Medienbericht über etwaige US-Maßnahmen gegen die russische Aluminium-Industrie gab Alcoa Auftrieb. Die Aktien der US-Aluminiumhütte stiegen um 5,3 Prozent.

PEPSI HEBT PROGNOSEN AN – MODERNA MIT KURSSPRUNG

Zu den Gewinnern am Aktienmarkt zählte Pepsi mit einem Kursplus von knapp 4,2 Prozent. Dank robuster Nachfrage und Preiserhöhungen peilt der Getränke- und Knabberartikel-Anbieter ein Umsatzplus von zwölf statt bislang zehn Prozent an. Auch der Gewinn soll höher liegen. Pepsi habe zudem mit dem Quartalsergebnis die gestiegenen Erwartungen übertroffen, lobte Analyst Kevin Grundy von der Investmentbank Jefferies. Auf dieser Basis erschienen die Ziele für 2022 konservativ. Im Windschatten legte der Rivale Coca-Cola 1,2 Prozent zu. 

Aufwärts ging es auch für Moderna, die zunächst mit einem Plus von bis zu 17,2 Prozent auf den größten Tagesgewinn seit einem knappen Jahr zusteuerten, um dann bei 8,3 Prozent im Plus zu schließen. Die Biotech-Firma will gemeinsam mit Merck & Co einen Krebs-Impfstoff entwickeln und vermarkten. Dafür erhält es vom Pharmakonzern einen Vorschuss von 250 Millionen Dollar. Das sei ein Hinweis, dass die laufenden Tests für den entsprechenden Vakzin-Kandidaten die erhofften Ergebnisse liefern, sagte ein Börsianer. 

Uber und Lyft verbuchten Kursgewinne von bis zu 5,5 Prozent. Experten erwarten einen jahrelangen Streit über ein neues US-Gesetz, das es den beiden Fahrdienst-Vermittlern und anderen Firmen wie Lieferdiensten erschwert, Fahrer als Selbstständige zu beschäftigen. Das Gesetz könnte entschärft oder auch komplett verhindert werden.

Preisdruck bremst Erholung an der Wall Street

Quelle: Reuters

Titelfoto: Symbolfoto

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