EZB-Aufsicht – EU-Töchter der russischen Sberbank wohl nicht zu retten

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Frankfurt, 28. Feb (Reuters) – Die europäischen Finanzsanktionen in der Ukraine-Krise bringen EU-Ableger der russischen Großbank Sberbank ins taumeln. Wie die EZB-Bankenaufsicht in der Nacht zu Montag mitteilte, sind die in Wien ansässige Sberbank Europe AG und ihre beiden Tochtergesellschaften Sberbank d.d. in Kroatien und Sberbank banka d.d. in Slowenien wahrscheinlich nicht mehr überlebensfähig.

Die Bank werde voraussichtlich bald nicht mehr in der Lage sein, ihre Schulden zu bedienen. Die Einlagen der Sparer seien aber bis zu einer Summe von 100.000 Euro geschützt. Dafür stehe das Einlagensicherungssystem in Österreich bereit – auch für die Filiale in Deutschland – sowie die Sicherungssysteme in Kroatien und in Slovenien.

„Bei der Sberbank Europe AG und ihren Tochtergesellschaften kam es zu erheblichen Abflüssen von Einlagen infolge der Auswirkungen der geopolitischen Spannungen auf ihre Reputation“, erklärten die Bankenwächter der Europäischen Zentralbank (EZB). Dadurch habe sich ihre Liquiditätslage verschlechtert.

Es gebe keine realistischen Aussichten mehr, dass sich dies beheben lasse. Die EU-Behörde zur Abwicklung maroder Banken in der EU, das in Brüssel ansässige Single Resolution Board (SRB), bestätigte die Einstufung der Bankenaufsicht. Das SRB entscheidet nun über die nächsten Schritte.

Die Sberbank Europe AG ist eine von sieben Banken in Österreich, die unter der direkten Aufsicht der EZB stehen. Sie wird von ihr bereits seit Beginn der EZB-Bankenaufsicht im Jahr 2014 überwacht. Der Grund: Aufgrund ihrer umfangreichen grenzüberschreitenden Geschäfte wurde das Institut als bedeutend eingestuft. Ende 2021 hatte das Geldhaus eine Bilanzsumme von 13,6 Milliarden Euro.

EZB-Aufsicht – EU-Töchter der russischen Sberbank wohl nicht zu retten

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Titelfoto: Symbolfoto 

Wichtige Entwicklungen zur Ukraine.

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