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Freitag, Dezember 9, 2022

Insider – Bundesliga startet Verkaufsprozess zu Medienrechten

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München, 11. Sep (Reuters) – Die Deutsche Fußball-Liga (DFL) macht mit ihren Plänen zu einem milliardenschweren Verkauf von Medienrechten offenbar ernst. Am Montag sollen Gespräche mit acht Finanzinvestoren beginnen, die Interesse an der Übernahme von bis zu 20 Prozent an den nationalen und internationalen Übertragungsrechten an der ersten und zweiten Bundesliga gezeigt haben, wie zwei mit dem Vorhaben vertraute Personen am Sonntag der Nachrichtenagentur Reuters sagten. Das „Handelsblatt“ und die „Bild“-Zeitung hatten darüber bereits am Wochenende berichtet. Die noch zu gründende Rechte- Vermarktungstochter könnte dabei mit 15 bis 18 Milliarden Euro bewertet werden. Der DFL und den 36 Profivereinen könnten damit mehr als drei Milliarden Euro zufließen.

„Im Zuge verschiedener Überlegungen zur Zukunft des deutschen Profifußballs wird unter anderem die Option einer strategischen Partnerschaft geprüft, die Wachstumskapital und Know-how auf Zukunftsfeldern bringt“, sagte ein DFL-Sprecher. „Hierzu wird, wie angekündigt, derzeit ein formaler Prozess aufgesetzt.“ Die Profiklubs hatten der DFL, die die Bundesliga organisiert, Mitte August grünes Licht gegeben, Angebote einzuholen. Ziel sei es, in den kommenden Monaten eine Vorlage für die Vereine zu erarbeiten, sagte der Sprecher. Organisiert wird der Verkaufsprozess Finanzkreisen zufolge von den Investmentbanken Nomura und Deutsche Bank.

Der Prozess dürfte sich laut Insidern bis ins kommende Jahr hinziehen, die Vereine haben auf einer DFL-Mitgliederversammlung das letzte Wort. Mit dem Plan, Investoren für die Auslandsrechte ins Boot zu holen, hatte sich die DFL bei den Vereinen eine Abfuhr geholt. Das hätte rund 500 Millionen Euro eingebracht. In den vergangenen Monaten mehrten sich allerdings die Stimmen bei den Vereinsmanagern, die dem Erschließen neuer Geldquellen das Wort reden, um die Bundesliga konkurrenzfähig zu den Ligen in Spanien und England zu halten.

Beim Verkauf der Fernsehrechte in Deutschland hatte die DFL im vergangenen Jahr erstmals Abstriche machen müssen, im Ausland ist die Bundesliga weit weniger gefragt als die spanische Liga und die englische Premier League. Mit Hilfe der Finanzinvestoren will die Bundesliga die Einnahmen ankurbeln. Die Erlöse sollen aber nicht in Spielergehälter und Beraterprovisionen fließen, sondern in die Infrastruktur der Vereine.

Dem „Handelsblatt“ zufolge gehören die Beteiligungsfirmen CVC, KKR, EQT, Blackstone und Bridgepoint zu den acht Interessenten. Nach den Treffen sollten die Bieter bis November oder Dezember unverbindliche Offerten vorlegen. Ein kleinerer Kreis soll anschließend in die Bücher, anschließend wird eine kleine Anzahl von Bietern in die nächste Runde gelassen. Nach sorgfältiger Buchprüfung dürfen sie dann voraussichtlich Januar oder Februar finale Gebote vorlegen.

Insider – Bundesliga startet Verkaufsprozess zu Medienrechten

Quelle: Reuters

Titelfoto: Symbolfoto

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