Gewerkschaftsnahe Forscher – Zwölf-Euro-Mindestlohn kein Preistreiber

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Berlin, 28. Jan (Reuters) – Die geplante Erhöhung des gesetzlichen Mindestlohns auf zwölf Euro ab Oktober ist laut Berechnungen des gewerkschaftsnahen Instituts IMK kein Inflationstreiber. Es sei allenfalls mit geringen Auswirkungen auf die Verbraucherpreise zu rechnen, so das Fazit der Forscher des Instituts für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK).

Auch die Effekte der von der Mindestlohnkommission vereinbarten Erhöhung auf 10,45 Euro ab Juli haben sie mitberücksichtigt.

Forscher

Den Simulationsberechnungen zufolge dürfte die Teuerung durch die Erhöhung des Mindestlohns auf 12 Euro zur Jahresmitte 2023 kurzfristig um etwa 0,25 Prozentpunkte höher liegen als es ohne die Anhebung der Fall wäre. Der Effekt auf die Inflation würde jedoch schnell wieder abflauen, nach zwei Jahren läge sie genauso hoch wie ohne Mindestlohnanhebung.

Ein Gesetzentwurf des Bundesarbeitsministeriums sieht die Umsetzung der Mindestlohnpläne für den 1. Oktober vor. Die Bundesbank kritisierte jüngst die Pläne und warnte vor mehr Lohndruck durch einen politisch vorgegeben höheren Mindestlohn. Die deutliche Anhebung würde spürbar in die unteren Entgeltbereiche eingreifen und hätte nicht zu vernachlässigende „Ausstrahlungseffekte“ auf die darüber liegenden Lohngruppen. Auch hierdurch dürfte sich der Lohndruck künftig verstärken. 

Gewerkschaftsnahe Forscher – Zwölf-Euro-Mindestlohn kein Preistreiber

Copyright: (c) Copyright Thomson Reuters 2022

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