Den passenden Kreditgeber finden

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FinList bringt Kreditnehmer und Kreditgeber auf nationaler und internationaler Ebene zusammen

Stell Dich doch bitte kurz unseren Lesern vor! 

Ich bin Sandra, 35 Jahre alt und geschäftsführende Gesellschafterin bei FinList. 

Nach meiner ersten eher nicht so erfolgreichen Gründung in der Telekommunikationsbranche mit 21 Jahren hatte ich zwei erfolgreiche im Energie- und Gesundheitssektor. Für mich war Selbstständigkeit also schon immer ein Thema. Irgendwann hat mich dies dann auch vor ein paar Jahren zur gewerblichen Immobilienfinanzierung geführt.

So habe ich mit meinem Co-Founder Florian Hollm FinList gegründet.

Warum habt Ihr Euch entschieden FinList zu gründen? 

Während meiner damaligen Arbeit bei einem Vermittler für gewerbliche Immobilienfinanzierung habe ich gemerkt, dass die Branche digital aus meiner Sicht nicht das abbildet, was die Kunden und Kreditgeber wirklich wollen. Der Mehrwert, schnell und transparent an ein Kreditgebernetzwerk zu gelangen, Kreditverträge schnell und bestmöglich auszuhandeln, wurde auf Kundenseite nicht erfüllt. Bzw. auf Kreditgeberseite wurden Kreditgeber manuell ausgewählt und projektspezifisch unvorgefiltert abgesprochen, sodass ein Projekt manchmal bei zehn oder mehr Kreditgebern angefragt wurde, aber eben nicht bei den drei bis vier wirklich passenden.

Das verursacht auf Kreditnehmerseite teilweise bis zu zwei Wochen Wartezeit bis überhaupt eine Antwort zurückkommt und auf Kreditgeberseite extrem viel unnütze Arbeit. Das gestalten wir gerade mit FinList effizienter.

Welche Vision steckt hinter FinList? 

Für uns ist es wichtig, unseren Kunden Transparenz, Schnelligkeit und Selbstbestimmung auf der Suche nach ihrem passenden Kreditgeber zu liefern. Wir möchten unseren Kreditnehmern keine Kreditgeberpartner vorenthalten, weil wir uns nicht von Provisionszahlungen abhängig machen, sondern dafür sorgen, dass günstig gute strategische Partnerschaften zwischen Kreditnehmern und Kreditgebern auf nationaler und internationaler Ebene im DACH-Raum geschlossen werden können. 

Warum sollte jemand in einer Finanzierungsabteilung oder der einzige Finanzierungsmanager einer Projektentwicklung oder Investmentunternehmens sich mit der Suche nach Kreditgebern beschäftigen, anstatt innerhalb eines Tages direkten Kontakt zu allen potenziell passenden Finanzierungspartnern zu erhalten bzw. spätestens innerhalb einer Woche zu wissen, wer dann auch wirklich ins Finanzierungs-Gespräch zu einem Projekt kommen möchte?

Von der Idee bis zum Start, was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie habt ihr Euch finanziert? 

Da wir die ersten mit einem komplett automatisierten und digitalen Prozess für die Suche, den Vergleich und die Anfrage für gewerbliche Immobilienfinanzierung sind, war es für unsere potenziellen Kunden in den ersten zwei Monaten schwer, die bekannten Anwendungsmethoden abzulegen und auf den neuen Weg zu vertrauen. Irgendwann kam Florian Hollm jedoch auf die Idee einen bekannten ähnlichen Prozess in Form eines (Kreditgeber-)Vergleich zu nutzen, der durch die Gesundheits- und Versicherungsbranche bereits aus dem Privatleben bekannt war. Danach mussten wir nichts mehr erklären.

Wer ist Eure Zielgruppe? 

