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Montag, Dezember 5, 2022

Lockere Finanzpolitik würde nicht zu EZB-Zinserhöhungen passen

Expertenmeinungen

Berlin, 26. Sep  – Bundesfinanzminister Christian Lindner will die jüngsten Zinserhöhungen der Europäischen Zentralbank mit einer weniger lockeren Finanzpolitik als in den vergangenen Jahren unterstützen. Die EZB habe zuletzt eine historische Zinserhöhung beschlossen und man brauche nicht viel Fantasie, weitere Schritte nach oben wegen der hohen Inflation zu erwarten, sagte der FDP-Vorsitzende am Montagabend in Berlin bei einer Veranstaltung der FAZ. Der Staat dürfe jetzt nicht mit hohen Schulden die Inflation noch anheizen und so gegen die EZB arbeiten, sondern müsse neutral sein. Kaufkraftverluste müssten ausgeglichen werden, aber die Nachfrage nicht noch stimuliert werden. 

Lindner will nächstes Jahr die im Grundgesetz verankerte Schuldenbremse wieder einhalten, was mit einer deutlich geringeren Neuverschuldung einhergeht. Er sagte, die Inflation, die in Deutschland auf dem höchsten Niveau seit Jahrzehnten liegt, sei die größte Gefahr für das wirtschaftliche Fundament. Menschen verarmten durch sie, Firmen investierten weniger. Oberste Priorität in Europa müsse es daher haben, eine gemeinsame Antwort darauf zu finden.

Lockere Finanzpolitik würde nicht zu EZB-Zinserhöhungen passen

Quelle: Reuters

Titelfoto: Symbolfoto

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