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Samstag, Januar 28, 2023

Aussage von Kronzeuge im Wirecard-Prozess verschoben – Richter krank

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München, 13. Dez – Im Betrugsprozess um die Milliarden-Pleite des Finanzkonzerns Wirecard verzögert sich die geplante Aussage des Angeklagten und Kronzeugen Oliver Bellenhaus. Wegen der Erkrankung eines Richters habe das Landgericht München die Verhandlungstermine am Mittwoch und Donnerstag abgesagt, teilte die Münchner Justiz am Dienstag mit. Der Prozess solle nun am kommenden Montag (19. Dezember) fortgesetzt werden.

Bellenhaus hatte für Mittwoch seine erste öffentliche Stellungnahme in dem Prozess angekündigt. Er ist damit auch der erste der drei Angeklagten, der im Gerichtssaal persönlich zu den mutmaßlichen Bilanzfälschungen Stellung nehmen will. Der frühere Statthalter von Wirecard in Dubai hat bei der Staatsanwaltschaft umfassend ausgesagt und die beiden Mitangeklagten schwer belastet. Bellenhaus‘ Anwälte haben erklärt, er stehe zu seiner Verantwortung.

Neben Bellenhaus angeklagt sind der ehemalige Konzernchef Markus Braun und der frühere Chefbuchhalter Stephan von Erffa. Die Staatsanwaltschaft wirft den drei Männern Bilanzfälschung, Marktmanipulation, Untreue und gewerbsmäßigen Bandenbetrug vor. Brauns und von Erffas Anwälte haben die Vorwürfe zurückgewiesen. Brauns Verteidiger sieht statt dessen Bellenhaus als Haupttäter einer Bande, die hinter dem Rücken des Firmenchefs agiert habe. Braun und Bellenhaus sitzen in Untersuchungshaft.

Der Dax-Konzern Wirecard war im Juni 2020 zusammengebrochen, als bekannt wurde, dass in der Kasse 1,9 Milliarden Euro fehlten. Die Wirecard-Pleite ist einer der größten Finanzskandale der deutschen Nachkriegsgeschichte.

Aussage von Kronzeuge im Wirecard-Prozess verschoben – Richter krank

Quelle: Reuters

Symbolfoto: Copyright [nikkimeel] /Depositphotos.com

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