Unsere Zielgruppe sind Unternehmen im DACH-Raum, die Immobilien jeglicher Nutzungsart zwischen einer und 500 Mio. Euro Gesamtvolumen mit Renditeabsicht bauen oder ankaufen und hierfür eine Immobilienfinanzierung benötigen. Generell alle, die Wachstumsabsichten haben und einen signifikanten Track-Record vorweisen können. 

Künftig werden wir aber auch Privatiers, die sich bereits in die Profi-Richtung entwickeln, algorithmisch unterstützen, professionellere Anfragen an Kreditgeber zu stellen.

Wie funktioniert FinList? Wo liegen die Vorteile? 

FinList funktioniert über zwei Filtermechanismen. Zunächst kann man in einem Kreditgebervergleich herausfinden, ob es projektbezogen Kreditgeber gäbe. Dann kann man die ausgegebenen Kreditgeber auf Besonderheiten hinsichtlich der gewünschten Finanzierungskonditionen wie zum Beispiel Besicherungsmöglichkeiten, Ausschlüsse etc. selektieren und sich anschließend die übrigen Finanzierer in Form einer Projektliste speichern. Nun muss man das Projekt mithilfe einer Projektmaske erstellen. Hier filtert unser Algorithmus aufgrund der Vorhabensbeschreibung des Kunden noch einmal unpassende Finanzierungspartner aus. 

Wie ist das Feedback? 

Bisher haben wir in den letzten fünf Monaten ein von unseren Kunden gesuchtes Kapital von circa 2 Milliarden Euro bedient. Aus dem gesuchten Kapital gingen circa 800 Millionen Euro Projektvolumen hervor. Wir haben monatlich neue Referenzen, die wir auf unserer Website aufstellen und erhalten Empfehlungen.

Wo seht ihr Euch in 5 Jahren? 

In fünf Jahren möchten wir nicht nur im deutschsprachigen Raum, sondern europa- bzw. weltweit agieren. Da wir komplett digital aufgestellt sind, möchten wir an Mitarbeitern nicht so stark wachsen, sondern weiterhin qualitativ und kapazitätsorientiert. Natürlich möchten wir weiterhin so schnell agieren wie bisher.

Wenn ich selber einen Kredit vergeben will, wie ist der Ablauf, wer trägt das Risiko? 

Das Vergaberisiko trägt der Kreditgeber ausschließlich allein, daher ist dieser in Form von den Baselregulierungen der Europäischen Länder stark reguliert.

Kreditgeber haben klare Angaben, wie viel Eigenkapitalausstattung sie in welcher Form aufbringen müssen. Deshalb greifen viele Kreditgeber größtenteils auf ihre Bestandskunden zurück, mit denen sie meistens gute Erfahrungen gemacht bzw. Beziehungen aufgebaut haben. Dennoch gibt es viele Gründe, weshalb es sich für die meisten Kreditnehmer lohnt, mehrere sogenannte Hausbanken zu haben. Hier kommt FinList ins Spiel. Denn wer hier als Kreditnehmer nicht mit aktuellem Hintergrundwissen agiert ist meistens zu langsam am Markt und wird auch nicht also interessanter Neukunde eingestuft.

Früher hat man das den Vermittlern überlassen, denn es hat zu lange gedauert, dieses Wissen aufzubauen. Heute liefern auch Offline-Vermittler nicht mehr schnell genug und sind dazu durch die Provision gleichzeitig nicht gerade kostengünstig. Zudem haben sie oft keine aktualisierten und auf das Investitionsverhalten der Kunden ausgerichteten Kontakte. Es fehlt hier einfach an Transparenz und Tempo – das wollen wir ändern.

Welche Events sollte man 2022 nicht verpassen?

Sicherlich sollte man die Expo-Real dieses Jahr nicht verpassen. Aber auch mal die Events der Immobilienjunioren liefern sowohl Einblicke, als auch aktuelles Wissen zu branchenrelevanten Themen.

Wir bedanken uns bei Sandra Olschewski für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

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