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Samstag, Januar 28, 2023

Höhere Preise und mehr Wartungsgeschäft kommen Lkw-Bauer Traton zugute

Expertenmeinungen

Berlin, 28. Okt – Die Volkswagen-Nutzfahrzeugtochter Traton rechnet trotz der Inflation und der befürchteten Rezession in Europa mit einer starken Nachfrage nach Lastwagen und Bussen. Die Bestellungen gingen weiterhin mit einer sehr guten Rate ein, sagte Traton-Chef Christian Levin am Freitag bei der Vorlage der Quartalszahlen. Die Bücher seien bis in die zweite Jahreshälfte 2023 gefüllt. In den ersten neun Monaten 2022 verbuchte das Unternehmen, das Nutzfahrzeuge der Marken MAN, Scania, Navistar und VWCO herstellt, zwar mit 256.191 Fahrzeugen fünf Prozent weniger Bestellungen als vor Jahresfrist. Levin verwies aber darauf, dass Traton selbst auf die Bremse gedrückt habe: So sei der Auftragsbestand ohnehin schon hoch und müsse abgearbeitet werden, dazu kämen Lieferengpässe bei wichtigen Teilen sowie die Einführung eines neuen Dieselmotors bei Scania. 

Mit der restriktiven Auftragsannahme sollte Levin zufolge zudem sichergestellt werden, dass den steigenden Kosten für Rohstoffe, Energie, Zulieferteilen und Logistik Rechnung getragen wird. An seiner Prognose für das Gesamtjahr hält der Vorstand fest und rechnet weiterhin mit einem erheblichen Anstieg beim Absatz sowie einem sehr starken Umsatzplus. „Gleichzeitig bleibt die Unsicherheit in unserem Marktumfeld sehr hoch“, merkte Finanzchefin Annette Danielski an. So seien die Risiken eines möglichen Energiemangels, anhaltender Versorgungsengpässe bei Zulieferern und der weitere Verlauf des Kriegs in der Ukraine nicht mit hinreichender Sicherheit vorherzusagen. Auch könne es zu Verwerfungen bei einer sich wieder verschärfenden Corona-Lage kommen. 

An der Börse reagierten die Anleger verschnupft auf die Geschäftszahlen: Die Traton-Aktie verlor bis zu acht Prozent.

In den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres profitierte Traton von höheren Verkaufspreisen für Nutzfahrzeugen und einem anziehenden Wartungsgeschäft. Der Umsatz legte um ein Drittel auf 28,5 Milliarden Euro zu. Der Betriebsgewinn verbesserte sich leicht auf 1,35 Milliarden Euro. Traton habe deutlich positive Preis- und Mixeffekte sowie ein weiterhin stark wachsendes Service-Geschäft verzeichnet, das gut ein Fünftel zum Gesamtumsatz beitrage, hieß es. Auch der Lkw-Absatz verbesserte sich um elf Prozent, obwohl MAN nach dem russischen Angriff auf die Ukraine die Produktion sechs Wochen lang unterbrechen musste, weil Kabelbäume aus dem osteuropäischen Land fehlten.

Höhere Preise und mehr Wartungsgeschäft kommen Lkw-Bauer Traton zugute

Quelle: Reuters

Titelfoto: Symbolfoto

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