Marktentwicklungen: 24. Januar 2022

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Update: 16:13 Uhr

24. Jan (Reuters) – Es folgt der Reuters-Blick zu wichtigen Entwicklungen aus der Unternehmenswelt über die Top-Themen des Tages hinaus:

SCHAEFFLER – München: Das Herzogenauracher Unternehmen baut mit einer Übernahme sein Industriegeschäft aus. Schaeffler habe den Robotikspezialisten Melior Motion gekauft, teilte das Unternehmen mit. Zum Kaufpreis äußerten sich die Firmen nicht. Melior stellt unter anderem Getriebe für Industrieroboter her und kam im abgelaufenen Jahr auf einen Umsatz von 23 Millionen Euro. Schaeffler ist seit längerem auf der Suche nach Übernahmemöglichkeiten im Industriegeschäft, nachdem das Unternehmen beim Verkauf der ABB-Sparte Dodge nicht zum Zuge gekommen war.

BOEING – Paris: Der US-Flugzeughersteller investiert weitere 450 Millionen Dollar in den Flugtaxi-Anbieter Wisk. Das Geld ist für die Entwicklung von autonomen Flugzeugen, wie Boeing mitteilte. Der Konzern ist bereits sei längerem an dem Startup beteiligt. Experten gehen davon aus, dass Wisk das erste selbstfliegende Flugtaxi gegen Ende dieses Jahrzehnts auf den Markt bringt. Boeing äußert sich dazu nicht.

PANASONIC – Tokio: Der Elektronikkonzern will die Produktion seiner neuen, leistungsstärkeren Lithium-Ionen-Batterien für den E-Autobauer Tesla einem Zeitungsbericht zufolge ab 2023 starten. Dafür wolle Panasonic bis zu 80 Milliarden Yen (622 Millionen Euro) in Fabriken in Japan investieren, berichtete die japanische Zeitung „Nikkei“. Der Konzern erklärte auf Reuters-Anfrage, es gebe zu diesem Zeitpunkt nichts anzukündigen. „Wir prüfen verschiedene Optionen für die Massenproduktion, einschließlich einer Testproduktionslinie, die wir in diesem Geschäftsjahr aufbauen.“ Panasonic hatte die Batterie, die rund fünfmal größer ist als die, die der Konzern bisher an Tesla liefert, im Oktober vorgestellt. Sie könnte die Reichweite der Fahrzeuge um etwa ein Fünftel erhöhen und damit Elektroautos für Autofahrer attraktiver machen, berichtete „Nikkei“, ohne Quellen für diese Information zu nennen.

KERING – Paris: Der Luxusgüter-Konzern trennt sich von seinem Uhrengeschäft. Die Sparte mit Marken wie Girard-Perregaux und Ulysse Nardin solle an das derzeitige Management abgegeben werden, teilte das Unternehmen mit. Das Geschäft stehe in Einklang mit der Strategie der Gucci-Mutter, die größten Marken zu stärken. Die Uhrenbranche erholt sich nach einem herben Einbruch in der Corona-Pandemie derzeit wieder. Analysten verweisen aber darauf, dass auch der Wettbewerb härter wird.

VAAR ENERGI – Oslo: Der italienische Energieversorger Eni und die norwegische Beteiligungsfirma HitecVision wollen ihr Gemeinschaftsunternehmen Vaar Energi an die Börse in Oslo bringen. Das teilten die beiden Unternehmen, die 69,8 Prozent und 30,2 Prozent an dem Gas- und Ölunternehmen halten, mit. Eni wolle mit einer Mehrheitsbeteiligung von „50-plus“ an Vaar beteiligt bleiben, sagte Vaar-Chef Torger Roed. Zur möglichen Bewertung wollte er sich nicht äußern. Insider hatten zu Reuters gesagt, Vaar Energie könnte mit zehn bis 15 Milliarden Dollar bewertet werden. Es wäre einer der größten Aktienplatzierungen an der Börse in Oslo.

HORNBACH BAUMARKT – München: Die Hornbach Holding treibt den Rückzug der Baumarkt-Tochter von der Börse voran. Vorstand und Aufsichtsrat der Hornbach Baumarkt-AG stellten sich hinter die Delisting-Pläne, wie das Unternehmen mitteilte. Sie seien im besten Interesse der Gruppe und ihrer Anteilseigner, das Abfindungsangebot von 47,50 Euro je Aktie sei angemessen. Hornbach Baumarkt werde nun „zeitnah“ die Zulassung zum streng regulierten Prime Standard kündigen.

PHILIPS – Amsterdam: Der unter fehlenden Elektronikbauteilen leidende Medizintechnikkonzern rechnet in der zweiten Jahreshälfte mit einer starken Umsatzerholung. Zunächst würden die Engpässe aber anhalten, gab der niederländische Konzern bekannt. Zu Beginn des Jahres würden die Erlöse weiter zurückgehen. Im Gesamtjahr werde es dann zu einem Plus zwischen drei und fünf Prozent reichen. Ein stärkeres Wachstum verhindere die Beatmungsgerätesparte, die immer noch unter einem teuren Rückruf leide. Philips hatte bereits Mitte Januar mit einem deutlichen Rückgang des Betriebsgewinns und Umsatzes im vierten Quartal überrascht und damit die Aktie auf Talfahrt geschickt.

TEMASEK – Singapur: Der Staatsfonds aus Singapur kauft Insidern zufolge für sieben Milliarden Dollar den Material- und Produkt-Prüfdienstleister Element Materials Technology. Verkäufer des britischen Unternehmens sei der Finanzinvestor Bridgepoint, sagten zwei mit der Angelegenheit vertraute Personen zu Reuters. Die Übernahme ist eine der größten des Investmentfonds und sie ist ungewöhnlich für Temasek. In der Regel übernehmen die Singapurer nur Minderheitsanteile an Firmen. Bei Element Materials Technology ist Temasek bereits 2019 eingestiegen. Bridgepoint hatte Element vom Finanzinvestor 3i im Dezember 2015 gekauft.

TOSHIBA – Tokio: Der japanische Mischkonzern hat die Produktion in seiner Chipfabrik in Oita nach einem Erdbeben vorübergehend gestoppt. Einige Geräte seien zerstört worden, teilte Toshiba mit. Die Auswirkungen auf die Herstellung würden noch geprüft. Am Wochenende hatte ein schweres Beben die Region erschüttert. Alle Chiphersteller arbeiten angesichts der Knappheit an Halbleitern derzeit mit voller Auslastung.

PELOTON – Der aktivistische Investor Blackwells Capital bereitet einer Zeitung zufolge einen Vorstoß vor, um eine Ablösung des Chefs des Fitnessgeräte-Herstellers, John Foley, zu erreichen. Zudem solle ein Verkauf von Peloton an einen größeren Technologie- oder Fitnesskonzern geprüft werden, berichtete das „Wall Street Journal“ unter Berufung auf mit dem Vorgang vertraute Personen. Stellungnahmen von Peloton und Blackwells lagen nicht vor. Peloton hatte in der vergangenen Woche einen Kurssturz erlitten.

Marktentwicklungen: 21. Januar 2022

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