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Samstag, Dezember 3, 2022

Energie-Ticker 26.08.22

Expertenmeinungen

26. Aug – Es folgen Entwicklungen aus Politik und Wirtschaft rund um das Thema Energie und Energiesparen, das infolge des russischen Krieges gegen die Ukraine immer wichtiger wird:

20.10 Uhr – Die Präsidentin des Verbands der Deutschen Automobilindustrie (VDA), Hildegard Müller, hat mehr Energiekooperationen gefordert, damit Strommangel und hohe Stromkosten nicht die E-Mobilität in Deutschland ausbremsen. Im Fernsehsender „Welt“ sagte Müller: „Die Stromkosten machen uns Sorgen. Das wird das nächste große Thema werden. Es wird sehr wahrscheinlich auch knapp werden mit dem Strom, also ich auch hier muss vorausschauend gearbeitet werden.“ Alleine in Deutschland werde man den für E-Mobilität nötigen Strom nicht produzieren können, befürchtet Müller. „Deshalb brauchen wir Rohstoff- und Energiepartnerschaften, die uns absichern.“

13.25 Uhr – Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck stellt erneut Änderungen bei der ab 1. Oktober geplanten Gas-Umlage in Aussicht. Es sei „mehr als unbefriedigend“, dass nach derzeitiger Verordung auch profitable Unternehmen von der Umlage Gebrauch machen könnten, sagt Habeck. Gebraucht werde aber eine rechtskonforme Regelung. Die Umlage abzuschaffen, wäre keine Alternative. Über allem stehe zudem, dass die Energieversorgung nicht gefährdet werde. Habeck warnt, Deutschland laufe auf einen Preissprung im Winter zu, der das derzeit diskutierte klein wirken lasse.

07.55 Uhr – SPD-Chefin Saskia Esken fordert Nachbesserungen bei den Plänen zur Gasumlage und weitere Entlastungen der Bürger. Es müssten die Unternehmen gestützt werden, die die Energiesicherheit Deutschlands gewährleisten müssen, aber durch die gestiegenen Weltmarktpreise für Gas in eine Schieflage geraten seien, sagt Esken am Freitag im Deutschlandfunk. „Dass sozusagen dort auch als Trittbrettfahrer Unternehmen sich melden, die nicht in wirtschaftlicher Schieflage sind, die gute Gewinne in anderen Sparten machen, das ist nicht akzeptabel, und da müssen wir was ändern.“ Esken kündigte zudem weitere Entlastungen der Bürger an, die die gestiegenen Energie- und Lebenshaltungskosten nicht alleine stemmen könnten. „Da müssen wir unterstützen und das werden wir auch tun.“ Esken erklärte zudem, gegen den Widerstand der FDP bei einer Übergewinnsteuer weiter ankämpfen zu wollen. „Wir stehen dafür, wir streiten dafür auch in der Ampel, und wir werden sehen, was wir erreichen können.“ Die Übergewinnsteuer sei eine Gerechtigkeitsfrage angesichts hoher Gewinne, die Unternehmen in der Krise erzielen. Auch Finanzminister Christian Lindner spreche von Solidarität und Gerechtigkeit. „Ich werde ihn bei Gelegenheit daran erinnern.“ 

Energie-Ticker 26.08.22

Quelle: Reuters

Titelfoto: Symbolfoto

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