Montag, Juli 15, 2024
StartClose UpBest-of-Breed + Best-of-Suite = Superpower

Best-of-Breed + Best-of-Suite = Superpower

Eine immer wiederkehrende Frage für Führungskräfte in der IT dreht sich um den generellen Aufbau und die Zusammensetzung der eigenen Architektur und Software. In langer IT-Tradition stehen sich dabei vor allem zwei Philosophien gegenüber: Während der Best-of-Breed-Ansatz auf einzelne, hochwertige Software-Lösungen setzt, welche wie bei einem Puzzle von den Unternehmen selbst zusammengesetzt werden, verfolgt Best-of-Suite die Idee einer All-in-one-Komplettlösung mit aufeinander abgestimmten Tools von einem einzigen Hersteller.

Die Frage lautet also: Sollten Unternehmen viele verschiedene Lösungen kaufen oder auf ein einheitliches Gesamtpaket setzen?  

Während beide Ansätze sowohl Vor- als auch Nachteile mit sich bringen, drängt sich der Gedanke auf, was alternativ eine hybride Lösung aus beiden Welten leisten könnte – eine Plattform für alle Unternehmensbereiche mit einheitlichem Interface, bestehend aus leistungsfähigen und problemlos miteinander verbundenen Tools und Programmen. Die gute Nachricht an dieser Stelle: Solche Plattformen gibt es. Best-of-Suite-Lösungen, die mehrere Best-of-Breed-Systeme enthalten, erleichtern die Einrichtung von Workflows und führen alle relevanten Daten an einem zentralen Ort zusammen. Entwickler und Führungskräfte dürften besonders bei Letzterem hellhörig werden, denn so lassen sich Datensilos auf einfache Weise vermeiden.

Hybride All-in-one-Plattformen schaffen aber noch etwas anderes. Sie lösen die großen Probleme, die der Einsatz der klassischen Konzepte von Natur aus mit sich bringt. Best-of-Breed hat beispielsweise den Nachteil, dass Entwickler die verschiedenen Anwendungen einzeln in das bestehende System integrieren müssen und es dennoch zu isolierten Datensilos kommen kann, was besonders bei großen Unternehmen die Zusammenarbeit stark erschwert. Wer zu einer kompletten Software-Suite greift, verfügt zwar über eine übergreifende Lösung, die einzelnen Module sind allerdings nicht von bester Qualität.

Ein Mittelweg aus Best-of-Breed und Best-of-Suite ist auch deshalb erstrebenswert, weil der Einsatz von vielen unterschiedlichen Tools eine ganze Reihe von Nachteilen aufweist. Beispielsweise erschwert die Arbeit mit mehreren Anbietern die Übersicht über Verträge oder Support- und Datenschutzvereinbarungen. Mit der Zahl der verwendeten Lösungen steigt aber auch die Abhängigkeit zu den verschiedenen Herstellern, was bei der Behebung von komplexen Problemen schnell zu einer Herausforderung wird. Ein weiterer Aspekt, den Unternehmen schnell vergessen: Das Verbinden von Systemen, die Hersteller nicht auf eine Zusammenarbeit konzipiert haben, kann zu Integrationsschwierigkeiten und zusätzlichen Kosten führen. 

Nicht zuletzt stehen Unternehmen seit der Corona-Pandemie vor riesigen Herausforderungen, die Arbeitsweisen und den Einsatz von passenden Technologien betreffen. Die Umstrukturierung von Arbeitsmodellen hin zu Homeoffice und mobilem Arbeiten hat Unternehmen überstürzt dazu verleitet, neue Systeme und Anwendungen zu kaufen, die durch die fehlende Kommunikation untereinander den Arbeitsalltag erschweren. Das wirkt sich unter dem Strich auf die Produktivität der Mitarbeiter und auf die Kundenerfahrung aus – hier müssen Unternehmen reagieren. Notwendig sind einfach zu bedienende, zentrale und leistungsfähige Plattformen, die Daten jederzeit dort zur Verfügung stellen, wo Mitarbeiter sie brauchen. Für eine bestmögliche User Experience muss diese Lösung aus einem Guss gemacht sein – einheitlich, übersichtlich und mit den richtigen Tools als Unterbau.

Möglich wird all das, indem Best-of-Breed und Best-of-Suite zusammenwachsen. 

Autor: Sridhar Iyengar ist Managing Director bei Zoho Europe

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